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Bike-Trail Eiselfing: Gemeinderat macht vorerst einen Rückzieher, weil Plan zu teuer ist

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Hohe Luftsprünge machte der Eiselfinger Gemeinderat nicht, als ihm die Planungen zum Pumptrack-Trail vorgelegt wurden. Jetzt sollen weitere Gespräche klären, ob und in welcher Form der Ausbau des „Weiher-Trails“ durch die Gemeinde erfolgen soll.  
  • Katharina Ober
    vonKatharina Ober
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So schnell wie gehofft wird es mit der Umsetzung der Planung eines Bike-Trails neben dem Eiselfinger Fußballplatz nun nichts werden. Den Gemeinderäten sind die vorgestellten Planungen zu teuer.

Von Andreas Burlefinger

Eiselfing – In der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2020 stellte der Jugendbeauftragte der Gemeinde Alexander Lax eine von einer Pittenharter Fachfirma erstellte Planungsskizze und die dafür kalkulierten Kosten vor. Die Begeisterung des Gemeinderates aus der Novembersitzung reduzierte sich dann doch etwas, als die finanziellen Vorstellungen sichtbar wurden. Fast 20. 000 Euro würde inklusive der Nebenkosten das Projekt „Weiher-Trail“ kosten. Davon wäre die Hälfte der Summe nur für die Arbeitsleistungen angesetzt.

„Apothekerische Preisvorstellungen“

Für Gemeinderat Josef Hintermeier (CSU) war beim Blick auf diese Summe bei den reinen Arbeitskosten klar „dass man das so vergessen könne“: Denn 133 Euro eingerechnete Stundenkosten für die Baggerarbeiten sind seiner Erfahrung und der daraus resultierenden Meinung nach einfach „viel zu hoch“. Zumal aus dem Angebot nicht hervorgeht, was da alles dabei ist.

„Sind das nur die Baggerkosten oder sind da auch die Mitarbeiterkosten beinhaltet? Und wenn ja, wie viele Mitarbeiter sind es dann?“ fragte Josef Hintermeier (CSU) nach. Obwohl Alexander Lax dazu meinte, man könnte manches eventuell in Eigenleistung durch Sponsoring Eiselfinger Firmen durchführen wollte Ulrich Hemmer (SPD) schon genauer wissen, wie das notwendige Material für die Erdarbeiten an die richtige Stelle hinkommt, und ob das in den Kosten bereits enthalten ist.

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Bike-Trail nur mit Eiselfinger Firmen?

Auch Manfred Bierwirth (UWE) störte sich an den „apothekerischen Preisvorstellungen“. Für Michael Maier (CSU) gibt es deshalb nur einen Weg: „Wir müssen mit der Fachfirma reden. Dann finden wir auch eine Lösung“. Die ganze Pumptrack-Anlage mit eigenen Eiselfinger Firmen zu bauen, hält er zudem für nicht sinnvoll. „Das muss jemand bauen, der das auch kann. Da geht es auch um bauliche Sicherheits- und Haftungsfragen“.

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Mit dieser Meinung war er nicht alleine. Sebastian Pauker (CSU) pflichtete ihm bei und meinte noch zusätzlich, „Man kann Eigenmaterial schon zur Verfügung stellen. Aber die Erstellung muss von einer Firma geschehen, die darin Erfahrung hat“. Rupert Reininger (UWE) wollte vom Jugendbeauftragten wissen, ob es sich bei der vorgelegten Skizze um eine Grundausstattung handle „oder ob da auch etwas weniger“ möglich sei. „Wenn mir der Gemeinderat ein vorstellbares Budget sagt kann ich dann schauen, was damit zu machen ist“ sagte Alexander Lax in seiner Antwort darauf.

Pumptrack nur ein Nischeninteresse?

„Unterstützen wir hier nicht ein Nischenangebot für das vielleicht kein dauerhaftes Interesse da ist und wie viel können oder sollen wir dafür ausgeben?“ Johann Herzog (CSU)fragte sich in diesem Zusammenhang, ob nicht der TSV da „mit ins Boot genommen werden sollte“. Diesen Gedanken sah Alexander Lax eher skeptisch. „Alle Eiselfinger Jugendlichen sollten Zugang zur Anlage haben und nicht nur die, die auch Mitglied im Verein sind“ sagte er dazu und begründete dies auch mit dem nicht so groß vorhandene Interesse aller Jugendlichen, sich an einen Verein zu binden.

Ortstermin in Eiselfing möglichst im Januar

In der weiteren Beratung wurde dann deutlich, dass es einen Ortstermin mit der Fachfirma und Vertretern des Gemeinderates geben muss. Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne), der die Aufgeschlossenheit der Gemeinde für das Projekt „nach wie vor“ bestätigte, schlug vor, diesen Termin möglichst im Januar einzuplanen „sobald es die pandemiebedingten Ausgangsbeschränkungen erlauben“. Für die Gemeinde soll nach Meinung des Bürgermeisters der Bauausschuss teilnehmen. Mit diesem Vorschlag war der gesamte Gemeinderat, aber auch der Jugendbeauftragte Alexander Lax einverstanden.

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