Aus dem Gemeinderat

Bebauungsplan Wendelsteinstraße wird geändert, damit Dachaufbauten in Rott möglich sind

Der Bebauungsplan Wendelsteinstraße ließ bisher keine Dachaufbauten zu.
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Der Bebauungsplan Wendelsteinstraße ließ bisher keine Dachaufbauten zu.
  • vonRichard Helm
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Dachaufbauten waren bisher im Bebauungsplan Wendelsteinstraße nicht vorgesehen. Dank eines Freistellungsantrags hat der Gemeinderat Rott dies geändert.

Rott – Der Bebauungsplan Wendelsteinstraße hat einen entscheidenden Nachteil gegenüber der im Westen gelegenen „Alpma-Siedlung“, wie in der Sitzung des Rotter Gemeinderats klar wurde. In der Wendelsteinstraße sind Dachaufbauten, genauer gesagt Dachgauben unzulässig. Die Begründung aus dem Jahr 1992 war, dass im Sinne des Ortsbildes für eine ruhige Dachlandschaft gesorgt wird.

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Nun liegt ein Freistellungsantrag vor. Der Bauherr will sein Dachgeschoss ausbauen und beabsichtigt zwei Schleppgauben mit einer Breite von 4,50 Meter zu bauen. Er begründete den Antrag mit einem zusätzlichen Platzbedarf für seine Tochter, die dann seine Betreuung und Pflege übernehmen will. Der Bauausschuss hatte im Oktober das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Eine Chance Wohnraum zu schaffen

Doch nun wies das Landratsamt hin, dass lediglich die Möglichkeit zur Errichtung von zwei Satteldachgauben mit einer Breite von drei Meter in Aussicht gestellt werden kann. Für weitere Dachaufbauten müsse der Bebauungsplan geändert werden.

Dass eine solche Änderung nötig werden würde, war dem Antragsteller laut Max Zangerl (BfR) klar.

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Im Gemeinderat wies Hans Gilg (BfR) darauf hin, dass es in Rott alle möglichen Dachformen gäbe. „Wir müssten über unseren Schatten springen“, sagte er und betonte, dass er für eine Änderung des Bebauungsplans sei. Zweiter Bürgermeister Alfred Zimpel (BfR) forderte eine Nachverdichtung, die eine Chance dazu sei, Wohnraum zu schaffen.

„Wir werden für Wohnraum in die Höhe gehen müssen“, sagte auch Marinus Schaber (BfR). Für Sebastian Mühlhuber (CSU) ergibt die Beschränkung in der Wendelsteinstraße keinen Sinn. Insbesondere, wenn man die Dachlandschaften der „Alpma-Siedlung“ anschaue. Auch Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) sprach sich dafür aus, dass diese Einschränkungen wegfallen müssen.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für eine Änderung des Bebauungsplanes auch.

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