Bauausschuss St. Wolfgang mit Bebauung „Straßberg“ nicht ganz einverstanden

„Es gibt Wohnraumbedarf in St. Wolfgang“, sagt Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW).
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„Es gibt Wohnraumbedarf in St. Wolfgang“, sagt Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW).

Mit der neuen Bebauung „Straßberg“ war der Bauausschuss des St. Wolfganger Gemeinderates nicht ganz einverstanden. Zur Konzeptvorstellung gab es in der ersten Sitzung, die wegen Corona in der Goldachhalle stattfand, Kritik aus dem Gremium.

Von Hermann Weingartner

St. Wolfgang – Die Dichte der geplanten Bebauung erschien einigen Gemeinderäten gegenüber der „allerersten Vorstellung“ jetzt als „zu massiv“. Der Erdinger Investor, die Bayerische Liegenschaften GmbH, plant auf dem rund 10 000 Quadratmeter großen Areal des ehemaligen Sägewerks Schiller neun Einfamilienhäuser und Geschoßwohnungsbau. Bedarf dafür gebe es in St. Wolfgang, sagte Bürgermeister Ullrich Gaigl (FW).

Noch im alten Gemeinderat war Ende 2019 ein Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Straßberg“ gefasst worden. Der Investor plante damals, noch auf rund 7000 Quadratmetern, acht Doppelhaushälften, ein Vier- und Fünfspänner sowie 17 Garagen zu errichten.

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Das wurde vom Gemeinderat noch unterstützt. Inzwischen machte sich der Bauwerber weitere 3000 Quadratmeter im nördlichen Grundstücksanschluss zu eigen. Damit vergrößerte sich das Bauvolumen deutlich.

Von der Bayerischen Liegenschaften GmbH stellten Projektentwickler Manuel Kühn und der geschäftsführende Gesellschafter Maximilian Neumayr ihre Absichten vor. Architekt Reinhard Lindner erläuterte den Entwurf. Der Vorwurf, der Plan sei nur eine Skizze und wenig aussagekräftig, wurde laut. Darauf entgegnete Gesellschafter Neumayr, man stecke ja noch im Anfangsstadium.

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Die Vorstellung sollte Folgendes eruieren: „Wo geht die Reise hin, welche Richtung, was ist möglich.“ Lindner sagte, entsprechend der Erkenntnisse und Stimmung aus dem Bauausschuss, sei nun noch an der Planung zu feilen.

Das längliche Areal wird über eine neue Zufahrt von der B15 erschlossen, welche auch die dort bestehende Bebauung anbindet. Im Süden und Norden sind jeweils zwei unterschiedliche große Wohnblöcke mit drei Geschossen und Tiefgaragen für Geschosswohnungsbau gedacht, erklärte Architekt Lindner. Dazwischen sind neun nebeneinanderliegende Einfamilienhäuser mit einem Obergeschoss sowie Dachgeschoss geplant. Garagen trennen die Häuser.

Lindner wies darauf hin, dass alle Gebäude in der Höhe die Bestandsbebauung nicht überragen. Er sehe auch keine Bedenken bei Optik und städtebaulicher Ansicht der Gesamtbebauung. Neumayr betonte, die Nachverdichtung auf dem Areal sei vertretbar und es sei auch politisch gewolltes Gebot, sparsam mit Grund und Boden umzugehen.

Wie der Gesellschafter weiter erklärte, werde mit der Planung zum Preis von einer Doppelhaushälfte ein Einfamilienhaus zu bekommen sein. Dies sei jetzt ein „ideales“ Konzept.

Das Gremium nahm die Vorstellung zur Kenntnis. Der Investor soll die Anregungen einarbeiten und dann einen Planungsentwurf mit mehr Details präsentieren. hew

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