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Bauausschuss revidiert Beschluss von 2014

„Braucht es diesen Wall?“ Warum der Lärmschutz an der Haager Ortsumgehung lückenhaft bleibt

Lediglich an der Baum- und Buschhöhe lässt sich noch erahnen, dass hier eine Lücke im Lärmschutzwall ist. Dort sind die Pflanzen einige Zentimeter niedriger.
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Lediglich an der Baum- und Buschhöhe lässt sich noch erahnen, dass hier eine Lücke im Lärmschutzwall ist. Dort sind die Pflanzen einige Zentimeter niedriger.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Der Lärmschutzwall an der Ortsumgehung in Haag bleibt vorerst lückenhaft. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses deutlich.

Haag – Es war in gewisser Weise eine Rolle rückwärts, denn 2014 hatte die Gemeinde eigentlich beschlossen, für einen Lückenschluss zu sorgen. Priorität hatte dieser aber nicht, wie Bürgermeisterin Sissi Schätz (SPD) offen zugab. Wohl auch deshalb lag erst in der jüngsten Sitzung das Angebots eines Ingenieurbüros vor und dieses überstieg mit veranschlagten 75 000 Euro deutlich die Erwartungen der Ausschussmitglieder.

Rodungskosten von 14.000 Euro

Zudem, wie Bernhard Grabmeyer (FWG) bemerkte, hätten sich inzwischen möglicherweise die Gegebenheiten geändert. Denn die Lücke ist mit hohem Buschwerk zugewachsen. „Braucht es diesen Wall?“, fragte er deshalb.

Auch Klaus Breitreiner (CSU) sah den Bau des Walls eher kritisch. Die Kosten seien enorm. Insbesondere die Rodungskosten, die auf 14.000 Euro geschätzt wurden, waren ihm zu hoch. „In der Bebuschung sind bestimmt auch viele kleine Tiere“, setzte er noch hinzu.

Zweiter Bürgermeister Stefan Högenauer (CSU) sah es ähnlich.

Bewuchs hat lärmmindernde Wirkung

Im Regelwerk habe Bewuchs zwar keine lärmmindernde Wirkung. „Nichtsdestotrotz, was ich nicht sehe, höre ich auch weniger.“, meinte Högenauer und bezweifelte, ob ein Lärmschutzwall einen großen Unterschied machen würde. Zudem sei im ursprünglichen Beschluss geplant gewesen, den Wall aus überschüssigen Baumaterial zu errichten. Damit wäre er einverstanden, nicht jedoch mit dem Neubau. Martin Kleinle vom Bauamt bezweifelte jedoch, ob dies tatsächlich die kostengünstigere Variante wäre. „Wir tun uns schwer, bauseits gestellte Material zu verwenden“, meinte er. Zum einen müsse dieses bestimmte Vorgaben erfüllen, zum anderen müsse es zunächst gelagert und gesammelt werden.

Florian Haas sah die Sachlage ähnlich kritisch: „Ich tue mir schwer, dass wir da was machen“, meinte Haas. Zwar sei es schön für die Lerchenberger, aber: „Der Nutzen rechtfertigt hier nicht die Kosten.“

Rehbein wünscht sich neues Gutachten

Eva Rehbein (SPD) stimmte ebenfalls gegen den Bau. „Wenn dann müssen wir da ein Gutachten machen“, meinte sie. Schätz verwies darauf, dass der ursprüngliche Beschluss auf einem Lärmschutzgutachten basiere. Rehbein verbleib jedoch auf ihrem Standpunkt. Um die Lage aktuell einzuschätzen, müsse ein neues Gutachten her. Mit neun Gegenstimmen wurde der Bau abgelehnt. Nur Andreas Sax (CSU) war dafür.

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