Bebauungsplan Eckfeld-Nord: Gemeinderat weist Einwände zurück

Die Planung für den Firmenneubau macht eine Änderung des Bebauungsplanes Eckfeld-Nord notwendig.
+
Die Planung für den Firmenneubau macht eine Änderung des Bebauungsplanes Eckfeld-Nord notwendig.

Das Unternehmen FlourTex will, wie berichtet, in Rott ein neues Bürogebäude errichten. Dazu muss der Bebauungsplan für das Gelände Eckfeld-Nord geändert werden. Die Naturschutzbehörde hat Einwände.

Von Richard Helm

Rott – Im Gemeinderat erläuterte Diplom-Ingenieur Anton Huber von der Huber Planungs GmbH in Rosenheim die Stellungnahmen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Der schwerwiegendste Einwand kam von der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Rosenheim. Sie bemängelte, dass die ökologischen Ausgleichsflächen zu gering ausfallen würden.

Huber wies den Gemeinderat darauf hin, dass es eine Neuvermessung mit neuen Grenzsteinen gegeben habe, die in die Flurkarte eingezeichnet wurde. Die Fläche wurde verringert. Allerding sei auch die Berechnung der Ausgleichsflächen der Unteren Naturschutzbehörde unvollständig. Die Grünflächen im Süden des Bebauungsgebietes seien nicht mit eingerechnet worden. Er will diesen Punkt mit der Behörde noch klären.

Luftbild falsch interpretiert?

Des Weiteren forderte die Behörde, den ökologisch wertvollen Grünstreifen zum Bahndamm nach Osten hin nicht als Lagerplatz zu missbrauchen. Hier irre sich die Naturschutzbehörde, die diesen Hinweis aus einem Luftbild gewonnen haben will. Es gäbe dort kein gelagertes Material, hieß es im Gemeinderat. Mitglied Hans Kirschbaum (RF) wandte ein, dass wahrscheinlich die abgeholzten Stämme am Bahndamm von der Behörde mit Lagermaterial verwechselt worden seien. Ein Blick vor Ort, so Kirschbaum, hätte Verwechslungen vermieden.

Die Untere Naturschutzbehörde verlangte eine Abstimmung über die Pflege der Ausgleichsfläche. Dies konnte zugesagt werden.

Forderung sorgt für Verwirrung

Der letzte Punkt sorgte für Verwirrung. Es wurden Schutzmaßnahmen während der Bauzeit für das Bürogebäude gefordert. Hierzu wies Bürgermeister Daniel Wendrock (parteilos) darauf hin, es gibt bereits einen zwei Meter hohen Zaun aus Doppelstabmatten. Die Höhere Landesplanungsbehörde bei der Regierung von Oberbayern wollte in die Planung mit aufgenommen haben, dass kein Einzelhandel im geänderten Bebauungsplanbereich möglich sei dürfe. Dies wird dem Bauherrn mitgeteilt.

Das könnte Sie auch interessieren: Neue Rotter Schule wird barrierefrei: Nur wie?

Die Bauleitplanung vom Landratsamt hatte vor allem redaktionelle Änderungswünsche. Das Wasserwirtschaftsamt wies auf Starkniederschläge hin, so soll die Rohfußbodenoberkannte mindesten 25 Zentimeter höher über der höchsten Geländeroberkante liegen.

Die DB Services Immobilien Verwaltung wollte eine mögliche Vergrößerung der Bahnunterführung nicht behindert wissen. Hierzu wies Huber hin, dass die nächstgelegene Baugrenze 45 Meter von den Gleisen und 14 Meter von dem Bahngelände entfernt ist.

Lesen Sie auch: Straße von Meiling nach Arbing: Gemeinde Rott hat die Notbremse bei Asphaltierung gezogen

Ziel: Baugenehmigung bis Ende des Jahres

Nachdem alle Anregungen und Einwände behandelt worden waren, beschloss der Gemeinderat einstimmig die Genehmigungsfreistellung für den Neubau des Bürogebäudes sowie eines Abstell- und Lagerhauses. Bürgermeister Wendrock hätte der Firma FlourTex bis Jahresende nach eigenen Angaben gerne die Baugenehmigung zugestellt.

Kommentare