Bücherei Isen ist gut auf Pandemie eingestellt

Bei der Ausleihe der Bücher sind die Mitarbeiter der Isener Bücherei gut geschützt.
+
Bei der Ausleihe der Bücher sind die Mitarbeiter der Isener Bücherei gut geschützt.

Dass Menschen wegen der Corona-Pandemie in Quarantäne müssen, ist Alltag geworden. In Isen sind es aber Bücher, die nach der Rückgabe in die Bücherei St. Zeno für mindestens drei Tage unter Quarantäne gestellt werden. Erst nach der gründlichen Desinfizierung landen diese wieder in den Regalen.

Von Anne Huber

Isen – Bevor die Pfarrbücherei vor einigen Wochen wieder öffnete, wurde ein passendes Hygienekonzept entwickelt. Wichtig war der Büchereileiterin Marianne Brucker neben dem Schutz der Besucher auch die Sicherheit ihrer ehrenamtlichen Mitarbeiter.

Deswegen gelten jetzt nicht nur Mindestabstände, es steht auch Desinfektionsmittel zur Verfügung. Die Besucherzahl ist auf maximal vier Besucher gleichzeitig beschränkt. Es gilt die Mundschutzpflicht, es gibt einen getrennten Ein- und Ausgang und eine separate Rückgabe im Pfarrheim. Auch die Ausleihtheke wurde mit einem speziellen Schutz versehen. Dieser Infektionsschutz wurde der Bücherei von einem regionalen Raumausstatter gespendet. Brucker freut sich über die großzügige Spende. Weiter sagt sie: „Ich hätte die Bücherei nicht aufgemacht, wenn unsere ehrenamtlichen Helfer nicht ausreichend geschützt gewesen wären“.

Damit die Bücher gefahrlos ausgeliehen werden können, werden sie nach der Rückgabe für mindestens drei Tage im Pfarrsaal zwischengelagert. Von dort aus geht es in einen weiteren Raum, wo sie desinfiziert werden.

Die Bücherei wurde bei der Erarbeitung des Schutzkonzeptes nicht nur vom Verwaltungsleiter des Pfarrverbands Isen, Dr. Gerhard Gaigl, unterstützt. Besonders hebt Brucker die Mithilfe von der ehrenamtlichen Mitarbeiterin Franziska Hartmann hervor.

+++

Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren!

+++

Bevor die Bücherei ihren regulären Betrieb wieder aufgenommen hat, war eine beschränkte Ausleihe möglich. „Die Leute haben Tüten mit den ausgeliehenen Büchern vor der Tür abgestellt und wir haben die neuen Bücher, die sie vorher telefonisch bestellt hatten, aus dem Fenster gereicht“, erinnert sich die Leiterin. Das war ein großer Zeitaufwand.

Inzwischen hat Brucker andere Sorgen. „Es gibt viele, die sagen, ich kann das Risiko einer Ansteckung nicht eingehen. Das kann ich gut verstehen und muss es, auch wenn ich es sehr bedauere, akzeptieren“, sagt sie auf ihre Mitarbeiter. Deswegen sei sie auf der Suche nach neuen ehrenamtlichen Helfern. Sorgen bereiten ihr auch fehlende Einnahmen. Deswegen gibt es die Möglichkeit, online beim Dachverband der katholischen Büchereien in der Diözese, dem Sankt Michaelsbund, Bücher und andere Medien zu bestellen. Zehn Prozent der Kaufsumme fließen dabei in die Bücherei, die man auf dem Bestellformular auswählt. ane

Kommentare