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MEINUNG

„Aus für den Fußballplatz in Zellerreit wie ein Stich ins Herz“ – Das sagen die OVB-Leser

In Zellerreit sollte ein neuer Fußballplatz entstehen. Dann gab es ablehnende Stimmen der Anwohner und neue Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat: Mit 7:6 Stimmen besiegelte die Mehrheit (alle Unabhängige Wähler Ramerberg) nun das Aus für den anvisierten Standort.
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In Zellerreit sollte ein neuer Fußballplatz entstehen. Dann gab es ablehnende Stimmen der Anwohner und neue Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat: Mit 7:6 Stimmen besiegelte die Mehrheit (alle Unabhängige Wähler Ramerberg) nun das Aus für den anvisierten Standort.

In Ramerberg kommt der neue Fußballplatz nicht nach Zellerreit. Mit 7:6 Stimmen besiegelte die Mehrheit des Gemeinderates (alle Unabhängige Wähler Ramerberg) gegen die Stimmen der sechs Gemeinderäte der Neuen Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft Ramerberg (NRL/FWG) das Aus für den Standort. Das meinen die OVB-Leser dazu.

Ramerberg Wo sollen die Fußballer künftig kicken? Wie sind die Alternativstandorte zu bewerten, die im Gemeinderat diskutiert wurden? Hier finden Sie Leserbriefe zu diesem Thema:

Marlene Niedermaier, Ramerberg, Anwohnerin am Fußballplatz Ramerberg

Marlene Niedermaier, Ramerberg: „Als Anwohnerin am bestehenden Fußballplatz in Ramerberg kann ich nur sagen, dass ich die Fußballaktivitäten bis heute keinesfalls als Störung, sondern eher als Bereicherung empfinde. Zentrales Problem ist und bleibt jedoch die stark befahrene Straße direkt neben dem Fußballplatz, die natürlich eine große Gefahr für die Kinder und Jugendlichen darstellt. Mit sieben zu sechs Stimmen wurde nun gegen den neu geplanten Fußballplatz in Zellerreit abgestimmt, wo man das Problem des Verkehrsrisikos nahezu perfekt gelöst hätte. Die vom Bürgermeister Reithmeier ins Spiel gebrachten neuen Alternativen sind meiner Meinung nach so was von realitätsfern und utopisch, dass es sich nicht mal im Entferntesten lohnt, auch nur ansatzweise darüber nachzudenken. Mit der Standortalternative Zellerreit ist der Fußball in Ramerberg meines Erachtens auch komplett gestorben. Ausbaden werden das ganze Schlamassel jene, für die der Fußballsport mit Abstand am wichtigsten ist, nämlich die fußball-begeisterten Kinder und Jugendlichen. Dass der Ramerberger Bürgermeister und ein Großteil seiner Gefolgschaft über diesen kleinen „Kollateralschaden“ einfach billigend hinwegsehen, war mir fast schon klar. Dass aber ein Gemeinderatsmitglied, das gleichzeitig auch mit der Leitung des Ramerberger Kindergartens betraut ist, eine Entscheidung fällt, die meiner Meinung nach nicht die Interessen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt, finde ich persönlich mehr als befremdlich.“

Hans Scherler senior, Vorstand des EC Zellereit-Sendling

Hans Scherfler, Ramerberg: „Vielen Dank für Ihren ausgesprochen aufschlussreichen Beitrag. Was in der Gemeinde Ramerberg seit cirka einem Jahr abläuft, ist in meinen Augen schlichtweg der Gipfel an Unverschämtheit und Unverfrorenheit. Schon längst geht es hier nicht mehr um die systematische Verarschung und Irreführung des SV Ramerberg, sondern um die Entmündigung eines ganzen Dorfes. Dass seine Fraktion bei allen wichtigen Abstimmungen geschlossen hinter dem Bürgermeister steht, lässt sich schlichtweg damit erklären, dass er sich für die Belange einzelner Bürger auch persönlich einsetzt – natürlich vorausgesetzt, sie stehen ihm politisch nahe. Bestes Beispiel dafür ist der Versuch, vorsätzliche Schwarzbauten nachträglich zu legalisieren, wie vor einigen Wochen ja auch treffend berichtet wurde. Bei dem Antragsteller handelt es sich natürlich auch um eine Person, die für die UWR als Gemeinderatsmitglied kandidiert hatte. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauern wird, bis die breite Masse der Ramerberger Bürger endlich merkt, welch perfides und unmoralisches Spiel, wie ich finde, hier auf ihre Kosten gespielt wird!“

