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Aus dem Gemeinderat

Bauantrag für zwei Funkmasten in Soyen

Keine weitere Netzabdeckung für Soyen. Der Gemeinderat hat sich gegen die beiden Funkmasten entschieden.
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Keine weitere Netzabdeckung für Soyen. Der Gemeinderat hat sich gegen die beiden Funkmasten entschieden.
  • VonMichaela Schneider
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Zwei neue Funkmasten sollen in Soyen gebaut werden, einer in Hannstätt und einer in Kasten-Edlwagen. Das denkt der Gemeinderat darüber.

Soyen – Nachdem die Aufstellung von zwei Mobilfunkmasten schon im Bauausschuss Thema war, stand die weiterführende Diskussion im Mittelpunkt der jüngsten Gemeinderatssitzung. Konkret ging es dabei um die Aufstellung zweier Mobilfunkmasten, im Bereich Hannstätt, mit einer Höhe 50 Metern und im Bereich Kasten-Edlwagen mit einer Höhe von 45 Metern.

Zu Beginn der Diskussion verlas Bürgermeister Thomas Weber (GWS) eine Stellungnahme der ATC Germany Munich GmbH, die den Antrag auf Baugenehmigung bei der Gemeinde Soyen gestellt hatte.

„White-Spots“: Komplette Lücken

Darin verwies die Firma bei der Standortwahl auf ihren Versorgungsauftrag zur flächendeckenden Netzabdeckung. Die Masten könnten nicht nur von einem Netzanbieter genutzt werden, sondern stünden insgesamt drei Anbietern zur Verfügung. Gerade in Soyen sei die Netzabdeckung mangelhaft, bis hin zu kompletten Lücken, sogenannten „White-Spots“, entlang der Bahnstrecke. Durch diese Lücken könnten auch keine Notrufe abgesetzt werden, lautete die Stellungnahme des Unternehmens weiter.

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Außerdem würden die Strahlungswerte genaustens überwacht und die gesetzlichen Grenzwerte auf jeden Fall eingehalten, argumentierte die ATC Germany Munich.

Für Fragen war von der Firma in der Sitzung niemand zugegen. Daran störte sich Peter Müller (BLS). Die Betreiber sollten persönlich auftreten und Stellung beziehen, so Müller. Auf die Gemeinde werde hier Druck ausgeübt, eine Entscheidung zu treffen. Er beantragte, die Entscheidung über den Antrag zu verschieben. Bürgermeister Weber (GWS) wies jedoch darauf hin, dass es eine Frist einzuhalten gebe, bis zu der eine Entscheidung gefallen sein müsse. Ein Verstreichen der Frist bedeute eine automatische Annahme. Der Gemeinderat stimmte deswegen gegen eine Vertagung der Entscheidung.

Ludwig Maier (BLS) führte gesundheitliche Bedenken, wie zum Beispiel durch die vermehrte Strahlung, an. Die Gemeinde habe hier eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Bürgern zu erfüllen. Außerdem bräuchte nur die Industrie 5G, für die Bürger wäre 4G absolut ausreichend.

Neue Technologien immer kritisch

Hans Hinterberger (GWS) verwies auf den ausdrücklichen Wunsch vieler Bürger nach flächendeckender Netzabdeckung. Auch unter den politischen Parteien herrsche Konsens über das Thema Mobilfunk. Das wichtigste Argument sei jedoch, durch die gute Versorgung der Verkehrswege Leben zu retten. Außerdem würden neue Technologien zu Beginn immer kritisch gesehen. In den abschließenden, für beide Masten separat durchgeführten, Abstimmungen stimmten die Gemeinderäte mit 8:5 Stimmen gegen die Aufstellung der Mobilfunkmasten.

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