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Gemeinde vermeldet Rekordhaushalt

Baugebiet, Straßenbau und Kita: Amerang plant große Investitionen

An diese Stelle soll die Ameranger Spange realisiert werden.
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An diese Stelle soll die Ameranger Spange realisiert werden.
  • VonChrista Auer
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Die Gemeinde Amerang vermeldet einen Rekordhaushalt. Fast zwanzig Millionen Euro Gesamtvolumen errechnete Kämmerer Anton Görgmayr.

Amerang – Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 19,9 Millionen Euro sowie die Finanzplanung 2021 bis 2025 und den Stellenplan. „Bereits seit Jahren verfügt die Gemeinde Amerang über eine gute finanzielle Basis“, stellte Bürgermeister Konrad Linner bei den aktuellen Haushaltsplanungen fest. Das ermögliche seit Jahren die Möglichkeit zu großen nachhaltigen Investitionen in die Infrastruktur.

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Die gemeindliche Umlagekraft läge in diesem Jahr mit rund 1.640 Euro pro Einwohner überdurchschnittlich hoch und auch für die kommenden Jahre sei mit einer soliden Finanzlage zu rechnen. 2021 sei ein sehr gutes Jahr gewesen, sagte Kämmerer Anton Görgmayr im Rahmen der Haushaltsberatung. Insgesamt zeichne sich hauptsächlich aufgrund der hohen Steuereinnahmen im Vermögenshaushalt ein Überschuss in Höhe von 1,8 Millionen Euro ab, der der allgemeinen Rücklage zugeführt werden könne.

Gemeinde hat große Investitionen vor

Der Rücklagenstand beträgt demnach zum 31.12.2021 voraussichtlich 3,37 Millionen Euro, die Verschuldung 2,79 Millionen Euro. Für heuer wurde nun ein Rekordhaushalt verabschiedet, denn die Gemeinde hat große Investitionen vor der Brust. Vom Gesamtvolumen mit 19,9 Millionen Euro entfallen 9,5 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt und 10,4 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt.

Damit haben sich die beiden Haushaltssparten im Vergleich zum Vorjahr um 934.600 Euro bzw. 2.913.500 Euro maßgeblich erhöht. Im Verwaltungshaushalt wurden, laut Kämmerer die Ansätze weitgehend aus den Vorjahren fortgeschrieben und anhand der Orientierungswerte des Landesamtes für Statistik ermittelt. Die Gewerbesteuer mit rund 3 Millionen Euro und die Einkommensteuerbeteiligung mit rund 2,6 Millionen Euro sowie die Personalkostenzuweisung Kita mit rund 770.000 Euro und die Grundsteuer B mit rund 400.000 Euro sind die wesentlichen Ansätze auf der Einnahmenseite im Verwaltungshaushalt.

Dem gegenüber steht die Kreisumlage, die mit rund 2,7 Millionen Euro, etwa 30 Prozent der Ausgaben ausmacht. Weitere wesentliche Positionen sind die Personalkostenzuweisung Kita mit rund 1,4 Millionen Euro, die Schulumlage (Grund- und Mittelschule) mit insgesamt rund 368.000 Euro und die Gewerbesteuerumlage mit 455.000 Euro.

Am Jahresende ist eine Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 298.400 Euro geplant. Im Vermögenshaushalt sieht der Haushaltsansatz bei den wesentlichen Einnahmen rund 2,25 Millionen Euro Fördermittel für den Breitbandausbau, rund 3,2 Millionen Euro aus Grundstücksverkäufen und etwa 2,5 Millionen Euro aus Erschließungsbeiträgen vor.

Erschließung des Baugebiets Kammer

Auf der Ausgabenseite stehen laut Görgmayr große Projekte. Die Erschließung des Baugebietes Kammer und Errichtung der Verbindungsstraße Am Kroit – Frabertshamer Straße stünden dabei im Fokus. Für die Neuerrichtung der Kindertagesstätte und das Baugebiet sollen die planerischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Die Kostenberechnung für die Spange beträgt rund 2 Millionen Euro. Im Haushaltsplan 2022 sind Baukosten in Höhe von 1,7 Millionen veranschlagt. Die Erschließung des Baugebiets Kammer wurde mit 2,2 Millionen geschätzt. Eine finale Kostenberechnung werde erst im Laufe des ersten Quartals vorliegen, sagte der Kämmerer. Im Haushaltsplan sind für den Straßenbau zunächst 900.000 Euro vorgesehen. Für die zentrale Heizanlage wurden ebenfalls anteilig Ausgabemittel in Höhe von insgesamt 560.000 Euro eingestellt. Nach derzeitigem Stand geht die Kämmerei davon aus, dass dementsprechende Einnahmen aus Baukostenzuschüssen generiert werden.

2,8 Millionen für Breitbandausbau

Für die finanzielle Abwicklung des Breitbandausbaus sind 2,8 Millionen Euro aufzubringen. Damit überschreiten die Ausgaben die Einnahmen des Vermögenshaushalts und es muss eine Rücklagenentnahme von etwa 585.000 Euro erfolgen. Am Ende des Haushaltsjahres 2022 wird die allgemeine Rücklage dann laut Kämmerer etwa 2,8 Millionen Euro betragen.

Eine Kreditaufnahme ist nicht erforderlich, sodass der Schuldenstand nach erfolgter planmäßiger Tilgung zum 31.12.2022 bei 2,5 Mio. liegen dürfte. Neben dem aktuellen Haushaltsplan beschloss der Gemeinderat einstimmig die Finanzplanung für den Zeitraum 2023 bis 2025, die ebenfalls von großer Bedeutung ist, weil die beschriebenen Großprojekte sicherlich nicht innerhalb eines Jahres abgeschlossen seien, sagte Görgmayr. Folglich seien für die Erschließung des Baugebiets Kammer, die Spange zur Frabertshamer Straße und besonders für den Neubau der Kindertagesstätte Amerang und auch für die Kanalsanierung wesentliche Ausgabeansätzen in den Finanzplanungsjahren vorgesehen. Zudem segnete der Gemeinderat auch einstimmig den Stellenplan ab. Dieser sieht 25 Mitarbeiter – neun davon im Bauhof – und eine Ausbildungsstelle vor.

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