Gaby Reich, Ramerberg

Gaby Reich, Ramerberg: „Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel „UWR kickt Zellerreit ins Aus gelesen“. Jeder, der nur etwas Sachverstand hat, dem ist bewusst, dass diese Entscheidung gleichzeitig auch das „Aus“ für den Fußballsport in Ramerberg bedeutet. Als langjähriges Mitglied und Fahnenbraut des SV Ramerberg finde ich es schade, dass unter diesen Umständen das 70-jährige Gründungsfest vielleicht nicht mehr gefeiert werden kann. Unser ehemaliger Bürgermeister Georg Gäch hat mit seinem gesamten Gemeinderat jahrelang intensiv gekämpft, um den Standort Zellerreit – als einzig gangbare Alternative – durchzuboxen. Und jetzt kommt der amtierende Bürgermeister Reithmeier mit seiner UWR Gemeinderats-Fraktionsmehrheit und hat gleich drei Alternativen, die von der Regierung Oberbayern bereits abgelehnt waren. Eigentlich zum Lachen, wenn man nicht wüsste, dass damit der Ramerberger Fußball bald Geschichte ist und die ortsansässige Fußball-Jugend die Zeche bezahlen wird. Wenn ich nicht wüsste, dass ich in einem oberbayerischen Dorf lebe, dann würde ich fast glauben, ich befinde mich in irgendeiner Bananen-Republik in der Südsee …. Das böse Erwachen wird kommen, wenn Ramerberg in einen Dornröschenschlaf fällt und nach Jahren wieder aufwacht!“

Georg Bortenschlager, Ramerberg

Georg Bortenschlager, Ramerberg: „Ich war 16 Jahre in der Vorstandschaft, davon zwölf Jahre Jugendleiter des SV Ramerberg. Über die meiste Zeit begleitete uns das Thema Sportplatzbau in den Vorstandssitzungen. Plan war, den bestehenden Platz zu erweitern und nach Norden und Westen zu schieben, um von der gefährlichen Straße wegzukommen. Nach ersten Gesprächen mit den Anliegern kam folgendes raus: Von zwei der Anlieger kam die Aussage, sie würden dem SVR nicht im Wege stehen, aber halt nur für zehn Jahre, was sich beim letzten Treffen am Sportplatz vor zwei Jahren, wo alle „Beteiligten“ anwesend waren, bestätigte. Es wurde also Zellerreit, wo wir den Grund kostenlos und über 30 Jahre zur Verfügung gestellt bekommen sollten – und schon jede Menge Geld seitens der Gemeinde geflossen ist. Für die Grundanlieger am alten Sportgelände, so denke ich, eine gute Lösung. Nun brauchen sie für die Zukunftsplanungen ihrer Grundstücke keine Rücksicht mehr auf den SVR zu nehmen. Nun wurde mit sieben zu sechs Stimmen gegen den Standort Zellerreit gestimmt. Ich verstehe die Motivation der beiden Anlieger nicht, die mittlerweile im Gemeinderat sind und dagegen gestimmt haben. Es kann doch nicht sein, dass die fußballbegeisterten Ramerberger Kinder auf Grund dieser – meiner Meinung nach unüberlegten Entscheidung – ihre Heimat verlieren werden. Bitte geht noch mal in Euch.“

