Bauvorgaben im Gewerbegebiet Griesstätt erleichtern flexiblere Planung

Eine längsgerichtete Bauweise im Verhältnis 1,5 zu 1,0oder schlanker muss eingehalten werden; die Gebäude dürfen auch über 50 Meter lang werden. RE
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Eine längsgerichtete Bauweise im Verhältnis 1,5 zu 1,0oder schlanker muss eingehalten werden; die Gebäude dürfen auch über 50 Meter lang werden. RE

Griesstätt. – Erneut beschäftigte das „Gewerbegebiet Klosterfeld“ den Gemeinderat.

Diesmal ging es um die Aufstellung des Bebauungsplans mit integrierter Grünordnung und um die Behandlung der Stellungnahmen aus der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung.

Billigungs- und Satzungsbeschluss erfolgten ohne Diskussion einstimmig. Aufgrund von einigen Planänderungen wird allerdings eine erneute verkürzte Beteiligung der betroffenen Bürger und Behörden durchgeführt, die noch im Mai abgeschlossen sein sollte.

Vor allem vonseiten des Landratsamts wurden Abwägungsvorschläge eingebracht. So können jetzt Vorgaben zu Gebäudelängen im Rahmen „abweichender Bauweise“ getroffen werden. Damit werden auch die für eine gewerbliche Nutzung nötigen, groß dimensionierten Gebäude zulässig sein. Eine rechteckige, beziehungsweise längsgerichtete Bauweise im Verhältnis 1,5 zu 1,0 oder schlanker muss aber eingehalten werden. Damit soll erreicht werden, dass eine aus städtebaulicher Sicht anzustrebende Gliederung der Bebauung gegeben ist. Auch wäre mehr Flexibilität erreicht, und künftige Befreiungsanträge könnten vermieden werden.

Zulässig sind damit Einzelhäuser im Sinne einer offenen Bauweise auch mit Gebäudelängen über 50 Metern innerhalb der gegebenen Baugrenzen.

Wegen der Hanglage und der damit verbundenen möglichen Aufschüttungen und Abgrabungen, der noch nicht genau feststehenden Lage und Größe der künftigen Gebäude sowie der Grundstücksgrenzen wurde vom Landratsamt empfohlen, bei Änderungen oder Ergänzungen der Planungen sollte erneut eine Beteiligung der betroffenen Öffentlichkeit und Behörden erfolgen.

Diese erfolgt nun auch in verkürztem Verfahren, da neu festgelegt wurde, dass Stützmauern bis zu einer Höhe von maximal 2,5 Metern ab Oberkante des natürlichen Geländes ausschließlich in Natursteinmauerwerk zulässig sein sollen. Höhere Geländevorsprünge sind innerhalb der Grundstücke durch Gefälle oder Böschungen mit einem horizontalen Versatz von mindestens einem Meter zu überbrücken. Auch außerhalb der Baugrenzen sind Stützmauern zulässig, nicht aber in der vorgesehenen fünf Meter breiten Ortsrandeingrünung.

Hierzu hatte auch die Untere Naturschutzbehörde eine Stellungnahme abgegeben, da ursprünglich ein Standardmaß von zehn Metern als Mindestbreite der Begrünung zur freien Landschaft hin angesehen wurde. Da aber im Bereich Klosterfeld als längerfristiges Ziel eine moderate und bedarfsgerechte Erweiterung des Gewerbegebietes in Richtung Norden und Westen denkbar wäre, werden nun die geplanten fünf Meter nicht als endgültige Ortsrandeingrünung gesehen, sondern für eine spätere Durchgrünung des Baugebietes als ausreichend erachtet.

Zudem lässt sich die Lage der Pflanzstreifen erst nach Festlegung der tatsächlichen Grundstücksgrenzen ermitteln. Daraus ergibt sich der Beschluss des Gemeinderates, die Grünstreifen nicht zeichnerisch im Plan darzustellen.

Auf dem Ausgleichsflächenplan wird festgehalten, dass die dargestellte Fläche von 3975 Quadratmetern bei einem Faktor von 1,2 einer erforderlichen Ausgleichfläche von 4770 Quadratmetern entspricht. kr

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