Hygienekonzept steht: Attler Hof nimmt seine Obstpresse wieder in Betrieb

Rupert Altermann betreut ab September wieder die Attler Obstpresse.
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Rupert Altermann betreut ab September wieder die Attler Obstpresse.

Die Saftpresse am Attler Hof nimmt im September wieder ihren Betrieb auf. Das Hygienekonzept stimmte das Team um Abteilungsleiter Peter Steinmüller mit den anderen Pressen im Landkreis ab. Nun kann zumindest unter Auflagen dieser Service angeboten werden.

Von Birgit Schlinger

Wasserburg/Attl – „Die Obstpresse ist ein ganz wichtiger Arbeitsplatz im Herbst“, sagt Steinmüller. Schon im Mai, als die ersten, strengen Corona-Regelungen wieder schrittweise gelockert wurden, überlegten die Attler Landwirte, unter welchen Voraussetzungen sie die Obstpresse in Betrieb nehmen könnten, und mit wie vielen Personen. „Bislang hatten wir einen Helfer im Pressraum und bei Bedarf weitere Beschäftigte, die unseren Kunden beim Entladen des Obstes zur Hand gingen“, erzählte der Abteilungsleiter.

Nicht ohne Terminvereinbarung

Doch in diesem Jahr seien vor allem Kontaktvermeidung und der Abstand wichtig. Seit der Infektionswelle im Frühjahr trat kein weiterer Corona-Fall mehr in der Stiftung auf. Und dies soll auch beim laufenden Betrieb der Obstpresse so bleiben. „Wir haben uns mit den anderen Obstpressen im Landkreis abgesprochen und halten alle die gleichen Standards ein.

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Dazu zählt auch, dass das Saften ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung erfolgt“, so Steinmüller weiter. Die Mitarbeiter des Attler Hofs rufen nach einer Mitteilung auf dem Anrufbeantworter zurück und vereinbaren einen Termin. Der Abteilungsleiter führt weiter aus: „Die Gesundheit der Bewohner, Beschäftigten und Mitarbeiter geht vor.“ Deswegen herrsche auch im Außenbereich vor der Obstpresse Maskenpflicht für die Kunden.

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Das Hygienekonzept sieht zudem vor, dass jeweils nur ein Kunde an der Obstpresse sein darf. Dieser legt das Obst selbst auf das Rollband und schiebt es zur Waschanlage. Damit ist sichergestellt, dass die Landwirte die Früchte nicht berühren. Des Weiteren darf nur der Mitarbeiter an der Obstpresse im Pressraum arbeiten – geschützt hinter Plexiglas.

Heuer gilt ein strenger Zeitplan

In den vergangenen Jahren war das Team des Attler Hofs immer kulant, wenn jemand mehr Obst als angekündigt brachte. „Leider dürfen wir angelieferte Übermengen in diesem Jahr nicht verarbeiten“, betont Steinmüller. „In diesem Jahr müssen wir uns streng an unseren Zeitplan halten.“ Sonst würden sich Überschneidungen ergeben. Und genau diese wollen die Landwirte verhindern. Außerdem dürfen die Mitarbeiter den Saft nur in den speziellen Pappboxen ausgeben, ein Abfüllen von eigenen Flaschen ist in diesem Jahr nicht möglich.

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Termin vereinbaren

„Neue Kartons erhalten die Kunden von uns. Für die mitgebrachten schieben wir die Saftbeutel kontaktlos nach draußen zum Selbstverpacken“, erklärt er. Auch wenn der Attler Naturlandhof in diesem Jahr corona-bedingt nicht den gewohnten Service bieten kann, sind alle Mitarbeiter des Naturlandhofs froh, dass sie die Obstpresse überhaupt in Betrieb nehmen konnten: „Die oberste Priorität hat für uns die Arbeit mit den Menschen mit Assistenzbedarf. Und wir müssen natürlich gewährleisten, dass bei der Arbeit alle gesund bleiben. Wir danken unseren Kunden für ihr Verständnis und freuen uns auf ihren Besuch.“

Kunden können einen Termin unter Telefon 0 80 71/10 22 72 vereinbaren. Dafür müssen sie zunächst ihre Daten auf einem Anrufbeantworter hinterlassen.

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