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BILDREICHES HÖFEBUCH DER HEIMATFREUNDE OBING

„Bauernhöfe und Sacherl in der Gemeinde Obing“ ist erschienen

Das Bild der Berndlfamilie entstand um 1914 und ist im Höfebuch zu finden. RE
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Das Bild der Berndlfamilie entstand um 1914 und ist im Höfebuch zu finden.
  • VonInge Graichen
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Die Heimatfreunde Obing haben ein umfangreiches Buch über Bauernhöfe und Sacherl in der Gemeinde Obing zusammengestellt. Auf 280 Seiten bietet es einen Überblick über 240 große sowie kleine Anwesen. Grundlage für die Texte zu den Höfen sind die Beschreibungen in der Chronik von Walter Mayer „De Obinga im Laufe der Zeit“.

Obing – Anderl Grill hat alle Höfe besucht und etwa 2000 Bilder geschossen. Falls vorhanden sollen auch alte Bilder der Höfe gezeigt werden. Ludwig Bürger hat die Texte überarbeitet und dabei die Ergänzungen der einzelnen Hofbesitzer einbezogen.

Im Vorspann geht es darum, warum und wie Hofnamen entstanden sind. Diese waren notwendig, um ein Anwesen eindeutig zu definieren in einer Zeit, als es noch keine Grundbücher und Hausnummern gab. Das war wichtig, um Rechte, Besitz, Lehen, Dienstleute und Hörige eindeutig zuordnen zu können sowie für den Einzug von Steuern und bei der Aufforderung, Leistungen für den Grundherrn oder Landesherrn zu erbringen. Namengebend waren oft die Rufnamen der Besitzer oder deren Kurzform, aber auch der Zuerwerb. Namen von Bewohnern gehen auf Häuser über und deren Namen wieder zurück auf die Bewohner.

Hofnamen haben unterschiedliche Ursprünge

Der Hofname kann auch von der Lage abgeleitet sein wie bei Westner oder Mitter und wurden Güter geteilt oder errichteten Kinder des Stammhauses eigene Häuser in derselben Ortschaft, erhielten diese eigene Namen. Als Beispiel hierfür kann Größenberg dienen, wo es einen Hanslgröss und einen Wolfgröss gibt. Bei der Teilung des Hofes bekamen die Söhne Hans und Wolfgang je einen Teil.

Ebenfalls erläutert werden in dem Höfebuch die Fachbegriffe, die in den Beschreibungen auf den Hoftafeln zu finden sind: Steuerdistrikt, Obmannschaft, Leibeigenschaft, Lehnswesen und Freistift. Besonders interessant ist das Hoffußsystem, das auch oft zur Namensgebung beigetragen hat. So war beispielsweise der Maier ein Ganzhof und der Huber ein Halbhof.

Bilder zeigen Landwirtschaft damals

Am Ende des Buches dokumentieren fünf Seiten mit alten Fotografien die Arbeiten auf den Bauernhöfen in früheren Zeiten. Bei der Heu- und Getreideernte, auf dem Acker, Bauern und ihre Tiere, beim Dreschen, beim Dengeln, beim Schnoatn und vieles mehr. Die Bilder belegen, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft groß ist. Das gilt auch für die Landwirtschaft in der Gemeinde Obing. Sehr viele haben ganz aufgehört, einige betreiben ihre Höfe nur noch im Nebenerwerb. Für alle gilt allerdings, dass das Personal sich meist auf Familienangehörige reduziert hat und Arbeiten von Maschinenringen übernommen werden.

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So vermittelt das Höfebuch dem heimatgeschichtlich Interessierten einen Einblick in die Obinger Ortsgeschichte über viele Generationen hinweg und besonders in die einschneidenden Veränderungen in den vergangenen Jahrzehnten.

Das Höfebuch gibt es in der Tourist-Info in der Gemeindeverwaltung Obing sowie im Heimatmuseum Obing. Das Heimatmuseum hat jeweils dienstags und während der Ausstellung „Handel und Handwerk in Obing im Wandel der Zeit“ am zweiten Sonntag des Monats, jeweils 14 bis 17 Uhr, geöffnet.

Das Buch kann außerdem bei Ludwig Bürger unter Telefon 08624/876913 oder E-Mail hf-obing@gmx.de bestellt werden.

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