Bauhof Gars soll Gerät zur Unkrautbekämpfung bekommen

Bauhofleiter Martin Wolf aus Neumarkt-St. Veit (in Warnweste) zeigte dem Bau – und Umweltausschuss im Garser Friedhof das Gerät zur Unkrautbekämpfung.
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Bauhofleiter Martin Wolf aus Neumarkt-St. Veit (in Warnweste) zeigte dem Bau – und Umweltausschuss im Garser Friedhof das Gerät zur Unkrautbekämpfung.

Der Garser Bau – und Umweltausschuss war über die Notwendigkeit der Anschaffung eines Geräts zur Unkrautbekämpfung für den Bauhof informiert worden.

Von Bruno Münch

Gars – Es soll im Friedhof und auf Gehwegen im Gemeindebereich zum Einsatz kommen und ohne chemische Mittel arbeiten.

Heißer Schaum tötet Unkraut ab

Während eines Ortstermins im Garser Friedhof führte Martin Wolf, Leiter des Bauhofs von Neumarkt St. Veit, dem Gremium ein bei sich eingesetztes Spezialfahrzeug vor und gab Beispiele für dessen Arbeitsweise auf umweltverträglicher Basis. In einem großen Flüssigkeitsbehälter des Trägerfahrzeugs wird Kokosschaum erhitzt. Variable Sprühvorrichtungen bringen den heißen Schaum mit einer Temperatur von circa 100 Grad auf die zu beseitigenden Pflanzen auf. Deren Wurzeln werden bis zu der Tiefe, in die der Kokosschaum mit mindestens 43 Grad gelangt, abgetötet.

Gemeinsame Sache mit Unterreit?

Tiefer reichende Pflanzenwurzeln können sich regenerieren. Nach einer Einwirkungszeit werden die Pflanzen braun und sterben ab. Ihre Überreste lassen sich zum Beispiel mit einer Kehrmaschine beseitigen.

Geschäftsstellenleiterin Lieselotte Oberbauer informierte das Gremium darüber, dass für die Anschaffung eines Geräts zur Unkrautbekämpfung im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit bis zu 85 Prozent Fördermittel beantragt werden könnten.

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Ein gemeinsamer Erwerb, etwa mit der Gemeinde Unterreit, böte sich an. Anschaffungs- und laufende Unterhaltskosten müssten dann nach einem noch festzulegenden Schlüssel aufgeteilt werden. Nachgewiesen werden müsse dann auch, dass durch die Zusammenarbeit mindestens 15 Prozent Sach- und Personalkosten eingespart würden. Da mit circa 51.000 Euro Anschaffungskosten zu rechnen sei, könnten die Fördermittel knapp 44.000 Euro betragen.

Das Gremium beschloss einhellig, die Anschaffung im Rahmen der finanziellen Förderung ins Auge zu fassen und dazu zunächst weitere Angebote einzuholen, um die vergaberechtlichen Vorschriften zu erfüllen.

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