Bio und konventionell: Neuer Bauernmarkt in Gars kommt gut an

Direkt vor Ort im Einsatz: Franz Eisgruber, Vorsitzender des Bauernmarktvereins, überzeugte ich beim Verkauf von der großen Akzeptanz des Bauernmarktes durch die Kunden. Hier bedient er gerade Gioia Hasenöhrl, die sich über das regionale Angebot freute.
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Direkt vor Ort im Einsatz: Franz Eisgruber, Vorsitzender des Bauernmarktvereins, überzeugte ich beim Verkauf von der großen Akzeptanz des Bauernmarktes durch die Kunden. Hier bedient er gerade Gioia Hasenöhrl, die sich über das regionale Angebot freute.

„Es darf gern ein bisschen mehr sein“, lautete der Tenor vieler Kunden auf dem Garser Marktplatz. Erstmals präsentierten dort regionale Direktvermarkter gemeinsam ihr buntes Angebot. Der neu gegründete Bauernmarktverein blickt zufrieden auf den Probelauf.

Von Bruno Münch

Gars – Ein ungewohntes Bild zeigte der Marktplatz am Wochenende: statt parkender Autos an der Mariensäule bunte Verkaufsstände und ein großer Pavillon, davor aufgereiht eine Schlange von Kaufwilligen in korrekten Corona-Abständen. So sah sie aus, die Premiere des Garser Bauernmarktes, bei der sich regionale Direktvermarkter erstmals gemeinsam präsentierten. Über Stunden stieß ihr vielfältiges Angebot auf rege Nachfrage. „Es darf gern ein bisschen mehr sein“, so der Tenor bei den Kunden.

Wie Astrid Klimbacher, Mitglied im Vorstand des neu gegründeten Bauernmarktvereins beschreibt, soll die Veranstaltung zum einen den Marktplatz beleben. Zum anderen sollen regionale Vermarkter mit den Verbrauchern verstärkt ins Gespräch kommen. Ganz bewusst sei zwischen „Bio-Produkten“ und konventionellen Erzeugnissen keine Barriere aufgebaut worden. Beides habe seinen Platz im Angebot, sagt Klimbacher.

Barrierefrei: bio und konventionell

Die Besucher des Marktes konnten sich so von der breiten Palette der Produkte aus der Region überzeugen: Neben dem Herbstgemüse eines Biobauernhofes fanden sich Geflügel und Wurst, Saiblinge und Forellen aus regionaler Fischzucht, Äpfel und Eier, aber auch Schmankerl aus der regionalen Küche wie „Auszogne“, Marmelade, Chutney, Kuchen und Fruchtsäfte sowie Honig und selbst gebackenes Bauernbrot.

Obwohl alle Besucher Mund-Nasenmasken trugen, kam man doch an den Ständen miteinander ins Gespräch. „Ich habe noch nie so viele Leute und so viel Leben auf dem Marktplatz gesehen“, meinte Julia Busch, die mit ihrer Familie seit drei Jahren in Gars lebt.

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Stephanie Mangstl (35), Ideengeberin und Mitgründerin des Bauernmarktvereins, zeigte sich überwältigt von der großen Resonanz, die ihre Initiative gefunden hatte: „Ich bin überrascht und hätte nie mit so vielen Leuten gerechnet. Ich hoffe, dass es an den kommenden Terminen so weitergeht.“ Dankbar sei sie den Einrichtungen, die den Bauernmarkt unterstützt hätten. So habe die Gemeinde den Platz rechtzeitig abgesperrt, Schilder und Verkaufsstände zur Verfügung gestellt, und Feuerwehr und Gartenbauverein hätten unentgeltliche Beiträge geleistet.

Direktvermarkter vom Hof und Standbetreiber, zugleich neu gewählter Vorsitzender des Bauernmarktvereins, Franz Eisgruber (25) teilte die Begeisterung Mangstls: „Mit regionalen Produkten haben wir aufs richtige Pferd gesetzt. Sie kommen sehr gut an. Manche Anbieter müssen sich zwar erst einmal einarbeiten und Erfahrungen sammeln, aber wir freuen uns schon auf die nächsten Märkte!“

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Als „Probelauf“ wollte Astrid Klimbacher die drei ersten Markttermine verstanden wissen. Nach einer Winterpause wolle man dann sehen, wie es weitergehe und was noch zu verbessern sei.

Dass die Veranstalter mit ihrem Marktkonzept nicht grundsätzlich falsch liegen, zeigt die Reaktion der Kundin Gioia Hasenöhrl (23). „Ich finde es superschön, dass es jetzt hier einen Markt gibt. Alles ist schön klein gehalten, alles ist regional und es gibt viele Bioprodukte. Die Verkäufer sind durchweg superfreundlich und auch hoch motiviert.“

Der nächste Garser Bauernmarkt ist für Samstag, 31. Oktober, geplant.

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