Bauvorhaben in Kerschdorf: Eiselfinger Gemeinderat befürchtet Parkprobleme

Diese alte Hofstelle an der Thalhammer Straße in Kerschdorf, ziemlich genau in der Ortsmitte und gegenüber der dörflichen Gastwirtschaft, wird momentan noch von einigen wenigen Arbeitern bewohnt. Dem Neubau zweier Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen und Tiefgarage würde das Gebäude jedoch weichen müssen.
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Diese alte Hofstelle an der Thalhammer Straße in Kerschdorf, ziemlich genau in der Ortsmitte und gegenüber der dörflichen Gastwirtschaft, wird momentan noch von einigen wenigen Arbeitern bewohnt. Dem Neubau zweier Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen und Tiefgarage würde das Gebäude jedoch weichen müssen.

Ein Wohnungsbauunternehmer aus dem Gemeindegebiet Eiselfing plant an der Thalhamer Straße in Kerschdorf zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen und einer Tiefgarage mit 19 Stellplätzen. Doch der Gemeinderat befürchtet Parkplatzprobleme und lehnte das Bauvorhaben ab.

Eiselfing –Im Jahr 2018 hatte der Bauwerber bereits eine grundsätzliche Zustimmung von der Gemeinde erhalten. In seiner Augustsitzung hatte das Ratsgremium jetzt über einen konkreten Bauantrag zu beraten.

Probleme mit Tiefgarage

Eine umfassende Diskussion entwickelte sich am Ratstisch über die vorgesehenen oberirdischen fünf Stellplätze. „Ich habe wegen der zentralen und massiven Verbauung von Kerschdorf und der damit verbundenen Parkerei Bedenken“, sagte Sepp Pauker (UWE). „Besonders dann, wenn es sich um Kleinbusse oder ähnliche Fahrzeuge handelt.“

Irmgard Inninger (UWE) sieht mit der Bebauung den „dörflichen Charakter“ gefährdet. Rupert Reininger (UWE) wollte wissen, „wo bleiben denn die Grünflächen?“

Der Bauwerber, selbst Mitglied des Gemeinderats, stellte zu diesen Aussagen fest, dass in der Tiefgarage nur Pkw Platz finden werden. „Und richtig ist auch, dass bei der Planung die baulichen Möglichkeiten ausgenutzt wurden.“

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Für Manuel Latein (UWE) ist damit klar „dass die vorhandenen Tiefgaragenplätze nicht genutzt werden und Kerschdorf dann halt oberflächlich zugeparkt wird. Zumal die Zufahrt zur Tiefgarage ziemlich eng ausschaut“. In der Beratung wurde zudem eine Parküberwachung vorgeschlagen. „Das ist keine Lösung“, kritisierte Michael Maier (CSU).

Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne/SPD) erinnerte daran, dass der vorherige Gemeinderat mehrheitlich beschlossen hatte, keine externe Verkehrsüberwachung im Eiselfinger Gemeindegebiet zuzulassen. „Da müssten wir erst diesen Beschluss wieder aufheben“.

Nur eine Stimme dafür

Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat gegen das Bauvorhaben. Lediglich Helmut Stadler (Grüne/SPD) war für den Antrag. Der Bauwerber selbst war bei der Abstimmung nicht stimmberechtigt.

Amtsleiter Oskar Pircher informierte darüber, dass der Bauantrag trotz der mehrheitlichen Ablehnung entsprechend dem üblichen Verfahren an das Landratsamt weitergeleitet werden muss. „Die Gemeinde wird dem Landratsamt dabei ihre Bedenken mitteilen und auf eine Reduzierung des Baus in Bezug auf die Parksituation in Kerschdorf hinweisen“, fügte der Bürgermeister noch an. In diesem Zusammenhang werde die Gemeinde zeitnah auch das persönliche Gespräch mit dem Bauwerber suchen. bua

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