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Chance für Altstadtbahn?

Bahn wieder bis Wasserburg Stadt? Verkehrsministerium will sich im 1. Halbjahr 2021 äußern

Ein Bild aus dem Jahr 1986: Damals fuhr sie noch, die Altstadtbahn. Derzeit gibt es neue Hoffnung auf eine Wiederbelebung.
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Ein Bild aus dem Jahr 1986: Damals fuhr sie noch, die Altstadtbahn. Derzeit gibt es neue Hoffnung auf eine Wiederbelebung.
  • Heike Duczek
    VonHeike Duczek
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Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, die Gleise der stillgelegten Altstadtbahn nicht zu entwidmen. Denn es gibt noch Hoffnung für eine Reaktivierung, das ist auch aus einer Antwort des Bayerischen Verkehrsministeriums herauszulesen.

Wasserburg – „Im Rahmen der Fortschreibung des vom Freistaat auf den Weg gebrachten Programms Bahnausbau Region München wird auch die Möglichkeit von Schienenpersonennahverkehr bis Wasserburg Stadt untersucht“, bestätigt die Pressestelle des Ministeriums auf Anfrage der Wasserburger Zeitung. Die Untersuchungen seien bereits weit fortgeschritten. „Gutachterliche Ergebnisse können noch für das erste Halbjahr 2021 erwartet werden.“

Wie geht es weiter, wenn der Bedarf nachgewiesen würde? So weit mag sich das Verkehrsministerium dann doch nicht aus dem Fenster lehnen. „Es gilt, zunächst die gutachterlichen Ergebnisse abzuwarten“, heißt es ausweichend.

Wasserburger Bürgermeister sieht Chance für Altstadtbahn

Schon im Stadtrat hatte Bürgermeister Michael Kölbl angedeutet, dass es noch eine Chance geben könnte. Die Widmung als Eisenbahnstrecke tue der Stadt nicht weh, „vielleicht hat der Freistaat doch noch mal Interesse, die Bahn wiederzubeleben“, sagte er. Das vom Freistaat in Auftrag gegebene Gutachten könnte also doch noch die Wende bringen.

„Das macht Hoffnung“, sagt auch Bernd Meerstein, Vorsitzender der Pro Bahn Ortsgruppe Wasserburg. Nach dem „Schock“ darüber, dass das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in höchster Instanz die von der Stadt beantragte und vom Freistaat genehmigte Stilllegung als rechtmäßig anerkannt hat, schaut er jetzt wieder etwas positiver in die Zukunft. Wie berichtet, setzt sich ein Konsortium aus Bürgern und Vertretern des Fahrgastverbands Pro Bahn seit vielen Jahren für die Reaktivierung der Altstadtbahn ein.

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Wasserburg-Touristen wundern sich

In der Tatsache, dass die S-Bahn in Zukunft bis nach Reitmehring fahren soll, sieht Meerstein ebenfalls ein Zeichen dafür, dass der Bahnhof ein neuer Verkehrsknotenpunkt werden könnte. Halte die schnelle S-Bahn in Reitmehring, müssten die Fahrgäste ohne Altstadtbahn hier in den Stadtbus umsteigen. Der fährt jede Stunde, ab 2023 kommt jedoch der Halbstundentakt. Auch dann gibt es nach Überzeugung von Meerstein noch Bedarf für eine Bahnverbindung von Reitmehring bis in die Innenstadt.

Vor allem Touristen würden sich wundern, warum sie in Reitmehring aussteigen müssten, es keine Bahn bis in die Altstadt gebe. Meerstein ist überzeugt, dass es angesichts der auch von der Staatsregierung befürwortete Verkehrswende einen weiteren Bahnausbau geben müsse – auch als staufreie Achse zur Entlastung der Pendlerströme Richtung Landeshauptstadt. „Jetzt heißt es hoffen, dass Wasserburg mit dem Projekt Altstadtbahn dabei ist, wenn die Bahn in der Region weiter ausgebaut wird.“

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