AKTUELLES INTERVIEW

„Auch behinderte Menschen können gute Filme machen“

Artem Arndt spielt in „So wia‘s Leb‘n is!“ die Hauptrolle.  Hofner
+
Artem Arndt spielt in „So wia‘s Leb‘n is!“ die Hauptrolle. Hofner

Artem Arndt spielt in „So wia‘s Leb‘n is!“ die Hauptrolle. Mithilfe seines Sprachcomputers erzählt er von Dreharbeiten, Vorbereitungen und was das Filmprojekt für ihn persönlich bedeutet.

Wie kam es dazu, dass Du die Hauptrolle in dem Film bekommen hast?

Die Regisseurinnen Rita und Annemarie haben mich gefragt, ob ich die Hauptrolle in dem Film besetzen möchte. Darüber habe ich mich total gefreut und gleich zugesagt.

Was bedeutet diese Erfahrung für Dich?

Die Erfahrung bedeutet mir sehr viel, weil ich dabei mit interessanten Menschen zusammengekommen bin und es mir richtig Spaß gemacht hat. Am wichtigsten ist mir aber, dass der Film nicht nur in der Stiftung Attl gezeigt wird. Somit sehen ihn auch Leute, die mit Menschen mit Behinderung nichts zu tun haben. Sie werden sehen, dass auch behinderte Menschen gute Filme machen können. Außerdem sehen sie in den Making-of-Videos, wie lustig es bei uns in der Förderstätte meistens zugeht.

Wie war die Zusammenarbeit mit einem echten Profi wie Florian Brückner?

Das war einfach spitze. Am Anfang war ich natürlich etwas aufgeregt, aber Flori ist so ein lockerer und cooler Typ, dass es gleich lustig wurde und die Aufregung vorbei war.

Wie hast Du Dich auf Deine Rolle vorbereitet?

Ich habe schon einmal in einem Film der Förderstätte mitgespielt. Daher wusste ich schon, wie so was funktioniert. Und es gab ein Drehbuch, das ich vor den Dreharbeiten mit meinem Betreuer durchgegangen bin.

Wie funktioniert das eigentlich mit Deiner Computerstimme?

In meinem Sprachcomputer habe ich Wörter, die für mich mit Bildern oder Fotos dargestellt sind. Es gibt mehrere Ebenen mit verschiedenen Themenbereichen. Ich kann die Wörter über meinen Joystick ansteuern und aussprechen lassen. Mein Gesprächspartner braucht aber viel Geduld mit mir. Für den Film und auch für dieses Interview hat mein Betreuer schon ganze Sätze vorgefertigt. Aber wie immer habe zuvor ich entschieden, was ich letztendlich sagen möchte.

Was glaubst Du oder hoffst Du, wie viele Menschen den Film sehen werden?

Ich glaube, dass den Film 2078 Menschen anschauen werden. Wenn es noch mehr werden, freue ich mich natürlich sehr.

Interview: Laura Hofner

Kommentare