Auch Biber begehen Baumfrevel

Zum Bericht „Schandtat – alte Eiche gefällt“ vom 29.

April 2020 in der Wasserburger Zeitung:

Schandtat! Über die Fällung eines Baumes gibt es großes Entsetzen bei der Bevölkerung. Noch viel größer müsste das Entsetzen über die vielen Baumfällungen der Biber sein. Von den Bibern werden ständig große, über hundert Jahre alte Bäume (Eichen, Buchen) dermaßen angenagt, dass prachtvolle, gesunde Bäume absterben, oder sie werden von den Bibern so bearbeitet und zugespitzt, bis sie umfallen. In diesem Fall jubeln manche Naturschützer über das zerstörerische Werk der Biber. Nicht, dass diese mutwillige Baumfällung in Rott befürwortet wird, aber die vom Biber gefällten Bäume sind genauso wertvoll wie der besagte Baum im Zeitungsbericht.

Diese Tiere richten in der Natur unersetzbaren Schaden an – einen großen Baum kann man nicht ersetzen. Natürlich sagt man: Das sind doch Tiere, die können nichts dafür, dass sie das machen. Hier hilft auch nicht das Bundesnaturschutzgesetz, welches Baumfällungen ab 1. März bis 30. September strengstens verbietet – es sind doch Tiere.

Die Biber sind vor ein paar Jahrzehnten wieder bei uns eingeführt worden. Sie vermehren sich ungebremst, da sie hier keine natürlichen Feinde haben. Zum Schutz der Bäume sollte der Mensch alles tun, um die Zahl der Biber in Grenzen zu halten, wie es ja auch mit großem Erfolg bei Rotwild gehandhabt wird. Nur somit geben wir gesunden, alten ehrwürdigen Bäumen eine Überlebenschance.

Martha Aringer

Aham 10, Eiselfing

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