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Serie: Vereine und ihr Kinder

Basketball bedeutet in Rott für die Kinder mehr als nur Dribbeln und Körbe werfen

Viel Spaß und volle Konzentration sorgen beim Trainingscamp der Rotter Basketballer für begeisterte Teilnehmer.
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Viel Spaß und volle Konzentration sorgen beim Trainingscamp der Rotter Basketballer für begeisterte Teilnehmer.
  • Petra Maier
    VonPetra Maier
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Was macht Basketball für Kinder so besonders und wie setzt sich der ASV Rott für seine jüngsten Teamplayer ein? Wir sprachen darüber mit Abteilungsleiter Martin Schreyer.

Rott – Die Jüngsten dribbeln schon mit fünf Jahren den dicken Basketball durch die Halle und werfen ihn geschickt in den – zugegebenermaßen tiefer gehängten – Basketballkorb. Es sind rund ein Dutzend „Ballkinder“, die hier trainieren, bei der Basketballabteilung des ASV Rott.

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Martin Schreyer ist Abteilungsleiter der Sparte Basketball. Der 45-Jährige ist seit dreißig Jahren beim Verein. Als Jugendlicher kam er selbst über den Schulsport zum Basketball und seitdem lässt ihn diese Sportart nicht mehr los. „Es ist das Schnelle, die Energie, die direkt spürbar ist und natürlich auch der Teamgeist“, versucht er zu beschreiben, was die Kinder hier so begeistert. Inzwischen sind fast 60 Buben und Mädchen bis 14 Jahre im Verein gemeldet – und es werden immer mehr, freut sich Schreyer. Bis zur u18 kommen noch einmal 30 Jugendliche dazu.

Sieben verschiedene Altersklassen

Die Kinder und Jugendlichen spielen in sieben verschiedenen Altersklassen von den „Ballkindern“ über u8, u10, u12, u14; u16 bis u18. Die beiden jüngsten Altersklassen trainieren einmal die Woche zusammen. Ab u10 steht dann schon zweimal die Woche Training auf dem Übungsplan, zusätzlich angereichert mit Spielbetrieb. „Da sind die Kinder Feuer und Flamme“, beschreibt Schreyer. Fünf Spieler sind immer auf dem Feld, 12 gehören zur Mannschaft. Die Spieler können jederzeit während einer Spielunterbrechung ausgetauscht werden. Die Zahl der Wechsel ist nicht begrenzt. „Das macht die Sache so schnell und alle Kinder sind während des ganzen Spiels hoch konzentriert und motiviert, auch wenn sie nicht gleich zu den ersten fünf bei Spielbeginn, den ‚Starting Five‘, gehören“, erklärt Schreyer. Basketball sei selbstverständlich ein Mannschaftssport, aber auch die Leistung jedes einzelnen Spielers komme bei fünf Akteuren pro Team deutlich zum Ausdruck.

Übrigens: Auch wenn es „Mann“schaftssport heißt, in der Rotter Basketballabteilung dominieren bei den Kindern und Jugendlichen momentan die Mädchen. „Wir haben derzeit etwa Zweidrittel Mädchen“, zählt Schreyer zusammen. Aber das sei nicht festgeschrieben und habe sich in den 63 Jahren des Bestehens der Basketballsparte immer wieder geändert.

Ihm selbst sei vor allem wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen viel Spaß haben – auch schon beim Training. Seit kurzem setze man deshalb auf zwei Trainer pro Übungsgruppe. „Das hat sich gut bewährt“, schildert der Abteilungsleiter. Man benötige zwar mehr Trainer – und davon könne man nie genug haben – aber die Kinder würden von dieser Doppelkraft enorm profitieren. Einer der Coaches könne sich beim Training je nach Bedarf entweder um den Neuzugang in der Gruppe kümmern, den Schwächsten besonders fördern oder den Stärksten besonders fordern. Die benötigten Trainer könne der Verein zum großen Teil aus heranwachsendem Nachwuchs rekrutieren, freut sich Schreyer. Die meisten Basketballer würden nämlich eine beständige Treue zum Verein entwickeln. „Sicher“, gibt er zu, „während besonderer Prüfungsphasen in der Schule oder beim Start in die Ausbildung gehe mancher ein wenig vom Gas und pausiere beim Verein. „Doch viele kommen nach dieser anstrengenden Phase auch zu uns zurück und wollen wieder dabei sein – und manche verzichten auch gar nicht auf ihren Sport, den sie als Ausgleich für stressige Kopfarbeit nutzen.“

