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AUS DEM GEMEINDERAT

Bauen im Eiselfinger Ortsteil Freiham: Regierung sieht es nicht gerne

Am südlichen Ortsende von Freiham in Richtung Griesstätt möchten Ortsansässige gerne bauen. Die Regierung von Oberbayern sieht das momentan noch etwas anders und kritisch.
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Am südlichen Ortsende von Freiham in Richtung Griesstätt möchten Ortsansässige gerne bauen. Die Regierung von Oberbayern sieht das momentan noch etwas anders und kritisch.

Einheimische wollen in Freiham gerne bauen. Doch die Regierung von Oberbayern hat eine kritische Stellungnahme zum Vorhaben abgegeben.

Eiselfing – Die Regierung von Oberbayern sieht eine bauliche Entwicklung im Eiselfinger Ortsteil Freiham kritisch. Der Gemeinderat nahm die Stellungnahme ohne Beschluss zur Kenntnis.

Einheimische würden gerne bauen

Im Weiler Freiham haben mehrere ortsansässige Bürgern Bauwünsche. Konkret sind sechs Bauparzellen im Süden und zwei im Nordwesten mit einer Gesamtgröße von etwa 0,55 Hektar geplant. Die vorgesehenen Grundstücksgrößen liegen dabei zwischen 525 und 1.130 Quadratmetern. Der bauliche Bestand von Freiham liegt etwa 2,5 Kilometer vom Ortszentrum des Hauptorts Eiselfing entfernt, umfasst etwa sechs Hektar und ist im rechtswirksamen Flächennutzungsplan der Gemeinde nicht als Baufläche dargestellt.

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Die Regierung bewertet die Bauwünsche folgendermaßen: Gemäß Landesentwicklungsprogramm Bayern sollen eine Zersiedelung der Landschaft und eine ungegliederte, insbesondere bandartige Siedlungsstruktur vermieden werden. Neue Bauflächen seien möglichst in Anbindung an geeignete Siedlungseinheiten auszuweisen. In den Siedlungsgebieten sind die vorhandenen Potenziale der Innenentwicklung möglichst vorrangig zu nutzen. Aus-nahmen seien zulässig, wenn Potenziale der Innenentwicklung nicht zur Verfügung ständen. Die bauliche Entwicklung solle sich auf die Hauptsiedlungsbereiche konzentrieren. Splittersiedlungen seien zu verhindern, so die Regierung in ihrer Stellungnahme.

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Die bestehende Bebauung des Weilers Freiham verfüge grundsätzlich über ein ausreichendes bauliches Gewicht, um als Siedlungsfläche im Flächennutzungsplan dargestellt zu werden, findet die Regierung. Die geplante bauliche Entwicklung in Form von sechs Wohngebäuden im Süden und zwei Wohngebäuden im Nordwesten könne noch als Abrundung des bestehenden Weilers gesehen werden.

Hauptsiedlungsbereich soll in Eiselfing liegen

Dennoch sollte die Planung von Seiten der Gemeinde nochmals kritisch hinterfragt werden, da es sich bei Freiham nicht um einen Hauptsiedlungsbereich der Gemeinde Eiselfing handele und Freiham nicht über die erforderliche Infrastruktur verfüge. Zudem seien im Hauptort Eiselfing noch mindestens sechs Hektar unbebaute, bereits im Flächennutzungsplan als Wohn- oder Mischgebiet dargestellte Flächen vorhanden. Diese sollten im Sinne einer vorrangigen Innenentwicklung sowie unter den Gesichtspunkten des Flächensparens bevorzugt entwickelt werden, findet die Regierung von Oberbayern.

Sorge um Landschaftsbild

Sie weist darauf hin, dass der westliche Planungsbereich gemäß Regionalplan Südostoberbayern im Rand des landschaftlichen Vorbehaltsgebiets „Inntal von Rosenheim bis Wasserburg am Inn“ liege. Hier komme den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege besonderes Gewicht zu. Die Charakteristik der Landschaft solle erhalten werden. Größere Eingriffe müssten vermieden werden. Die Errichtung weiterer Wohngebäude In Freiham wäre mit der unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.

Die beabsichtigte Bauleitplanung für den Weiler Freiham sei wegen der Siedlungsentwicklung kritisch zu sehen. „Wir empfehlen der Gemeinde, die weitere bauliche Entwicklung auf den Hauptort Eiselfing, der über eine angemessene Infrastruktur und ausreichend unbebaute, bereits im Flächennutzungsplan dargestellte Wohnbauflächen verfügt, zu konzentrieren“, so die Regierung abschließend.

Auch Landratsamt sieht Pläne skeptisch

Bei einem Ortstermin mit Vertretern des Landratsamtes Rosenheim wurde eine Entwicklung in Freiham ebenfalls skeptisch gesehen, berichtet Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne). Maximal wäre eventuell eine lockere dörfliche Nachverdichtung innerhalb der bestehenden Bebauung möglich,, habe es geheißen.

Gemeinderat steht Entwicklung in Freiham offen gegenüber

Der Gemeinderat Eiselfing steht einer weiteren Ortsentwicklung in Freiham jedoch grundsätzlich offen gegenüber. Mit den Anliegerinnen und Anliegern, welche sich diesbezüglich ans Gemeindebauamt gewendet hatten, wird jetzt zeitnah ein Gesprächstermin vereinbart. (re)

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