Böllerschützen der Region schießen allein und doch gemeinsam

So wie hier Schussmeister Christoph Klinger schossen an vielen Orten in der Pfarrei St. Leonhard und im gesamten Schützengau den Heiligen Abend an.
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So wie hier Schussmeister Christoph Klinger schossen an vielen Orten in der Pfarrei St. Leonhard und im gesamten Schützengau den Heiligen Abend an.
  • vonJosef Unterforsthuber
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Die Böllerschützen der Region verkündeten am 24. Dezember „Das Christkind ist da“. Heuer musste die Tradition wegen Corona anders gestaltet werden.

Sankt Leonhard am Buchat – Die Böllerschützen aus Sankt Leonhard verkündeten am 24. Dezember „Das Christkind ist da“. Schon seit Jahren wird dieser traditionelle Brauch des Weihnachtsanschießens in der Pfarrei Sankt Leonhard gelebt. Heuer war aber wegen der Coronalage ein gemeinsames Anschießen nicht möglich. So vereinbarten die Böllerschützen einen festen Zeitpunkt, bei der sie zwar allein aber insgesamt doch gemeinsam den Heiligen Abend begrüßen konnten.

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In St. Leonhard war das wegen der Kindermette um 15 Uhr. Alle fünf Minuten gaben die Schützen viermal einen Schuss ab. Gut zehn Schützen waren allein in St. Leonhard mit dabei. Die zahlreichen Schützen im gesamten Gau wünschten damit allen Bürgern, die ja heuer nicht zuschauen durften, ein schönes und gesundes Weihnachtsfest. Schussmeister Christoph Klinger gab sich, wie auf dem Foto zu sehen, selber die Kommandos: „Böller laden und verdämmen. Zündhütchen setzen, Hahn spannen, Böller hoch zum Schuss.“ Das Senken der bayerischen Fahne, als letztes Kommando zum Schuss, fehlte an diesem denkwürdigen Weihnachten 2020.

„Der Chiemgau wacht auf“ – unter diesem Motto stand heuer das Christkindl-Anschießen des Schützengau Chiemgau-Prien. Pünktlich um 16 Uhr erfolgte an Heilig Abend der erste von drei Schüssen. Es nahmen Böllergruppen aus Prien, Rimsting, Eggstätt, Bad Endorf, Babensham und Wasserburg teil. Ähnliches sei für den Jahreswechsel geplant.

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