Bezahlbarer Wohnraum in Strassberg: Dem Gemeinderat St. Wolfgang gefällt der abgespeckte Entwurf

Sieht den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum: St. Wolfgangs Bürgermeister Ulli Gaigl.
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Sieht den Bedarf an bezahlbarem Wohnraum: St. Wolfgangs Bürgermeister Ulli Gaigl.
  • vonHermann Weingartner
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Als zu massiv empfanden einige Gemeinderäte aus St. Wolfgang vor Kurzem noch die Planung für die Bebauung in Straßberg. Nun wurde der abgespeckte Entwurf vorgestellt. Insgesamt soll Wohnraum für 68 Haushalte entstehen – und zwar für alle Generationen.

St. Wolfgang – „Bezahlbaren und ansprechenden Wohnraum für alle Generationen“ will die Bayerischen Liegenschaften Projekte GmbH im neuen St. Wolfganger Baugebiet „Strassberg“ schaffen, hat Manuel Kühn im Gemeinderat angekündigt.

Projekt wirkt jetzt nicht mehr so massiv

Der Projektverantwortliche des Erdinger Investors stellte dazu das Projekt „Wohnen an der Goldach“ für alle Generationen vor. Die inzwischen dritte Planungsversion mit nun reduziertem Bauumfang fand große Zustimmung im Gremium. Kritische Stimmen blieben diesmal aus.

Derkürzlich im Bauausschuss vorgestellte Planentwurf hatte dagegen noch Bedenken hervorgerufen.Die Bebauung erschien mehreren Gemeinderäten „zu massiv“. Nun präsentierte Kühn nicht nur einen abgespeckten, grundlegend überarbeiteten Planentwurf, sondern auch eine aussagekräftige Videopräsentation mit detaillierten Planzeichnungen. Die Baukörper wurden reduziert zur Auflockerung des Areals, ein anderer Planungsansatz reduziere den Bodenverbrauch, bringe mehr Abstand der Bebauung zur Goldach und Verbesserung der Wohn- und Stellplatzsituation.

Insgesamt 68 Haushalte „für alle Generationen“ sollen entstehen, erklärte Kühn. Die barrierefreien Geschossbauwohnungen zwischen circa 45 und 85 Quadratmetern werden zwei bis fünf Zimmer haben. Besonders interessant für den Gemeinderat war die Vermarktung des Projekts.

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Kühn kündigte an, dass es „im ersten Schritt“ einen „bevorzugten Verkauf an Ortsansässige und deren Verwandte“ geben werde im Rahmen eines Einheimischenmodells mit Kriterien. Da könne die Gemeinde ihre Interessen mit einbringen, wie die Vergabe erfolgen soll. Erst wenn es vor Ort kein Bedarf mehr gebe, werde man auf dem freien Markt anbieten.

11.500 Quadratmeter großes Grundstück

Das Objekt liegt am südöstlichen Ortsrand nördlich der B15 an der Goldach gegenüber dem Baugebiet „Am Grünbach“, beschrieb Kühn. Die Wohnanlagen entstehen auf rund 11.500 Quadratmeter Grundstücksfläche. Die Planung nehme Bezug auf Dichte und Höhe des Baugebiets „Am Grünbach“. Der Planung liege jetzt ein „schlüssiges Gesamtkonzept aus Mehr- und Einfamilienhäusern“ zugrunde. Höhe und Dichte füge sich „gut ins Ortsbild ein“. Geplant sind jetzt acht statt neun in Reihe errichtete Einfamilienhäuser mit Garten und Dachterrasse auf den Doppelgaragen zwischen den Gebäuden. Die Parzellengrößen haben 320 bis 460 Quadratmeter, die Häuser eine Grundfläche von 840 Quadratmetern. Die Geschosswohnungsbauten haben eine Tiefgarage und Außenstellplätze für Besucher.

Zwei der Mehrfamiliengebäude sind im Süden, zwei weitere im Norden der Einfamilienhäuser situiert. Auf Nachfrage sagte Kühn, dass insgesamt „mehr als ausreichend Parkplätze“ geschaffen würden.

Die Gesamtgeschossfläche der Bebauung betrage 7035 Quadratmeter auf einer Grundfläche von „nur“ 2625 Quadratmeter, sagte Kühn. Die Grundflächenzahl von rund 033 und Geschossflächenzahl 0,61 spreche „für eine platzsparende Bebauung“. Die Erschließung sichere die Zufahrten auch der bestehenden Bebauung sowie der landwirtschaftlichen Fläche im nördlichen Anschluss.

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