Christine Suittenpointner aus Mittergars ist Preisträgerin eines Kreativ-Awards

Bronze für die "Spiegelkönigin"

Burkhard Dohmann und Peter Dohmann (Geschäftsführung Dortex) überreichten der strahlenden Drittplatzierten, Christine Suittenpointner aus Mittergars, den Award-Preis. Fotos re
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Burkhard Dohmann und Peter Dohmann (Geschäftsführung Dortex) überreichten der strahlenden Drittplatzierten, Christine Suittenpointner aus Mittergars, den Award-Preis. Fotos re

Gars - Mit ihrem selbst kreierten und genähten Kostüm "Spiegelkönigin" gewann Christine Suittenpointner aus Mittergars in der Kategorie "Kostüm-Design" jetzt den Dortex Design-Award in Bronze. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

In Dortmund, während einer großen Award-Show, wurden die kreativsten Ideen des Jahres 2015 in den Kategorien "Textilkunst" und "Kostüm-Design" ausgezeichnet und die Preise überreicht. Eine Jury, bestehend aus Modejournalisten, Designern, Bloggern und Künstlern, hatte die besten Einsendungen prämiert.

Beim Dortex Design-Award werden individuelle Entwürfe mit kreativen Techniken in den Kategorien Textilkunst- und Kostüm-Design, Stricken, Häkeln, Quilten, Nähen, Weben, Filzen, Upcycling oder Re-Design gesucht, alles ist erlaubt. Das beherzigte die Preisträgerin Christine Suittenpointner. Sie ließ sich vom Film "Brothers Grimm" inspirieren, dem Märchenfilm um die Gebrüder Grimm, "die den Kampf gegen die schöne, aber tief-böse Spiegelkönigin aufnehmen."

Das Kleid sei "nur der Versuch einer Annäherung", sagt die Preisträgerin. Ungezählte Stunden Arbeit stecken in der Fertigstellung, "Testperson" war die Schneiderpuppe - ihr fehlte allerdings der Kopf, drum klebte ihr Christine Suittenpointner für ein paar Fotoaufnahmen einen Perückenkopf auf. Für die Hörnerhaube baute sie zunächst ein Gerüst aus KobraCast, einem thermoaktiven Kunststoff. Mit dem Fön erhitzt, wurde er dann in die richtige Form gebracht. "Dieses Gerüst klebte ich an das breite untere, sogenannte Band, das dann am Kopf anliegt."

Danach wurden zwei Lagen steifen Tüllstoffs drübergezogen, um den Stoff besser festnähen zu können. Über den Tüll kam zudem goldener Crashtaft. "Den habe ich mit ganz vielen Haushaltsgummis, Wasser und meinem Trockner auch selbst gecrasht.", so Christine Suittenpointner. Es sei sehr mühevoll gewesen, zwei Abende habe es gedauert, den Stoff auch wirklich fest zu nähen. Schließlich verzierte sie das Ganze mit Bändern, Metallborten (die Blüten) und unzähligen Perlen und Steinchen. "Einige Stunden nach Beginn der Verzier-Arbeiten und auch einige Brandblasen vom Heißkleber später war die Haube dann fast komplett."

Ganz zum Schluss habe sie die goldenen Segmente in der Mitte hinten und vorne eingefügt. Verziert wurden beide Teile mit Metallapplikationen, Perlen und Schmucksteinchen in Rot sowie den Resten der Metallblüten-Borte. re

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