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Aus dem Gemeinderat

Babenshamer Hans Brunnlechner warnt vor DK-1-Deponie: „Asbest wird unterschätzt“

Das Deponiegelände in Odelsham gehört zur Gemeinde Babensham. Sowohl Babensham als auch die Nachbarstadt Wasserburg wehren sich gegen die beantragte Deponie.
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Das Deponiegelände in Odelsham gehört zur Gemeinde Babensham. Sowohl Babensham als auch die Nachbarstadt Wasserburg wehren sich gegen die beantragte Deponie.
  • Winfried Weithofer
    VonWinfried Weithofer
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„Die Freisetzung von Asbest wird unterschätzt“, sagte Hans Brunnlechner in der Gemeinderatssitzung von Babensham. In einem 45-minütigen Vortrag hat der Vertreter von „Bürger für Babensham“ mit gut 30 Folien den Gemeinderat über den aktuellen Sachstand zum Thema DK-1-Deponie in Odelsham informiert.

Babensham – Brunnlechner, Gemeinderat und stellvertretender Vorsitzender derBürgerinitiative Wasserburger Land (BI),wollte damit vor allem die neuen Mitglieder des Gremiums mit derkomplizierten Faktenlage des Verfahrensvertraut machen.

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Brunnlechner gab detaillierte Hintergrundinformationen über Deponiekategorien und präsentierte zahlreiche Grafiken. Beim Kapitel Gefahrstoffe in der Deponie verwies Brunnlechner auf 31 unterschiedliche Abfallarten – davon 13 gefährliche, darunter Schwermetalle, Kohlenwasserstoffe und Asbest.

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Später seien jederzeit weitere Abfallarten zulässig („auf kleinem Dienstweg“). Die Freisetzung von Asbest werde unterschätzt, um dem „Irrelevanzwert“ zu erreichen. Auch die Standfestigkeit des Untergrunds der Deponie sei nicht gewährleistet („große Mengen Hangwasser zu erwarten, sind in der Planung nicht berücksichtigt“).

Insgesamt, so die Darstellung der Bürgerinitiative, seien geltende technische Normen und Regelwerke nicht beachtet und technische Schwierigkeiten wie die große Böschungsneigung nicht behandelt worden.

Der Standort, so referierte Brunnlechner, sei nicht geeignet für ein technisches Bauwerk, das jahrhundertelange Nachpflege erfordere – ein „Ewigkeitsproblem“. Die Nachsorgeverpflichtung erlösche nach 30 Jahren, anschließend liege die Erhaltungsverpflichtung bei der Kommune Babensham.

Brunnlechner zitierte zudem aus einer internen Stellungnahme der Regierung von Oberbayern aus dem Jahr 2010 im Rahmen des Raumordnungsverfahrens: „Eine Deponie mit dem geplanten Ausmaß erscheint bei der relativ geringen Entfernung zur nächsten Wohnbebauung und zur Stadt Wasserburg schwer vorstellbar.“

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Bürgermeister Josef Huber (Wählergemeinschaft) kommentierte die Darstellung mit den Worten, es seien viele Schwachpunkte aufgezeigt worden. „Das ist mit Sicherheit der Grund, weshalb das Verfahren nach wie vor läuft.“

Gemeinderat und BI-Vorsitzender Roger Diller sagte: „Ich frage mich: Welche Kräfte sind da am Wirken, dass so was möglich ist?“ Da fehle ihm das Verständnis.

„Wenn ich heute bei meinen Antragsunterlagen bewusst falsche Angaben machen würde, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass das Verfahren sehr schnell eingestellt würde. Und ich hätte wahrscheinlich noch mit anderen Konsequenzen zu rechnen.“ Ein Beschluss war nicht zu fassen.

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