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AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Bauwillige scharren in St. Wolfgang mit der Schaufel

Den ersten Spatenstich können einige Bauwillige aus Schönbrunn kaum noch erwarten. Ein vorzeitiger Baubeginn hänge vom Fortschritt der Erschließung ab, so Verwaltungsleiter Christian Miksch.
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Den ersten Spatenstich können einige Bauwillige aus Schönbrunn kaum noch erwarten. Ein vorzeitiger Baubeginn hänge vom Fortschritt der Erschließung ab, so Verwaltungsleiter Christian Miksch.
  • VonHermann Weingartner
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Der Bebauungsplan „Schönbrunn-Notzing“ schreitet voran. In der Gemeinde St. Wolfgang steht jetzt seine erneute Auslegung bevor. So mancher Bauwillige kann den Beginn der Arbeiten kaum noch abwarten. Doch bis dahin gibt es noch einiges zu regeln.

St. Wolfgang– Es geht weiter vorwärts im Bauleitverfahren für das neue Wohnbauprojekt am Ortsrand von Schönbrunn mit insgesamt 14 Parzellen für Einzelhäuser. Der Bauausschuss des St. Wolfganger Gemeinderates hat nach der ersten Runde der Öffentlichkeitsbeteiligung Bedenken in Stellungnahmen von Behörden abgewogen und Änderungen im Bebauungsplan Schönbrunn-Notzing aufgenommen. Am Ende wurde einstimmig eine erneute Auslegung des Bebauungsplanes „Schönbrunn-Notzing“ beschlossen.

Behörde kritisiert „Nichtanbindung“

Die Regierung von Oberbayern fordert allgemein in Bauleitverfahren, dass laut Landesentwicklungsprogramm (LEP) eine Zersiedelung der Landschaft sowie ungegliederte, insbesondere bandartige Siedlungsstruktur vermieden werden solle. Vielmehr sollen in Siedlungsgebieten vorhandene Potenziale der Innenentwicklung vorrangig genutzt werden. Und neue Siedlungsflächen sind möglichst in Anbindung an geeignete Siedlungsbereiche auszuweisen. In ihrer Stellungnahme kritisierte die Behörde zu dem Sachverhalt, dass die geplante Wohnbebauung bei Notzing etwa 130 Meter entfernt vom baulichen Ortsbestand Schönbrunn liege sowie auch zum südöstlich gelegenen, neuen Bürgerhaus ein deutlicher Abstand bestehe.

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Vorsorglich wurde angemerkt, dass eine rein planerische Anbindung nicht den Zielvorgaben des LEP gerecht werde. Eine Anbindung könne nur an bereits existierende städtebauliche Gegebenheiten erfolgen, erklärte die Behörde. Daher sei aus landesplanerischer Sicht festzustellen, dass das geplante Wohngebiet Schönbrunn-Notzing derzeit nicht an eine geeignete Siedlungseinheit angebunden sei.

Keine weiteren Potenziale für Bau

Die Bauleitpläne seien somit den Zielen der Raumordnung anzupassen. Weiter monierte die Behörde, dass sich auch aus städtebaulicher Sicht bei separater Betrachtung des Bebauungsplanes, vor allem den Ortsrand betreffend, sehr unbefriedigende Situationen ergäben. Nach derzeitigem Kenntnisstand stehe die Planung noch den Erfordernissen der Raumordnung entgegen.

Die Bauleitplanung sei gewissenhaft untersucht und soweit als möglich berücksichtigt worden, so die einstimmige Abwägung im Bauausschuss. Dabei sei festzustellen, dass es neben der nun ausgearbeiteten Baugebietsausweisung derzeit keine anderweitigen Entwicklungspotenziale für Wohnbebauungen in Schönbrunn gebe. Dieses sei der Regierung von Oberbayern bereits im Januar schriftlich mitgeteilt worden samt Begründung und detaillierter Erläuterung, erklärte Verwaltungsleiter Christian Miksch. Eine Voreinschätzung der Behörde liege zwischenzeitlich vor, womit der Nachweis der notwendigen Entwicklung ausreichend erbracht sei.

Um die Angebundenheit des Baugebietes an die bestehende Bebauung noch besser darzustellen, hat der Bauausschuss den Geltungsbereich des Bebauungsplanes auf die Fläche für Spiel und Sport im Bereich südlich unterhalb des Bürgerhauses als allgemeine Bedarfsfläche erweitert. Weiter kam zur Abwägung, dass ein konkreter örtlicher Wohnraumbedarf in Schönbrunn im Vorfeld zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. Ein entsprechender Vermerk wurde mit Bedarfsnachweis in die Begründung aufgenommen.

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In der Abwägung hat der Bauausschuss auch beschlossen, dass entgegen der vorliegenden Berechnungsmethode die Ortsrandeingrünung nicht auf die Ausgleichsfläche angerechnet werden soll. Die anzulegende Ausgleichsfläche muss damit vergrößert werden. Geplant werden soll auch ein kleines Gewerbegebiet im Bereich des neuen Wohnbaugebietes südlich unterhalb des Bürgerhauses. Für das Gewerbe bestehe konkreter Bedarf von zwei ortsansässigen Betrieben, so Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW). Die Bauleitplanung für das Gewerbegebiet befinde sich bereits in Vorbereitung und soll direkt nach Realisierung des Wohngebietes durchgeführt werden.

Klargestellt wurde nochmals, dass das Bauvolumen der Häuser, Erdgeschoss plus einem Obergeschoss, nicht überschritten werden darf. Zudem soll an der Hanglage der Keller nicht ganz als Vollgeschoss sichtbar sein. Abgelehnt wurden Stützwände mit zwei Metern Höhe. Zulässig sind Mauern bis einem Meter.

Erst die Erschließung dann der Baubeginn

Einige Bauwillige aus Schönbrunn wollen möglichst bald mit dem Bau ihres Eigenheimes beginnen. Ein vorzeitiger Baubeginn hänge vom Fortschritt der Erschließung ab, so Verwaltungsleiter Christian Miksch. Die Erschießungsstraße aus dem Wohngebiet müsse bis zur Einmündung in die ED 21 mindestens zwanzig Meter hergestellt, fordere das Straßenbauamt zwingend. Es gebe einen Erschließungsplan, wie aber nötige Baumaßnahmen zeitlich erfolgen sollen, sei im Hinblick auf einen vorzeitigen Baubeginn noch offen.

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