Wie befürchtet und erwartet: Wegen Corona kein Garser Volksfest

Heuer dreht sich in Au am Inn kein Karussell: Das Garser Volksfest ist abgesagt.
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Heuer dreht sich in Au am Inn kein Karussell: Das Garser Volksfest ist abgesagt.

Nun also steht es fest: Auch das Garser Volksfest, das seit Jahren in Au am Inn stattfindet und für das der Gemeinderat wieder grünes Licht gegeben hatte, wird abgesagt. Die Markgemeinde Gars als zuständige Aufsichtsbehörde wird die erforderliche gaststättenrechtliche Genehmigung nicht erteilen – wegen der Corona-Pandemie.

Von Bruno Münch

Gars – Dies teilte Bürgermeister Norbert Strahllechner (FWG Gars) kürzlich mit.

Dieser außergewöhnliche Fall tritt in diesem Jahr aufgrund der auf Bundes – und Länderebene erlassenen Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie ein. Erst kürzlich hatte Ministerpräsident Markus Söder bekannt gegeben, dass bis zum 31. August keine Großveranstaltungen stattfinden können, ohne jedoch Teilnehmerzahlen genau zu festzulegen.

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Gleichwohl sind sich Bürgermeister Strahllechner und Festwirt Jürgen Hanetzok nach gemeinsamer Erörterung der Lage darin einig, dass das Volksfest Gars, das ursprünglich vom 20. bis 24. Mai stattfinden sollte, zweifelsfrei von dieser Regelung betroffen ist.

Dies ist umso bedauerlicher, als von Seiten der Gemeinde nichts gegen die Durchführung gesprochen hätte: Nachdem die notwendigen Voraussetzungen verkehrsrechtlicher und gaststättenrechtlicher Art geschaffen waren und ein in Absprache mit der Polizei erstelltes Sicherheitskonzept vorlag, hatte auch der Gemeinderat seine Zustimmung nicht verweigert (wie berichtet). Festwirt Jürgen Hanetzok, der wieder als Veranstalter fungieren sollte, teilte auf Nachfrage mit, dass er schon im vergangen Jahr die notwendigen Verträge, etwa mit der Brauerei, dem Zeltverleih und mit den Schaustellern geschlossen habe, dass er aber davon ausgehe, dass er durch die nun eintretende „höhere Gewalt“ aus den Verträgen und den damit verbundenen Rechtsfolgen herauskomme.

Freilich bliebe er auf einigen Kosten, wie beispielsweise für schon gedruckte Plakaten für die Zeltdisco sitzen. Der Festwirt, der nach dem Ausscheiden der Schaustellerfamilie Rilke auch die vertragliche Verpflichtung der Schausteller übernommen hatte, bedauert die Absage des Volksfestes auch im Hinblick darauf, dass gerade in diesem Jahr durch eine verbesserte Elektro-Zuleitung ein aufwendigeres Fahrgeschäfte-Angebot möglich gewesen wäre.

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