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Das arbeitende Kind der Straße ist bald Universitätsprofessor

Kindern wie dieser Kleinen hilft die IKJH aus Wasserburg seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich. re

Wasserburg – Seit mehr als 23 Jahren engagiert sich die IKJH – Internationale Kinder- und Jugendhilfe – aus Wasserburg und der Region in der Entwicklungshilfe in Peru und Bolivien.

Mit Erfolg.

Als im Jahr 1995 die IKJH von Wolfgang Gruber und sieben weiteren Jugendlichen aus der Region gegründet wurde, wollte man lediglich einen kleinen finanziellen Beitrag für Projekte leisten, die man auf Auslandsreisen in Südamerika kennengelernt hatte. 23 Jahre später steht fest: Die Initiative mit Freiwilligen und Spendern aus der Region hat die Projekte der IKJH über die Jahre mit mehr als einer Million Euro unterstützt. Nachhaltige Hilfe, die ankommt und Erfolge zeigt.

So wird seit 2002 das damals neu gegründete Projekt Mantay in Peru unterstützt. Es ist ein Heim für schwangere minderjährige Mütter, die Opfer sexuellen Missbrauchs wurden. Staatliche Hilfe gibt es für diese in Peru nicht. Sie sind ihren Tätern und Problemen damit schutzlos ausgeliefert. Das Projekt gibt diesen jugendlichen Müttern und ihren Kindern Zuflucht. Sie werden darin unterstützt die Vergangenheit psychisch aufzuarbeiten und ihren Kindern, trotz allem, gute Mütter zu sein, um den Teufelskreis zu durchbrechen. Über das Nachholen einer Schulbildung und beruflichen Ausbildung lernen sie, auf eigenen Beinen zu stehen. Im Jahr 2018 konnten im Projekt Mantay 13 junge, traumatisierte Mütter mit ihren Kindern ein zu Hause finden. In den projekteigenen Werkstätten tragen sie ferner selbst zur Refinanzierung des Projektes bei. Seit seiner Gründung hat das Projekt schon mehr als 170 Mädchen und ihren Kindern aus dieser ausweglosen Situation geholfen.

Ebenfalls seit dem Jahr 2002 fördert die IKJH das Projekt Wiphala in El Alto, Bolivien, vor den Toren der Andenmetropole La Paz. An der Plaza Ballivian gab es damals ganze Horden von Kindern ohne Zukunft, die den ganzen Tag arbeiten mussten und nicht zur Schule gehen konnten. Was zunächst als bloße Anlaufstelle für arbeitende Kinder mit einem kleinen Café und Streetwork begann, damit aus arbeitenden Kindern der Straße keine Straßenkinder wurden, ist nun ein Vorzeigeprojekt. Wo man es anfangs bereits als Erfolg feierte, dass die Projekt-Kinder regelmäßig die Schule besuchen konnten, nehmen diese mittlerweile nach erfolgreichen Schulabschlüssen am Ausbildungsprogramm teil und erreichen Handwerks- oder sogar Studienabschlüsse. An Ärzte, Ingenieure und Rechtsanwälte unter den einstigen Kindern ohne Zukunft hatte man sich bereits vor ein paar Jahren gewöhnt. Jetzt gibt es bald sogar einen Universitätsprofessor.

Das derzeit jüngste Projekt, Casa Verde Cuzco in Peru, wird seit 2012 unterstützt. Ziel ist es, für Mädchen im Alter zwischen drei und 18 Jahren, die von ihren Eltern verlassen wurden, oder die den unterschiedlichsten Formen physischer, psychischer oder sexueller Gewalt ausgesetzt waren, ein neues Zuhause zu schaffen. Ferner sollen sie eine schulische und berufliche Ausbildung erlangen. Staatliche Hilfe gibt es für sie in Peru nicht. Mittlerweile ist auch dieses Projekt eine Vorzeigeeinrichtung geworden und kann 17 Mädchen eine Zuflucht bieten. Da aber vor Ort weit mehr Bedarf besteht als Projektkapazitäten, soll nun auch dieses Projekt weiter ausgebaut werden. Auch künftig gibt es also neue Herausforderung für die IKJH und die Hilfe aus der Region. re

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