Bombendrohung in Wasserburg: Wie eine Nachbarin die bangen Stunden erlebte

Polizeieinsatz in Wasserburg am 15. August, nachdem in einem Haus ein Drohanruf eingegangen war.
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Polizeieinsatz in Wasserburg am 15. August, nachdem in einem Haus ein Drohanruf eingegangen war.
  • Winfried Weithofer
    vonWinfried Weithofer
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  • Heike Duczek
    Heike Duczek
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Aufregende Stunden hat Mathilde Eisner (57) am Samstag erlebt. Sie wohnt in der Nachbarschaft in Wasserburg, in der am Samstagnachmittag Bombenalarm aufgrund eines Drohanrufs herrschte.

Wasserburg – Sie wohnt in der Nachbarschaft, in der ein Drohanruf einen Großeinsatz der Polizei auslöste.. „Ich bin am Nachmittag so gegen 15.45 Uhr aus meinem Haus rausgeklopft und rausgeklingelt worden“, berichtet Eisner. „Man hat mir gesagt, ich müsse das Haus verlassen – möglichst schnell. Ich durfte nur das Notwendigste mitnehmen“, erinnert sie sich.

Mathilde Eisner lebt in einem der Häuser in Wasserburg, die am Samstag wegen einer Bombendrohung evakuiert wurden.

Schnell die Fenster zu, und dann einfach weg

Sie habe einen Polizisten gefragt, was denn los sei, „aber das hat er mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen können“. Schnell habe sie noch die Fenster geschlossen und sei dann mit dem Auto rausgefahren aus der Siedlung.

Bombendrohung in Wasserburg: Bilder des Polizei-Einsatzes

Polizeieinsatz in Wasserburg am 15. August, nachdem in einem Haus ein Drohanruf eingegangen war.
Polizeieinsatz in Wasserburg am 15. August, nachdem in einem Haus ein Drohanruf eingegangen war.
Polizeieinsatz in Wasserburg am 15. August, nachdem in einem Haus ein Drohanruf eingegangen war.
Polizeieinsatz in Wasserburg am 15. August, nachdem in einem Haus ein Drohanruf eingegangen war.
Bombendrohung in Wasserburg: Bilder des Polizei-Einsatzes

Die Anliegerin hätte den Abend im Feuerwehrhaus Reitmehring verbringen können. Denn um 18 Uhr erreichte Kommandant Thomas Lerch der Anruf des Kreisbrandrats, die Feuerwehr solle ein Notquartier – eventuell auch für die Nacht – herrichten. „Wir waren für etwa 40 Leute, die angekündigt wurden, gerüstet“, berichtet Lerch. Doch alle Nachbarn, die aufgrund des Drohanrufes ihre Häuser verlassen mussten, seien bei Freunden oder Bekannten untergekommen.

„Es war ein Schrecken für uns, wir haben uns Sorgen gemacht“

Die Stunden der Evakuierung verbrachte Mathilde Eisner bei ihrem Freund im Sportverein in Albaching, dann ging es zum Essen nach Wasserburg und nach Rosenheim, wo sie ihren Sohn vorsichtshalber darauf vorbereitete, bei ihm zu übernachten. Denn der Einsatz zog sich hin.

In der Burgau war der Spuk um Mitternacht vorbei, um 0.30 Uhr kehrten Mathilde Eisner und Lebensgefährte Wulf Heumann erleichtert in ihr Haus zurück. „Es war ein Schrecken für uns, wir haben uns Sorgen gemacht“, sagt das Paar. Den Mann, der den Einsatz verursacht habe, kennen sie nicht.

Anwohner bei der Heimkehr vom massiven Polizeiaufgebot überrascht

Unmittelbar neben Mathilde Eisner wohnt Janina Golda (53). Sie durfte in der Nacht zum Sonntag in ihrem Haus bleiben. „Da waren wir schon froh. Das war ja eine Bombenstimmung gestern hier“, sagt sie und kann trotz des Schreckens schon wieder lachen.

Sie war am Samstagabend auf dem Weg zurück von ihrem Urlaub, als sie die Absperrungen vor der Siedlung sah. Das Auto musste sie etwas entfernt stehen lassen, aber es wurde ihr erlaubt, zu Fuß zu ihrem Haus zu gehen.

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