Hans Peter Kleiner, Zweiter Jugendleiter SV Ramerberg

Hans Peter Kleiner, Zweiter Jugendleiter SV Ramerberg: „Seit 35 Jahren trainiere ich in Ramerberg Jugendmannschaften und Senioren. Was jetzt in unserer Gemeinde passiert, ist wie ein Stich ins Herz. Es wird keine Derbys gegen Edling, Forsting oder Rott mehr geben, weil wir keinen Fußballplatz mehr haben. Aber das Wichtigste: „Wo spielen unsere Kinder?“ Nach Aussage von unserem Bürgermeister wird der aktuelle Standort in Ramerberg zum Baugebiet. Auch die anderen Standorte kann man vergessen. Keine Garantie auf 30 Jahre (kein Zuschuss vom BLSV und nicht realisierbar. Aber egal. Jetzt schreibe ich mal, was ich mir denke: Sieben Leute vom Bürgermeister haben immer die Mehrheit. Was ich sagen will: Ich war in der jüngsten Gemeinderatssitzung selbst anwesend. Ein Trauerspiel, glaubt es mir. Die Abstimmung gegen den Standort Zellereit war von Anfang an klar. So stirbt ein Verein. Aber eins verspreche ich. Es werden sich nicht nur die lokalen Medien diesem Thema widmen. Seit ich in Ramerberg lebe, habe ich noch nie einen Gemeinderat erlebt (ausgenommen die Damen und Herren der NRL/FWR, die wirklich super argumentierten), der so wenig Ahnung hatte. Zu guter Letzt will ich natürlich noch sagen, dass wir uns das alles selbst eingebrockt haben. Wir Ramerberger (auch etliche Fußballer haben Bürgermeister Reithmeier gewählt) sind Schuld an der jetzigen Situation. Eigenwohl ging anscheinend bei vielen vor, nach dem Motto: „Mir hat der bisherige Bürgermeister nicht geholfen, jetzt wähl i den andern.“ Ja, liebe Leute, Eltern, Omas und Opas, jetzt werd’s ihr dann eure Kinder, Enkel und Urenkel demnächst nach Edling, Rott oder Pfaffing fahrn derfa.“

Lesen Sie auch: SV Ramerberg protestiert mit symbolischem Akt gegen Ablehnung des neuen Sportplatz in Zellerreit

Schorsch Müller, Schechen

Schorsch Müller, Schechen: „Wird die Frage eines neuen Fußballplatzes in Ramerberg zur unendlichen Geschichte? Einigkeit besteht im Gemeinderat weitgehend nur darüber, dass die derzeitige Anlage alles andere als optimal ist. Die an einer viel befahrenen Gemeindeverbindungsstraße gelegenen Plätze stellen eine große Gefahr, insbesondere für Kinder, aber auch für Zuschauer bei Fußballspielen, dar. Noch unter dem alten Gemeinderat haben sich Verein und Gemeinde auf die Suche nach einem neuen Standort gemacht und sind in Zellerreit fündig geworden. Nun sollten noch Bürgereinwendungen aus der Welt geschafft werden, da kam es zum großen Knall, der die Verantwortlichen des SV Ramerberg gewaltig aufschreckte. Das „Projekt Zellerreit“ ist vom Tisch. Mit 7:6 Stimmen wurde es im neuen Gemeinde- rat abgeschmettert. Viele Stunden Planungs- und Sondierungsarbeit von Ehrenamtlern sind vertan. Eine echte Alternative fehlt. Wo sollen künftig die Kinder ihrem Sport nachgehen? Die Gemeinde muss ihrer Verpflichtung, den Sport zu fördern, nachkommen. Dabei ist es ganz wichtig, die immense Leistung der Ehrenamtlichen zu unterstützen. Nur mit motivierten Funktionsträgern können die anstehenden Aufgaben bewältigt werden. Diese Unterstützung scheint aber in Ramerberg nur halbherzig zu erfolgen.“

