Haushalt im Gemeinderat

Bürgermeister Georg Reinthaler: „Hohe Rücklagen und viel zu bauen in Eiselfing“

Der Eiselfinger Kindergarten mit dem neuen Erweiterungsbau (links) und neugestaltetem Außenbereich.
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Der Eiselfinger Kindergarten mit dem neuen Erweiterungsbau (links) und neugestaltetem Außenbereich.

Bei der Bürgerversammlung in Eiselfing berichtete der Bürgermeister von diversen Bauprojekten, darunter die Erweiterung des Kindergartens, die Planung des Mini-Kreisverkehrs und der Ausbau des Breitbannetzes. Aber auch wirtschaftlich sei das Jahr erfolgreich gewesen, so das Gemeindeoberhaupt.

Eiselfing – Die Bürgerversammlung war aufgrund der Coronavirus-Pandemie verschoben worden und konnte erst vor kurzem nachgeholt werden. Der Einwohnerstand der Gemeinde belief sich am Jahresende 2019 auf insgesamt 3.282, so Reinthaler, davon lebten 3.176 mit Hauptwohnsitz in Eiselfing.

Einkommens- und Umsatzsteuer bringen die höchsten Einnahmen

Die größten Ausgabeposten im Verwaltungshaushalt des Jahres 2019 stellten Umlagen mit 1,67 Millionen Euro, der Kindergarten mit 1,17 Millionen Euro und die allgemeine Verwaltung dar, hier beliefen sich die Kosten auf 746.000 Euro. Größte Einnahmeposten sei der Anteil an der Einkommen- und Umsatzsteuer mit etwa 2,31 Millionen Euro, die Gewerbesteuer in Höhe von 1,23 Millionen Euro sowie sonstige Zuweisungen gewesen. Letztere beliefen sich auf 773.000 Euro.

Damit habe der im Verwaltungshaushalt 2019 einen Überschuss in Höhe von 584.000 Euro erwirtschaftet, wie Reinthaler weiter erläutert. Dieser sei an den Vermögenshaushalt abgeführt worden.

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Die größten Ausgabeposten des Vermögenshaushalts wiederum seien der Hochbau, der Straßenbau und der sonstige Tiefbau gewesen. Hier beliefen sich die Kosten auf jeweils 689.000 Euro, 413.000 Euro und 344.000 Euro. Die größten Einnahmeposten wiederum waren, laut Reinthaler, neben der Zuführung vom Verwaltungshauslhalt, staatliche Zuschüsse in Höhe von 750.000 Euro.

Pro-Kopf-Verschuldung von 673 Euro

Der Schuldenstand der Gemeinde Eiselfing belief sich Ende des letzten Jahres auf insgesamt 2,11 Millionen Euro, wie Reinthaler berichtet, dies entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 673 Euro. In der gemeindlichen Rücklage befänden sich derweil 4,46 Millionen Euro.

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Neben wirtschaftlichen gab es auch personelle Veränderungen in Eiselfing. So wurde zum Jahresbeginn 2019 mit Nicolé Ströher eine neue Fachkraft für das Einwohnermeldeamt im Rathaus angestellt.

Auch die Grund- und Mittelschule in Eiselfing wachse, erklärt Reinthaler. „Die sogenannte Fünf-Jahres-Statistik weist für beide Schulen steigende Schülerzahlen aus“, berichtet Reinthaler. Bezüglich der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen am Schulgebäude liefen derzeit Beratungen zwischen den Mitgliedsgemeinden des Eiselfinger Mittelschulverbands. Außerdem werde derzeit Bestandserhebungen mit Kostenberechnungen durch ein Fachbüro durchgeführt.

Krippencontainer bleibt weiter in Betrieb

Zum neuen Kindergartenjahr im September 2020 war der Kindergarten Sankt Rupert in Eiselfing mit insgesamt 149 Kindern belegt, von diesen waren 33 Krippenkinder und 8 Kinder mit Integrationsbedarf.

„Das im vergangenen Jahr errichtete Containergebäude zur Unterbringung einer dritten Krippengruppe bleibt weiterhin in Betrieb“, so Reinthaler, Der Erweiterungsbau mit zwei neuen Gruppenräumen sowie Funktionsräumen sei soweit fertiggestellt und seit einigen Wochen ebenfalls in Betrieb.

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Weitere bauliche Veränderungen finden im Baugebiet „Eiselfing-Nord“ statt. Dort werde die Gemeinde Eiselfing – gefördert durch den Freistaat Bayern – im Rahmen des Sozialen Wohnungsbaus in den kommenden Monaten ein eigenes Gebäude mit neun Mietwohnungen errichten.

Zudem führe die Gemeinde im Zuge der neuen bayerischen Gigabit-Richtlinie eine Markterkundung für das Gemeindegebiet rund um den Breitbandausbau durch.

Kreisverkehr in Eiselfing soll 2021 kommen

Der Mini-Kreisverkehr an der Kreuzung in Eiselfing solle nun, je nach Zuweisung eines staatlichen Zuschusses an den Landkreis Rosenheim als Bauherrn, im Jahr 2021 realisiert werden. „Der hierfür erforderliche Grunderwerb wurde bereits getätigt“, erklärt Reinthaler.

Bezüglich des neuen Wasserschutzgebiets rund um die beiden Trinkwasserbrunnen bei Wimpasing erklärt Reinthaler, dass sich die finalen Entwurfspläne zur Freigabe bei den zuständigen Behörden befänden. „Im Anschluss können dann alle betroffenen Grundeigentümer gezielt informiert werden und die Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgen“, berichtet Reinthaler weiter..

Im Jahr 2019 wurde außerdem das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Aham eingeweiht. Nicht zuletzt durch mehrere Tausend Stunden erbrachter Eigenleistung durch die Feuerwehrmitglieder und örtliche Handwerksbetriebe könne von einem gelungenen Gemeinschaftsprojekt für die Allgemeinheit gesprochen werden, so Reinthaler. (reg)

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