Babenshamer Verein investiert 1,2 Millionen in Peru und Bolivien

Der Verein Internationale Kinder- und Jugendhilfe ausBabensham hat es sich zur Aufgabe gemacht, finanzielle Unterstützung für Entwicklungshilfe-Projekte wie hier in Mantay zu leisten.
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Der Verein Internationale Kinder- und Jugendhilfe ausBabensham hat es sich zur Aufgabe gemacht, finanzielle Unterstützung für Entwicklungshilfe-Projekte wie hier in Mantay zu leisten.

Babensham –. Die Internationale Kinder- und Jugendhilfe (IKJH) wurde im Oktober 1995 in der Gemeinde Babensham gegründet.

Jetzt feiert der Verein das 25-Jährige und blickt zufrieden auf das Erreichte zurück.

Acht Jugendliche fanden sich 1995 zusammen, nachdem Wolfgang Gruber, der den Verein viele Jahre als Vorsitzender leitete, nach einem Projektaufenthalt in Peru die Idee dazu hatte. Ziel war es, eine Grundlage für die finanzielle Unterstützung von Entwicklungshilfe-Projekten zu schaffen. Seitdem sind nun schon 25 Jahre vergangen, in denen von der IKJH vor allem drei Vorhaben in Peru und Bolivien kontinuierlich mitfinanziert wurden: Das Projekt Casa Verde in Cusco/Peru (anfangs ein Heim für Jungen, mittlerweile für Mädchen), das Projekt Mantay in Cusco/Peru (ein Heim für schwangere Jugendliche, die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden und deren Kinder mittlerweile in Ausbildungsstätten, im Verkauf von selbst hergestelltem Kunsthandwerk und einem Kindergarten tätig sind) sowie das Projekt Wiphala in El Alto/Bolivien (eine Anlaufstelle für arbeitende Kinder, mit Ausbildungs-Werkstätten, Plätzen für betreutes Wohnen und einem Strickprojekt für Mütter).

Unterstützer sind Menschen aus dem Wasserburger Raum und dem Landkreis Rosenheim, die teilweise schon seit dessen Gründung den Verein mittragen.

Und es gehören auch einige Firmen aus der Region dazu, die regelmäßig größere Summen zur Verfügung stellen, ebenso wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung oder regionale Gruppen, wie der Kleidermarkt in Babensham oder der Caritas-Helferkreis.

In den 25 Jahren wurden bisher etwa 1,2 Millionen Euro an die Projekte überwiesen werden. Damit konnte ein Beitrag zur Unterbringung, zur Versorgung mit Nahrung und Kleidung, zur medizinischen Versorgung sowie zur schulischen und beruflichen Ausbildung von bis zu 600 Kindern und Jugendlichen geleistet werden. Daneben wurden in den Projekten auch 30 Arbeitsplätze mitfinanziert, mit denen wiederum die Familien der Angestellten mitversorgt werden konnten.

Groß gefeiert wurde das Jubiläum nicht. Ein besonderer Dank gilt den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern des Vereins, ohne die die Arbeit im Hintergrund über all die Jahre nicht möglich gewesen wäre, betont der Vorsitzende Markus Koske.

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