Blühwiesen für das Kraftwerk Feldkirchen

Das Kraftwerk Feldkirchen bekommt eine neue Brücke und neue Blühwiesen.
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Das Kraftwerk Feldkirchen bekommt eine neue Brücke und neue Blühwiesen.

Das Kraftwerk Feldkirchen wird erneuert, wie der Verbund für Wasserkraftwerke mitteilt. Unter anderem ist die Brücke über den Hammerbach an der linken Uferseite wegen einer Generalsanierung voraussichtlich bis ins Frühjahr 2021 gesperrt.

Von Sophia Huber

Rott/Schechen– Während dieser Zeit wird die Brücke nicht für den Verkehr zur Verfügung stehen, erklär Wolfgang Syrowatka, Sprecher des Verbunds.

Allerdings soll es für Radfahrerinnen und Radfahrer eine Umleitung geben. Diese soll ausgeschildert werden und wird entlang des Hammerbachs und der B15 führen. Insgesamt, so Syrowatka, wird der Verbund rund 250 000 Euro in den Brückenüberbau, eine neue Fahrbahn und neue Gehewege mitsamt Geländern investieren.

Der Damm ist nicht marode

Zudem werden die Dämme im Bereich des Kraftwerks Feldkirchen den aktuellen Normen anzupassen. „Der Damm ist nicht marode“, betont Syrowatka, „er muss aber auf den neusten Stand gebracht werden.“ Diese Arbeiten werden im diesjährigen Winterhalbjahr und im nächsten Winterhalbjahr durchgeführt, da dort die Wasserführung des Inns gering ist.

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Im Zuge der Dammanpassungen wird der dort vorherrschende Bewuchs entfernt, natürlich unter Rücksicht auf Flora und Fauna. Später wird eine neue Ansaat der Dämme erfolgen, die neben der Sicherstellung des Hochwasserschutzes auch der Erschaffung von Blühwiesen dient. Zum Schutz der Blühwiesen wird der Bewuchs durch Bäume dauerhaft zurückgenommen, um Schattendruck zu verhindern. Durch den geringen Schatten fühlen sich auch viele Reptilien im Bereich des Kraftwerks wohl, insbesondere die Zauneidechse.

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Syrowatka betont, dass die Planungen und Konzepte eng mit den Fachbehörden abgestimmt werden. Spaziergänger hätten die Möglichkeit die Dämme und Deiche mit ihren Blühwiesen bereits anderswo zu bewundern. Beispielsweise im Bereich oberhalb des Kraftwerks Wasserburg seien alle Maßnahmen abgeschlossen, so Syrowatka. Die Blühwiesen seien dort ebenfalls schon voll entwickelt. Das Fazit des Projekts in Wasserburg sei ausgesprochen positiv ausgefallen. „Unser Ziel ist es die Diversität und Artenvielfalt an unseren Dämmen und Deichen zu erhöhen“, erklärt Syrowatka. Dies sei mithilfe von Fachplanern und Experten der TU Weihenstephan gelungen.

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