Alfons Haas, Reitberg

Alfons Haas aus Reitberg: „Wenn man als Ramerberger Gemeindebürger die Geschehnisse und Presseberichte seit etwa einem Jahr verfolgt liegt der Verdacht nahe, Bürgermeister und die Gemeinderäte der UWR sind fremdgesteuert oder verfolgen eigene Interessen. Entgegen dem obersten Ziel des Bürgermeisters, wieder Ruhe in die Gemeinde zu bringen, hat man den Eindruck, dass die Spaltung noch nie größer war als zum aktuellen Zeitpunkt. Gefühlt wird fast jede Gemeinderatssitzung mit Anwalt abgehalten, ist das die Dauerlösung?

Wie kann man einen Sportplatzbau in Zellerreit unter solchen Voraussetzungen von Anfang an verhindern wollen? Fakt ist: Es gibt außer dem Standort Zellerreit keine realistische Alternative! Im Wahlversprechen der UWR stand vor einem Jahr unter Punkt „Vereinswesen“:

•Die Vereine erhalten und fördern

•Die Jungendarbeit fördern

•Nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen für Sportanlagen erarbeiten

Was den SV Ramerberg anbelangt, sehe ich bisher keinen Ansatz seitens der UWR diese Punkte umzusetzen. Das Gegenteil ist der Fall. Das einzige, aber wichtigste Argument gegen den Standort Zellerreit sind die durchaus berechtigten Bedenken der Anlieger der Zufahrtsstraße, die auf jeden Fall ernst genommen werden müssen. Hier gilt es anzusetzen und eine kluge Lösung für die Verkehrsanbindung zu schaffen. Als Ramerberger Gemeindebürger und langjähriges Mitglied beider Sportvereine (SVR und WSV) möchte ich Bürgermeister und Gemeinderäte der UWG auffordern, den negativen Beschluss zum Standort Zellerreit noch einmal zu überdenken und zu revidieren. Gemeinsam mit den Gemeinderäten der NRL/FWR (Neue Ramerberger Liste/Freie Wählergemeinschaft Ramerberg) sollte an einer Lösung zum Standort Zellerreit zur Zufriedenheit aller gearbeitet werden.“

Johann Weiderer, Rott

Johann Weiderer aus Rott: „Mit großem Entsetzen habe ich Ihren Bericht „14-jährige Radlerin stürzt und verletzt sich schwer“ gelesen. Ich wohne mit meiner Familie unmittelbar an der Unfallstelle und diese extrem gefährliche Straße war der Schulweg meiner Kinder beziehungsweise wird zukünftig der Schulweg meiner Enkelkinder sein. Und das wird sich wohl auch nicht ändern lassen. Dass aber der Ramerberger Bürgermeister Reithmeier und seine Gemeinderatsfraktion UWR geschlossen den weitgehend verkehrssicheren Standort Zellerreit für den geplanten neuen Fußballplatz ablehnen und dafür eine „neue Alternative“ ins Spiel bringen, wo eben genau jene gefährliche Straße den Zufahrtsweg für jungen Fußballer darstellen würde, empfinde ich als hochgradig verantwortungslos und beschämend. Und wenn ich daran denke, dass ein UWR-Gemeinderatsmitglied, dass mit der Leitung des Ramerberger Kindergartens betraut ist, eine Entscheidung fällt, die meiner Meinung nach nicht die Interessen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt, kann ich wirklich nur mehr den Kopf schütteln. Die Straße ist aufgrund ihres extremen Gefälles, ihrer Kurven sowie ihrer geringen Breite alles andere als eine geeignete Zufahrt für einen Sportplatz – vor allem wenn man bedenkt, dass ein Großteil der jungen Fußballer mit ihren Fahrrädern zu den Spielen und zum Training anreisen. Im Sinne der Kinder und Jugendlichen bleibt nur zu hoffen, dass der weitgehend verkehrssichere Standort Zellerreit noch nicht final gestorben ist. Der 14-jährigen Radlerin wünsche ich alles Gute und eine schnelle Genesung!“

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