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Breitbandausbau in Haag schreitet voran

  • VonAnja Leitner
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Haag –Der Breitbandausbau in Haag soll voranschreiten: Drei Anbieter hätten der Marktgemeinde für den Ausbau „FTTH – Fibre to the home – bis ins Haus“ ein Angebot unterbreitet: die Telekom, UGG und Leonet, teilte Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit.

Das Angebot der Telekom: Sie würde die vorhandene Infrastruktur nutzen, um das Netz auszubauen. Dabei würden die Kupferkabel, die vom Netzverteiler zu den Grundstücken führen, mit Glasfaserleitungen ausgetauscht werden. Der Vorteil dabei sei, dass weniger bauliche Maßnahmen anfallen würden. Die beiden anderen Interessenten, die sich ebenfalls gemeldet hätten – UGG und Leonet – würden eine neue Infrastruktur schaffen.

Anton Biereder vom Ingenierbüro Höpfinger, der „seit Jahren für den Breitbandausbau zuständig ist“, wie die Rathauschefin sagte, erklärte dem Gremium die Vor- und Nachteile. „Die Telekom hat ein kostengünstiges Angebot gemacht, das mich wirklich überrascht hat“, erklärte er. Auch Winden und Oberndorf seien in diesem Paket mitinbegriffen.

Fest stehe: Wenn die UGG und Leonet hier nicht als Konkurrenz auftreten würden, gebe es diesen Vorschlag der Telekom sicherlich nicht, meinte der Ingenieur. Die Telekom würde außerdem für alle Bürger, die an Glasfaser interessiert wären, eine Infoveranstaltung durchführen. Bis 2026 wolle die Telekom die Marktgemeinde mit der schnelleren Leitung ausstatten.

Herbert Zeilinger (WFH) meinte, dass die Telekom versuche, ihre Monopolstellung auszunutzen: „Ich bin im Zwiespalt. Wir haben ja gesehen, wie es ist, wenn man von einem Anbieter abhängig ist – wie aktuell in Russland. Und jetzt sehen wir, welchen Preis die Bürger zahlen, wenn der Gashahn zugedreht wird. Das wird hier zwar nicht passieren, trotzdem finde ich es schwierig, die beiden anderen Anbieter auszuschließen. Jetzt bietet die Telekom große Investitionen und Förderungen an, aber das zahlen die Kunden irgendwo bestimmt zurück“, vermutete er.

Biereder entgegnete, dass „Haag hier eine super Gelegenheit“ hätte. Die Kommune könne auf mehrere Anbieter zurückgreifen. „Wichtig ist Kontinuität, dass hier einfach abgeschaltet wird, die Angst hätte ich nicht.“

Der Gemeinderat entschied mit 18:1 Stimmen für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durch die Telekom. Eine vertragliche Vereinbarung soll verhandelt und vorbereitet werden. Auch das befürwortet das Gremium mit 18:1 Stimmen.

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