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Bayernweiter Bioerlebnistag

Bio-Königin Annalena I. hält Hof in Ramerberg

Die bayerische Bio-Königin Annalena I. hielt am Bioerlebnistag Hof bei Barbara und Ludwig Käsweber in Hagenbuch.
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Die bayerische Bio-Königin Annalena I. hielt am Bioerlebnistag Hof bei Barbara und Ludwig Käsweber in Hagenbuch.

Auf dem Biohof Käsweber in Hagenbuch trafen sich gut 25 Interessierte aller Altersstufen zusammen mit der bayerischen Bio-Königin Annalena I. um sich ein Bild von nachhaltiger, naturnaher Bewirtschaftung zu machen.

Ramerberg – Seit 2001 finden jedes Jahr im Spätsommer die Bioerlebnistage in Bayern statt. Auf über 160 Veranstaltungen für Groß und Klein vermitteln Bio-Hersteller und -Verarbeiter auch heuer wieder unterhaltsam Wissen rund um den Öko-Landbau. Dafür öffnen sie die Tore ihrer Betriebe und lassen ihre Besucher hinter die Kulissen blicken.

30 Rinder galoppieren auf der Weide

Gut 100 Rinder, davon 54 Milchkühe, haben auf dem Familienbetrieb von Ludwig und Barbara Käsweber ein wahrlich freies Leben. Wo andere Tiere in engen Ställen ihre Futter kauen müssen, galoppieren auf dem Bio-Hof schon mal 20 bis 30 Rinder zusammen über die Weidefläche und genießen sichtlich ihre Freiheit.

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Seit 2019 habe man mit der Umstellung auf Bio-Betrieb nur gute Erfahrungen gemacht, so Käsweber. Es gehe deutlich besser als erwartet, auch wenn schon mal ausgerissene Kälber wieder eingefangen werden müssten. Die Auflagen würde er gerne umsetzen, denn unterm Strich fiele zwar der Milchertrag im Vergleich mit Hochleistungskühen nicht so hoch aus, aber man brauche auch kein Kraftfutter zukaufen und die Tiere seien in der Gesamtheit deutlich gesünder. Dazu verhelfe auch der auf Kuh-Komfort ausgelegte Stall.

Dass Käsweber den Hochleistungsgedanken aus seiner Bewirtschaftung rausgenommen hat, ist die Grundlage für seinen Anspruch, Natur, Mensch und Tier letztlich voneinander profitieren zu lassen und die Gesundheit des gesamten Ökosystems vorrangig im Auge zu behalten.

Oma und Azubi packen gemeinsam an

Sind die Böden gesund, sind es auch die Pflanzen und in der Folge der Nahrungskette auch Tier und Mensch, davon ist der Landwirt überzeugt und eine gesunde Landschaft sorge schließlich auch für eine gesunde Seele, meint er.

Dies klingt glaubwürdig, denn wenn man die gepflegten alten Obstbäume auf der Streuobstwiese anschaut, begreift man auch die gelebte Verantwortung für das Überlieferte, das auf dem ganzen Hofkomplex des Familienbetriebes zum Ausdruck kommt. Bester Beweis: Die Oma hilft noch kräftig mit und arbeitet mit dem Auszubildenden generationenübergreifend gut zusammen.

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Dass sich unter den alten Obstbäumen rund um den Hof, unter denen man hier auch alte Sorten wie den Glockenapfel findet, auch diverse Vögel einfinden und im Frühjahr auch schon mal die Kälber an Stelle von Mähmaschinen zum Einsatz kommen, verwundert nicht.

Aber auch die Kleintiere und Insekten werden auf dem Hof nicht vergessen. Eine ausgedehnte Blühfläche, die im Wechsel ganzjährig für immer neue Nahrung für Kleintiere, die eigenen Bienen und sonstige Insekten sorgt, fehlt nicht. Hier bietet Käsweber sogar eigene Führungen an. Das geerntete Obst wird konsequenterweise auch selbst vermarktet, hier sei allerdings noch Luft nach oben.

Nicht verwunderlich, dass auf dem gut einstündigen Rundgang zahlreiche Fachfragen beantwortet wurden.

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Nur die Straßenseite seines Hofes wird wohl auch weiterhin unscheinbar erscheinen, sodass man dahinter fast nichts von dem kleinen Paradies ahnt. Hier hat die Freude des Landwirts nämlich ein Ende, denn Passanten würden nicht nur gelegentlich Müll hinterlassen, worauf humorvoll nach der Führung noch Clown Tilda einging, sondern auch Katzen und Laufenten befänden sich auf dieser Seite des Hofes in einem ständigen Überlebenskampf.

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