Bahndamm durchpressen

Die Skizze des Rosenheimer Ingenieurbüros Infra zeigt den neu zu bauenden Regenwasserkanal entlang des Bahngrabens beim Lena-Christ-Weg. Dieser mündet in zwei Rohre, die den Bahndamm auf einer Länge von 28 Metern unterqueren. Mit der „Bahnpressung“ wird Mitte Januar begonnen. Kirchgraber
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Die Skizze des Rosenheimer Ingenieurbüros Infra zeigt den neu zu bauenden Regenwasserkanal entlang des Bahngrabens beim Lena-Christ-Weg. Dieser mündet in zwei Rohre, die den Bahndamm auf einer Länge von 28 Metern unterqueren. Mit der „Bahnpressung“ wird Mitte Januar begonnen. Kirchgraber

Schon seit zehn Jahren verfolgt die Gemeinde Rott das Projekt, den Regenwasserkanal von der Wolfsschlucht bis zum Bahngraben auszubauen. Mitte Januar gehen die Arbeiten los.

Rott – Neben dem Regenwasserkanal der Wolfsschlucht sollen die Wasserleitungen im Bereich Leitenweg und Ludwig-Ganghofer-Straße neu gebaut und der Leitenweg saniert werden. Der Ausbau ist teuer, weiß Bürgermeister Marinus Schaber, man rechnet mit Gesamtkosten von über einer Millionen Euro, die die Gemeinde zu tragen hat. Bisher verläuft ein neuerer Kanal mit einem Durchmesser von 70 Zentimetern in der Wolfsschlucht und stößt etwa in der Mitte des Geländes auf den alten Kanal mit einem Durchmesser von nur 40 Zentimetern – Wasserschäden sind hier programmiert. Ein weiteres Problem besteht darin, dass der Kanal bisher überwiegend auf Privatgrund verläuft.

Der aus der Wolfsschlucht führende neue Kanal wird zur Gänze auf öffentlichem Grund und in den Leitenweg verlegt, wobei der Leitenweg anschließend bis zu einer Breite von 5,50 Metern ausgebaut wird. Die Kosten dieser Straßensanierung in Höhe von gut 200 000 Euro werden zu 90 Prozent auf die Anlieger umgelegt. In Höhe der Abzweigung Ludwig-Ganghofer-Straße tritt der neue Regenwasserkanal wieder ins Freie, wird in einem Graben entlang der Bahn 200 Meter weit geführt und kreuzt dann den Bahndamm.

Bahnpressung ist größter Brocken

Der gegenwärtig bestehende Regenwasser-Durchlass aus dem Jahr 1871 kann die anfallenden Mengen nicht mehr aufnehmen. Die „Bahnpressung“ von zwei Rohren mit einem Durchmesser von jeweils 1,40 Metern durch den Bahndamm auf einer Länge von 28 Metern schlägt allein mit rund 500 000 Euro zu Buche.

Der Geschäftsführer des Rosenheimer Ingenieurbüros Infra, Konrad Haindl, stellte die Baumaßnahme dem Gemeinderat vor, der einstimmig die Ausführung beschloss. Schon am 11. Januar soll die Baustelle für die Bahnpressung auf dem Gelände der Kläranlage eingerichtet werden, für die Pressung der beiden Rohre ab dem 14./15. Januar werden acht Tage veranschlagt. Die übrigen Bauarbeiten, die öffentlich ausgeschrieben werden, sollen bis Spätherbst 2016 abgeschlossen sein.

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