„Außergewöhnliche Wahlperiode“

Wasserburg – „Extrem außergewöhnlich“ sei sie gewesen, die Wahlperiode 2014 bis 2020, zog Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) in der letzten Sitzung des alten Stadtrates Bilanz.

Flüchtlingskrise, Klimakrise, Coronakrise: Drei weltweite Problematiken hätten Einfluss auf die Kommunalpolitik genommen.

Die örtlich wichtigsten Themen in den vergangenen Jahren streifte Kölbl in seinem Rückblick ebenfalls. Dringlichstes Anliegen in seinen Augen: die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Die Stadt habe früh erkannt, dass dies nicht dem Markt überlassen werden könne und mit Programmen reagiert, mit denen Wasserburg eine Vorreiterrolle einnehme. Der 2019 ausgerufene Klimanotstand erfordere, dass jeder Beschluss auf seine Klimaverträglichkeit überprüft werde. Bereits vorher sei der Energiedialog entstanden, seien Entscheidung für eine Nahwärmeversorgung und Kraftwerkskooperationen der Stadtwerke gefallen. Der neue Stadtrat müsse sich nun noch einmal intensiv der Lösung der Verkehrsprobleme widmen. Bereits beschlossen sei die Stärkung des ÖPNV: unter anderem durch den ab 2022 kommenden Halbstundentakt des Stadtbusses. Für die Feuerwehr sei ein Bedarfsplan überarbeitet und der Grund für den Neubau in Wasserburg erworben worden, zählte Kölbl als weitere Meilensteine der Wahlperiode auf. Drei neue Fahrzeuge ständen auf der Investitionsliste. Die Voraussetzungen für Bayerns größten Klinikneubau seien geschaffen worden. Gestaltungssatzung für die Altstadt, Förderung der Sportstätten, Grundsatzbeschluss für den Bau des Depots, Baumschutzverordnung und das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK)“ hätten den alten Stadtrat in Atem gehalten. Hitzig sei über Bio- und Papiertonne diskutiert worden, über Verkehrsberuhigung und Parkgebühren. Baumaßnahmen wie die Sanierung der Mittelschule seien erfolgreich beendet worden. Der Bürgerbahnhof sei entstanden, die Planfeststellung für die Auflösung des Bahnübergangs B 304 in Reitmehring weitergekommen. Derzeit ruhe anscheinend das Thema Deponie.

Kölbl bedanke sich bei allen Stadträten, der Verwaltung und seinen Stellvertretern. „Eine Stadt wie Wasserburg braucht Bürgermeisterstellvertreter die Zeit haben und sich auskennen.“ Zweiter Bürgermeister Werner Gartner dankte im Namen aller für „das gute Miteinander und den kultivierten Umgang“. duc

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