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Serie: Vereine und ihre Kinder

Beim Auftanzen geht den Trachtenkindern aus Griesstätt das Herz auf

Katharina Freiberger (7 Jahre)
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Katharina Freiberger (7 Jahre)
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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40 Jahre besteht der Trachtenverein „Immagrea Griesstätt“ und 40 Kinder sind dort aktuell vom Kindergartenkind bis zum Teenager aktiv. Jugendleiterin Claudia Kaiser betreut den Trachtennachwuchs mit großem Engagement und viel Herzblut – und die Kinder lieben es.

Griesstätt – Die 36-jährige Jugendleiterin stammt ursprünglich aus Amerang, machte dort auch ihre ersten Schritte beim Trachtenverein „Chiemgauviertler“ Amerang und wechselte dann „der Liebe wegen“ zu „Immergrea“ nach Griesstätt. Heute ist sie mit dem Griesstätter Johannes Kaiser (38), dem Ersten Jugendleiter beim Trachtenverein, verheiratet.

Zum 25-jährigen Bestehen des Vereins stand sie bei den Aktiven bereits mit auf der Bühne in Griesstätt. Später habe man sie dann gefragt, ob sie nicht Jugendleiterin werden wolle. Die Antwort war eindeutig ein „Ja“.

Claudia und Hans Kaiser haben „ihre“ Trachtenkinder (im Alter zwischen drei und 16 Jahren) auch während der Corona-Zeiten intensiv betreut. Unterstützt werden sie dabei von zwei weiteren Jugendleitern, Katharina Freiberger (29) und Franz Schuster (56).

Trachtennachwuchs wächst weiter

Endlich wieder auftanzen: Auf Einladung des Patenvereins in Greimharting konnten auch die jüngsten „Immergrea“-Trachtler aus Griesstätt ihr Können zeigen.

Die 40 Kinder tanzen, drahn und plattln aufgeteilt in vier Altersgruppen. „Wir haben uns wirklich Mühe gegeben, so viele Veranstaltungen wie möglich durchzuführen“, bestätigt die Jugendleiterin. Die Kinder hätten es ihnen gedankt. „Wir haben keine Nachwuchstrachtler verloren, ganz im Gegenteil: Es sind sogar mehr geworden“, freut sich die engagierte Betreuerin. Und auch das Verhältnis von Buam und Mädel sei momentan „relativ“ ausgewogen. „Wir haben gerade nur einen kleinen Mädel-Überschuss“, verrät Claudia Kaiser.

Einiges musste wegen Corona trotz vieler Vorbereitungen ausfallen: darunter auch im Juni 2021 das große Fest zum 40. Gründungsjahrestag des Verein s. Alle hatten darauf hingefiebert, dann konnte es nur in kleinem Rahmen stattfinden. Immerhin. Die Kinder tanzten begeistert – selbst der einsetzende Regen konnte sie in ihrer Freude nicht bremsen.

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Die Kinder hätten wohl gerade wegen der schwierigen Corona-Lage ihre Übungsstunden ganz besonders genossen, vermutet Claudia Kaiser. „Wir haben dann sogar in den Ferien geprobt, weil die Kinder so gern kommen wollten“, erinnert sie sich. Es sei als gehe den Kindern beim Auftanzen das Herz auf.

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Ein Glücksfall sei in diesem Zusammenhang, dass die Kinder neben der Schreinerei des ehemaligen Vorstands Franz Schuster unter einem Dach im Freien proben konnten. „Da haben wir sogar einen Holzboden, den wir zum Dirndldrahn natürlich unbedingt brauchen“, freut sich Claudia Kaiser. Es gab nur wenige Wochen, in denen die Corona-Maßnahmen auch dieses Vergnügen untersagten. „Da ging dann fast gar nichts mehr, denn berühren durften sich die Kinder beim Tanzen ja nicht“, beschreibt sie die kritische Übungsphase. „Da konnten wir dann nur noch plattln und drahn“, so die Jugendleiterin. Die Kinder wurden auf Kleingruppen verteilt, das Training über zwei Stunden gezogen, dann ging auch das. Im Jugendheim, in dem eigentlich die Tanzproben stattfinden, sei man im Fasching 2020 das letzte Mal gewesen. „Das ist räumlich einfach zu klein, um dort corona-konform zu üben“, erklärt Claudia Kaiser.

Gemeinschaft ist den Trachtlern wichtig

Im August, als das wieder etwas lockerer lief, haben die Trachtenkinder und -jugendlichen gleich mal einen Ausflug gemacht. „Es tat allen so gut, die Gemeinschaft wieder zu spüren“, beschreibt die Jugendleiterin. Überhaupt: Die Gemeinschaft sei generell so wichtig bei den Trachtlern, das sollen auch die Kinder schon von klein auf erleben können, wünscht sich die 36-Jährige.

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Das Beisammensein würde gerade bei den Kleinen ganz groß geschrieben. „Als es im Herbst merklich kühler wurde, da fragten die Mütter auf Whatsapp noch immer, ob die Kinder zum Proben kommen dürfen,“ erzählt sie weiter. Nun sei aber erst einmal Pause. „Das ist bei uns immer so. Weihnachten bis Fasching ruht im Trachtenverein das Training. Und dann hoffen wir, dass wir zu Ostern wieder voll starten können.“ Wenn sich die Kinder beim Vier-Vereine-Preisplatteln wieder mit Rosenheim Stamm 1, Prutting und Wasserburg messen könnten, dann wäre das ein großer Schritt nach vorn.

Lorenz Kaiser (9 Jahre)

Lorenz Kaiser (9 Jahre)

Seit wann tanzt du beim Trachtenverein mit?

Lorenz: Ich habe mit fünf Jahren angefangen.

Warum bist du gerne beim Trachtenverein?

Lorenz: Ich bewundere meinen Papa und plattle und tanze gern. Außerdem zieh ich die Tracht gern an und ich mag bayerische Musik und das Bierzelt. Die Plattlerproben sind schön, weil ich meine Freunde sehe und wir viel Gaudi haben.

Katharina Freiberger (7 Jahre)

Seit wann bist du beim Trachtenverein?

Katharina: Mit vier Jahren habe ich angefangen – dann bin ich jetzt drei Jahre dabei.

Was gefällt dir beim Trachtenverein?

Katharina: Mir gefällt das Tanzen, und dass ich meine Freundinnen treffen kann. Wenn wir beim Preisplattln oder Dirndldrahn gut abschneiden und einen Pokal bekommen, freue ich mich besonders!

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