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BRK Schnaitsee trauert um vorbildliche Rot-Kreuz-Helferin Anni Schrenk

Die BRK-Führung aus Schnaitsee mit Josef Lepschy (links) und Christian Lipold überbrachte 2017 Anni Schrenk die Ehrenurkunde des Bayerischen Roten Kreuzes – für sie ein großer Moment.
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Die BRK-Führung aus Schnaitsee mit Josef Lepschy (links) und Christian Lipold überbrachte 2017 Anni Schrenk die Ehrenurkunde des Bayerischen Roten Kreuzes – für sie ein großer Moment.
  • vonJosef Unterforsthuber
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Eine traurige Nachricht erreichte die BRK-Bereitschaft Schnaitsee am Osterwochenende. Die langjährige aktive Rot- Kreuz-Helferin Anni Schrenk ist im gesegneten Alter von 93 Jahren verstorben.

Schnaitsee – Die Kienbergerin ist vielen Schnaitseern als „Managerin“ im BRK-Glückshafen beim alljährlichen Matthäus-Jahrmarkt oder beim Blutspenden in Schnaitsee bekannt. Bis ins hohe Alter von 85 Jahren stand sie „ihre Frau“, wenn Hilfe gebraucht wurde.

Anni Schrenk war über 50 Jahre für das Bayerische Rote Kreuz ehrenamtlich aktiv tätig. Sie war nach der Gründung des Sanitätszugs Kienberg im Jahre 1966 ins BRK aktiv eingetreten. Der Zug Kienberg war damals der Sanitätskolonne Trostberg unterstellt. Ihr Einsatzgebiet erstreckte sich bei den BRK-Diensten über den ganzen Landkreis Traunstein.

Weitere Trauerfälle: Josef Eigner aus Obing verstorben

In Zeiten, als der Rettungsdienst noch überwiegend von freiwilligen Helfern durchgeführt wurde, übernahm sie gemeinsam mit ihrem bereits 1993 verstorbenen Ehemann Franz Schrenk sehr früh Verantwortung. 1973 wurde sie zur stellvertretenden Bereitschaftsführerin Trostberg berufen. Anfang der 80iger Jahre war sie Zugführerin der Frauenbereitschaft Kienberg und somit auch Mitglied des Kreisausschusses. In zahlreichen Fortbildungen und Einsätzen blieb sie bis ins hohe Alter den Grundsätzen des Roten Kreuzes treu. 1992 erhielt sie für besondere Verdienste ums BRK vom damaligen Innenminister Edmund Stoiber das „Ehrenzeichen am Bande“.

Jungen Helfern geholfen

Nach der Auflösung der Bereitschaft Kienberg im Jahre 2009 trat sie aber nicht in den Ruhestand, sondern stand weiter aktiv den jungen Helfern der neu gegründeten BRK-Bereitschaft in Schnaitsee mit ihrer Erfahrung zur Seite.

2017 zum verdienten Ruhestand wurde sie noch für über 50 aktive Dienstjahre im BRK geehrt. Das BRK und besonders die Schnaitseer Bereitschaft verliert mit der Anni Schrenk eine Person mit Vorbild-Charakter im Ehrenamt, so der Vorstand.

Anni Schrenk, am 17. Dezember 1928 als Anni Fischer geboren, wohnte bis nach ihrer Hochzeit in Obernhof in der Gemeinde Schnaitsee. Sie lernte bei der Firma Wendl in Trostberg Verkäuferin. Danach arbeitete sie bei Maria und Josef Pschorr in deren Geschäft in Schnaitsee im Verkauf und erledigte die Buchhaltung.

Das junge Paar erbaute sich mit den Eltern von Anni Schrenks Ehemann ein Eigenheim in Rampertskirchen bei Kienberg. Drei Kinder – Gabi, Bernhard und Franz – wurden ihnen geschenkt.

Bis zuletzt verbrachte Anni Schrenk viel Zeit in Schnaitsee und wurde auch gerne von Philomena Wagner in das Haus ihrer Jugend in Obernhof geholt.

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