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Veranstaltung der Biennale Bavaria International

Diskussionsrunde in Haag ist sich einig: „Der Heimatbegriff muss vielfaltsfähig sein“

Über den Heimatbegriff und Heimat in Stadt und Land diskutierten (von links) Andreas Rödl, Ursula Münch, Désirée Opela Maria Stöckl und Andreas Bönte. Bürgermeisterin Sissi Schätz (vorne) nahm neue Ideen für Haag mit.
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Über den Heimatbegriff und Heimat in Stadt und Land diskutierten (von links) Andreas Rödl, Ursula Münch, Désirée Opela Maria Stöckl und Andreas Bönte. Bürgermeisterin Sissi Schätz (vorne) nahm neue Ideen für Haag mit.
  • Sophia Huber
    VonSophia Huber
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Wie kann Heimat in Stadt und Land gestaltet werden? Diese Frage beschäftigte die Diskussionsrunde, die im Rahmen der Biennale Bavaria International im Hofcafé in Haag zussamenkam.

Haag – „Heimat“ ist vor allem in Deutschland ein zweischneidiger Begriff. Darin waren sich alle einig, die am Sonntag bei der Diskussionsrunde „Heimat in Stadt und Land“ der Biennale Bavaria International mitmachten. Auf der einen Seite ein Begriff, der von den Nationalsozialisten missbraucht wurde, auf der anderen Seite ein Begriff, der insbesondere in Bayern mit Stolz getragen wird.

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An der Diskussion beteiligten sich Professorin Ursula Münch, Direktorin der Akademie der Politischen Bildung Tutzing, Andreas Rödl, Erster Bürgermeister von Oberammergau, Maria Stöckl, Leiterin der Landesstelle der katholischen Landjugendbewegung Bayern und Autorin Désirée Opela, die sich in ihren Büchern mit der Heimatverbundenheit von jungen Münchnern beschäftigt.

Die Besucher des beinahe voll besetzten Hofcafé führte der Fernsehjournalist des Bayerischen Rundfunks Andreas Bönte durch Fragen rund um den Heimatbegriff im Allgemeinen und um die Unterschiede von Heimat in Stadt und Land.

Junge Leute sind meist zufrieden

Einig waren sich die Gäste darin, dass „Heimat“ sowohl für Stadt und Land zukunftsfähig gestaltet werden muss. „Der Heimatbegriff muss vielfaltsfähig gestaltet werden“, erklärte Stöckl und die verschiedenen Erfahrungen der Menschen, die es auch auf dem Land gebe, miteinbeziehen. Nur so könne auch der ländliche Raum zukunftsfähig bleiben. Denn Stöckl war sich sicher, dass junge Menschen nicht unbedingt in die Stadt ziehen möchten. „Die meisten sind zufrieden“, sagte sie. Sie seien verwurzelt über wiederkehrende Ereignisse und Vereine.

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Wichtig, um den ländlichen Raum zukunftsfähig zu gestalten – darin war sich die Diskussionsrunde ebenfalls einig – sei zudem nicht so defizitär über den ländlichen Raum zu sprechen. Denn die Kluft zwischen Stadt und Land werde zwar größer, doch es gebe vieles, was auf dem Land dagegen unternommen werden könnte. Soziale Strukturen könnten beispielsweise gestärkt werden. Stöckl verwies hier erneut auf die Verein, auch politische Partizipation besonders die der Jugendlichen sei wichtig und noch weiter ausbaufähig.

„Der ländliche Raum lebt vom Zuzug“, fasste Rödl die Lage zusammen, weshalb die Orte attraktiv bleiben müssten, wenn sie überleben wollten.

Haager Bürgermeisterin Sissi Schätz, die die Diskussionsparteien begrüßt hatte, nahm einige Ideen aus der Debatte mit, wie sie versicherte. Vor allem bei der poltischen Partizipation sei auch Haag noch ausbaufähig, stellte sie zusammenfassend fest.

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