Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


100 KINDER SAMMELN MÜLL

Babenshamer Ramadama war „leider sehr erfolgreich“

Fleißiges Trio: Paul Winkler, Frieda und Paula Zimmer (von links). Zur Stärkung hat Paula ihre Thermoskanne parat.
+
Fleißiges Trio: Paul Winkler, Frieda und Paula Zimmer (von links). Zur Stärkung hat Paula ihre Thermoskanne parat.
  • Andrea Klemm
    VonAndrea Klemm
    schließen

Ein totes Huhn, zwei Waschbecken, ein Gartenstuhl, Unterhosen, Erwachsenenwindeln und 80 Zigarettenschachteln voller Kippen – das waren die kuriosesten Funde, die die Babenshamer Familien, die ein Ramadama organisiert haben, zusammentrugen. Sie befreiten Wälder und Wiesen vom Unrat.

Babensham – „Die Müllsuche war leider sehr erfolgreich“, sagt Isabella Eicher, eine der Freiwilligen. Sie berichtet, dass über 50 Erwachsene und rund 100 Kinder sich eigenverantwortlich auf den Weg machten und ein Wochenende lang im Babenshamer Gemeindegebiet in der Natur aufräumten.

Packen an: Hanna Mariel, Matthias Götz, Emily Götz, Tobias Mariel (von links).

Lesen Sie auch: „Ramadama“ in Haag verschoben

Ein Kind war per Pony unterwegs und hat Unrat aufgepickt.

Mikroplastik darf nicht ins Trinkwasser geraten

Nachgefragt bei den Mädchen und Buben, was sie motiviert hat, sich zu engagieren, sagt Lena (14): „Ich will nicht, dass Mikroplastik in unser Grundwasser kommt und unser Trinkwasser verschmutzt.“

Das könnte Sie auch interessieren: Sechs Kubikmeter Sperrmüll rund um Mettenheim gesammelt

Die Kinder der Familie Brack wollen nicht, dass Waldtiere Unrat fressen und packen mit an. Unser Bild zeigt (von rechts) Severin, Jona und Lena.

Emilia (11) gibt an, etwas Gutes für die Umwelt tun zu wollen. „Um die Tiere, die Müll fressen könnten“, sorgt sich Antonia (8). Eine Mutter, die mit ihren Kindern (4 und 6) dabei ist, schlägt in dieselbe Kerbe: Ihre Kleinen sammeln beim Spazierengehen auf den Feldern den Müll auf, „damit Kühe oder Waldtiere ihn nicht essen“.

80 Schachteln mit Kippen

Besonders hoch war das Müllaufkommen an den Hauptstraßen, aber auch in Waldstücken wurde viel gefunden. Vom Autoreifen über Gartenmöbel, viele Planen und Folien, eine Metalltonne, Elektroschrott, Unterhosen und Windeln, Autoauspuff und -matten und viele Glasflaschen sammelten sie dabei ein. „Was fast alle entsetzt hatte, war die Unmenge an Zigarettenkippen in Schachteln“, so Eicher.

Amelie und Benedikt Manhart haben PS-starke Unterstützung.

Auch interessant: Im Wasserburger Fundbüro warten haufenweise Autoschlüssel

Die Vermutung: Ein starker Raucher hat die Stummel in rund 80 Schachteln gesammelt und sie dann aus dem Autofenster geworfen. Anscheinend werde auch Alkohol während des Fahrens konsumiert, überlegen die Müllsammler. Schließlich klaubten sie viele Wein-, Wodka- und Bierflaschen neben der Straße auf, um sie im Wertstoffhof abzugeben. Statt einer Brotzeit als Belohnung gibt es dieses Jahr Gutscheine der örtlichen Gastronomen, die unter den Teilnehmern verlost wurden.

Kommentare