Von einem Anrufer daran erinnert

Ihre Eiserne Hochzeit hätten Luise und Johann Brader aus Maitenbeth beinahe übersehen

Kennengelernt haben sie sich 1953 beim Tanzen, heute sind sie schon seit sechseinhalb Jahrzehnten verheiratet: Luise und Johann Brader aus Maitenbeth.
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Kennengelernt haben sie sich 1953 beim Tanzen, heute sind sie schon seit sechseinhalb Jahrzehnten verheiratet: Luise und Johann Brader aus Maitenbeth.
  • vonLorenz Richterstetter
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„Wir leben zwar weitgehend eigenständig, unser Sohn Hans und seine Frau Annemarie sind aber immer für uns da. Wir sind einigermaßen gesund, rundherum zufrieden und können unser Leben so richtig genießen“, sagen Luise und Johann Brader aus Maitenbeth anlässlich ihrer Eisernen Hochzeit.

Maitenbeth – Luise Brader ist eine geborene Larasser, 85 Jahre alt und auf dem Breitschopf-Anwesen in Niesberg geboren und aufgewachsen. „Früher habe ich gerne gestrickt, viele Jahre im Kirchenchor gesungen und sämtliches Gemüse angebaut, was man fürs Leben so brauchen kann“ berichtet sie auf ihre Hobbies angesprochen.

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Johann Baptist Brader wurde beim Hopf in Lichtenweg geboren und hat dann beim Kellner in Schnaupping gewohnt. Aufgewachsen ist er in Ochsenfurt.

Er hat in Freimehring Schuster gelernt

In Freimehring hat er das Schusterhandwerk erlernt und später in diesem Beruf noch ein paar Jahre gearbeitet. Dann ist er als Maurer zur Firma Tröstl gewechselt, wo er über 30 Jahre tätig war. Sein Hobby war immer die Musik. Er spielt Saxophon und Tenor-Horn.

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Kennengelernt haben sich die beiden 1953 bei einer Tanzveranstaltung in Oberndorf. 1955 haben sie in Birkenstein geheiratet. Der Kebinger Sepp hat sie gefahren, den Brautstrauß haben sie von Maria und Sebastian Rapolder übernommen, die sich ein paar Tage vorher dort das Ja-Wort gegeben hatten.

Das Paar hat drei Kinder

Zunächst wohnten sie dann fünf Jahre lang im elterlichen Brader-Anwesen in Ochsenfurt, wo auch ihre drei Kinder zur Welt gekommen sind. Später sollten sechs Enkelkindern und drei Urenkel dazukommen.

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„Mein Vater hat mir dann ein Grundstück zum Bauen vermacht, aber wir haben zunächst gar nicht gewusst, womit wir bauen sollten. Wir haben den gesamten Bau mit unserer Hände Arbeit hingestellt, mussten wirklich jeden Pfenning umdrehen und sind dann 1961 notdürftig eingezogen“, erinnert sich Luise an diese Zeit. Nach und nach wurde das Haus dann fertiggestellt und später auch erweitert.

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„Heute verbringen wir den Tag mit der üblichen Hausarbeit. Die ganze Familie und alle Nachbarn und Freunde unterstützen uns, wenn wir sie brauchen. Wenn die Gemeinde nicht angerufen und den Bürgermeister zum Gratulieren angekündigt hätte, dann hätten wir unsere Eiserne Hochzeit doch fast verschlafen“ schmunzeln beide.

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