Respekt und Disziplin werden auch geübt

Als Volltreffer haben sich im Verein auch die Trainingsziele bewiesen, die inzwischen über Jahrzehnte hochgehalten werden: Respekt, Koordination, Teamwork, Technik, Disziplin und Ehrgeiz sind die sechs Eckpfeiler des Vereins. „Wir arbeiten ständig daran, unsere Trainer zu coachen, damit diese Ziele immer im Fokus stehen“, so Schreyer. Basketball sei in Rott eben noch viel mehr als Dribbeln und Körbe werfen. An den Schulen in der Region wirbt der Verein neue Mitglieder. „Wir veranstalten Sommer- und Herbstcamps, auch in Corona-Zeiten, und mit wachsenden Teilnehmerzahlen“, freut sich Schreyer.

„Wir sind nach wie vor eine Randsportart, die zwar an Bekanntheit gewinnt, aber wir müssen trotzdem immer noch aktiv auf die Kinder zugehen“, beschreibt er. Und die Strategie geht auf: „Wer mit dem Basketball-Virus erst einmal infiziert ist, den lässt es nicht mehr los.“

Corona-Regel bis 12. Januar – und dann?

Der Zugang zu Sportstätten und praktischer Sportausbildung in geschlossenen Räumen und Sportveranstaltungen unter freiem Himmel außerhalb der eigenen sportlichen Betätigung darf nur geimpften oder genesenen Personen oder unter 14 Jahre alten Kindern gestattet werden, die zusätzlich über einen Testnachweis verfügen beziehungsweise getesteten Personen gleichgestellt sind (2G plus). Diese Corona-Regelung findet sich auf der Informationsseite des Rosenheimer Landratsamtes und bereitet nicht nur Abteilungsleiter Martin Schreyer von der Basketballabteilung beim ASV Rott Kopfzerbrechen. Die Regel soll bis einschließlich 12. Januar gelten. „Was danach geschieht, steht wohl noch in den Sternen“, vermutet Schreyer. Er fürchtet, dass ein Großteil der Rotter Basketballkinder nicht am Training teilnehmen könnte, wenn diese Regelung auch nach dem 12. Januar weiter gelten sollte. „Das wäre ein weiterer Lockdown für viele ungeimpfte Kinder“, befürchtet er. In der Saison 2020/21 habe man deutlich erkennen können, wie sehr die Kinder ihren Sport vermissen, der sie nicht nur körperlich stärkt, sondern auch in ihrer sozialen Kompetenz“, so der Abteilungsleiter.

„Eine tolle Sportart für Mädchen“: Interview mit Annalena Baumann (9)

Annalena Baumann (9 Jahre)

Seit wann spielst Du Basketball?

Annalena Baumann : Seit zwei Jahren

Wie bist du zum Basketball gekommen?

Annalena: Über ein Feriencamp beim ASV Rott, das war toll und das Training macht mir immer total viel Spaß!

Hast du Vorbilder?

Annalena: Meine Vorbilder sind Rebecca Thoresen und meine beiden Trainerinnen Johanna Mühlhuber und Magdalena Schreyer! Ich spiele gerne Basketball, weil es mir einfach so viel Spaß macht, man sich viel bewegen kann und es eine tolle Sportart für Mädchen ist! Außerdem finde ich es wirklich schön, dass man beim Basketball mit einer Mannschaft zusammen spielen kann!

Seit acht Jahren dabei: Paul Bixente Brandl (13 Jahre) im Gespräch

Paul Bixente Brandl (13 Jahre)

Seit wann spielst du Basketball?

Paul Bixente Brandl: Seit acht Jahren.

Wie bist du zum Basketball gekommen?

Paul: Durch meine Schwestern, die ebenfalls Basketball spielen.

Hast du Vorbilder?

Paul: Dirk Nowitzki und Eric Maxim Choupo-Moting, weil er eine coole Socke ist.

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