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Reges Marktgeschehen

Frisch, saisonal und direkt vor Ort: Der Bauernmarkt in Gars hat sich etabliert

Initiatorin Stephanie Mangstl (rechts) mit Sohn Laurenz und Beisitzerin Evi Fischer.
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Initiatorin Stephanie Mangstl (rechts) mit Sohn Laurenz und Beisitzerin Evi Fischer.

Der Bauernmarkt in Gars feiert einjähriges Bestehen. Wie die Idee dazu entstand, welcher Aufwand dahinter steckt und wie die Garser das Angebot annehmen, erzählt Initiatorin Stephanie Mangstl.

Von Anja Leitner

Gars Frisch, saisonal und direkt vor Ort einkaufen: das können die Garser Bürger seit einem Jahr auf dem Bauernmarkt im Marktplatz. Initiatorin und Schatzmeisterin des Bauernmarktvereins Stephanie Mangstl hatte vor einem Jahr die Idee dazu. „Ich war oft in Haag auf dem Markt und habe mir gedacht: Das müsste man doch auch in Gars hinbekommen“, erzählt die gebürtige Kirchdorferin, die jetzt in Gars wohnt.

Bei den Bürgern kommt der Bauernmarkt gut an

Der Unterschied zu anderen Märkten: Normalerweise kommen Erzeuger und Verkäufer zusammen, um einen Markt zu organisieren. In Gars wollten die Konsumenten einen Markt und haben ihn selbst auf die Beine gestellt.

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„Es war wirklich viel Arbeit. Ich habe mich auf die Suche nach Leuten gemacht und ein Treffen veranstaltet. 30 Leute haben sich gemeldet, die mithelfen und auf dem Bauernmarkt ihre Waren anbieten wollten“, so Mangstl, „anfangs haben wir bis zu zwei Stunden die Stände aufgebaut. Alle haben mitgeholfen. Mittlerweile haben wir einen Wagen, den brauchen wir nur noch herziehen“, berichtet die 37-Jährige. Die anfänglichen Hürden überwunden, sei der erste Bauernmarkt toll angelaufen. Viele Bürger hätten vorbeigeschaut, um sich selbst ein Bild darüber zu machen, was alles angeboten wird. „Die Bürger finden, dass der Bauernmarkt eine gute Sache ist und wollen uns unterstützen“, so die Schatzmeisterin.

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Mittlerweile ist der Kundenandrang deutlich geschrumpft. „Wir haben um die 50 Stammkunden, die uns treu sind und das Angebot annehmen, darüber freuen wir uns sehr“, so die dreifache Mutter. Geschrumpft ist auch die Anzahl der Stände, es gibt einen Gemüsestand und den Wagen auf Rädern.

Kunden legen Wert auf Regionalität und Bio

Darüber ist auch Angelika Robeda aus München erstaunt, die ihre Kinder in Haiden besucht hat und das erste Mal auf dem Bauernmarkt in Gars war: „Ich bin schon überrascht, wie klein der Markt ist. Ich hatte ihn mir größer vorgestellt“, erzählt die Münchnerin, „trotzdem habe ich alles bekommen. Ich will was Gescheites aus der Region – das ist mir wichtig und das unterstütze ich.“

So sieht das auch Juliane Leitner aus Mittergars. Sie ist von Anfang an treue Kundin und legt Wert auf Regionalität und Bio. „Ich möchte lokale Hersteller unterstützen und so kann ich die Zwischenvermarktung vermeiden. Das heißt, jeder Cent kommt beim Erzeuger an.“

Karotten, Zwiebeln, Weißkraut und frische Kräuter – alles Bio

Erzeugern wie Monika Emmerer aus Fraham bei Aschau am Inn. Sie betreibt den Gemüsestand. Bei ihr gibt es alles, was die Saison zu bieten hat: Karotten, Zwiebeln, Weißkraut und frische Kräuter – alles Bio. Gemeinsam mit ihrem Mann Johann und Sohn Matthias unterhält sie ihren Biohof.

Monika Emmerer verkauft Gemüse am Bauernmarkt in Gars.

Erst vergangenes Jahr hat die Familie beruflich umgesattelt – von der Milchviehwirtschaft zum Gemüseanbau. „Der Umstieg von Anbindehaltung zum Laufstall hätte immense Kosten verursacht. So haben wir uns für Gemüseanbau entschieden. Mein Sohn hat die Landwirtschaft federführend übernommen. Dass gerade zu der Zeit auch der Bauernmarkt gestartet ist, war für uns ein Glücksfall“, erzählt Emmerer. So konnte die Familie ihre Waren direkt an den Mann bringen.

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Von Anfang an mit dabei ist auch Evi Fischer aus Unterreit – Postbotin im Ruhestand und Beisitzerin im Bauernmarktverein. Durch eine ehemalige Kundin hat sie vom Bauernmarkt erfahren und ihre Hilfe angeboten. Sie stellt Eierlikör, Marmeladen und Strickwaren selbst her. Ebenfalls sind der erste Vorsitzende Franz Eisgruber, zweiter Vorsitzender Martin Rott und Schriftführerin Annette Ackermann seit der ersten Stunde mit von der Partie. „Alles aus Gars – das ist doch ein Traum“, schwärmt Ackermann, die in Wang ihren Biohof betreibt, „ein paar Stände mehr wären schön, aber wir freuen uns sehr über unsere treuen Stammkunden.“

Verein will auch Adventsmarkt organisieren

Zu denen gehört auch Bürgermeister Robert Otter, der sich auf dem Markt die frisch gebackenen Hauberlinge schmecken lässt. Als Stephanie Mangstl mit der Idee eines Bauernmarktes zu ihm kam, war er sofort begeistert. Die Gemeinde unterstützt den Verein, wo sie kann und stellt unter anderem alle zwei Wochen den Marktplatz zur Verfügung

Geplant ist für den 4. Dezember auch ein Adventsmarkt, den die Mitglieder des Bauernmarktvereins organisieren. Es hätten sich schon einige Aussteller gemeldet, die mitmachen wollen, so Mangstl. Wer Interesse hat, sich am Bauernmarkt oder am Adventsmarkt zu beteiligen, kann sich per Email melden an bauernmarktgars@web.de

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