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"Arbeiten haben viel Freude bereitet"

Magdalena März freute sich über die Urkunde und das Preisgeld, das sie für die Bachelorarbeit über ihr Zuhause von Bürgermeister Michael Kölbl erhielt. Foto  seitz
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Magdalena März freute sich über die Urkunde und das Preisgeld, das sie für die Bachelorarbeit über ihr Zuhause von Bürgermeister Michael Kölbl erhielt. Foto seitz

Die Stadt vergibt Preise für die besten Arbeiten zum Thema Geschichte und Bürgermeister Michael Kölbl freute sich über viele spannende Themen. Eine Teilnehmerin konnte dabei sogar mit einer Bachelorarbeit über ihr eigenes Zuhause punkten.

Wasserburg - Wie schon in den letzten Jahren wurden gesern Schüler und Studierende für ihre besonderen Leistungen im Geschichtswettbewerb der Stadt Wasserburg ausgezeichnet. Mit der Bewertung der eingegangen Arbeiten befasste sich eine Jury bestehend aus Bürgermeister Michael Kölbl, Heimatvereins-Vorsitzendem Peter Rink, Stadtarchivar Matthias Haupt, Museumsleiterin Sonja Fehler, Kreisheimatpfleger Ferdinand Steffan, ehemaligem Schulleiter Hans Airainer und ehemaligem Bürgermeister Dr. Martin Geiger.

Dabei wurden für verschiedene Klassenstufen sowie für Studenten ein erster, ein zweiter oder ein dritter Preis vergeben. Abhängig von der Platzierung bekamen die Teilnehmer - neben einer Urkunde - zwischen 50 und 150 Euro überreicht. Bürgermeister Michael Kölbl betonte jedoch, dass das Geld natürlich nicht der Hauptgrund für die Arbeiten sei. Interesse und gute Noten stünden selbstverständlich im Vordergrund. So beeinflusste eigenes Interesse auch die 28-jährige Studentin der Kunstgeschichte, Magdalena März, bei der Wahl des Themas ihrer Bachelorarbeit. Sie entschied sich für ein sehr persönliches Thema. "Ich wohne im Schloss Zellerreit", erklärt sie, "deswegen habe ich meinem Professor vorgeschlagen, dass ich die Geschichte des Schlosses behandeln könnte." Besonders beschäftigt hatte sie sich mit dem Nachlass der Freiherren von Kern, die das Schloss im 17. Jahrhundert erworben hatten. "Die Recherche war wirklich ergiebig und die Arbeit in jeder Hinsicht erfolgreich", schwärmt die Studentin. Sie bekam für ihre Leistung den ersten Preis verliehen. Für ihre Masterarbeit hat sie auch schon ein Thema: "Da will ich dann über die Wasserburger Burg schreiben", sagt sie.

Einen weiteren ersten Preis für einen Studenten erhielt Lukas Bauer für seine Zulassungsarbeit zum Staatsexamen. Der 26-Jährige, der Deutsch, Geschichte und Sozialkunde auf Lehramt studiert, hatte sich mit dem Bürgerprotest beschäftigt, der während der Landkreisreform 1970 bis 1971 entstanden war. "Die Arbeit mit den Quellen war schwierig", gesteht er, "es hat bisher noch niemand eine wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema verfasst. Dafür durfte ich mit vielen Zeitzeugen arbeiten, was spannend war."

Zwei achte und vier zehnte Klassen des Luitpold-Gymnasiums, die sich zu einem gemeinsamen Projekt zusammengeschlossen hatten, bekamen für ihr Thema "Krieg und Not: Wasserburg 1914 bis 1918" den ersten Preis verliehen. Der Leiter des Projektes war Lehrer Gerhard Widmann. "Ziel war es, mit den Institutionen in Wasserburg zusammenzuarbeiten", erklärt Widmann, "zunächst haben die Schüler für das Thema im Stadtarchiv recherchiert und das Material dann in Klassen aufbereitet." Im Anschluss wurde ein Elternbrief verschickt, um an mögliche Erinnerungsstücke aus der Zeit zu gelangen. Das Resultat der Arbeit war eine Ausstellung im Gymnasium, die für zwei Wochen für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Die Schule war zudem mit zwei Projekt-Seminaren der Oberstufe vertreten, die beide einen dritten Platz belegten. Eine Gruppe hatte sich mit Baugeschichten in Wasserburg auseinandergesetzt. In Kleingruppen wurde die Geschichte verschiedener Bauwerke in Wasserburg untersucht und deren Historie teilweise bis ins Mittelalter zurückverfolgt. "Besonders interessant war es zu erfahren, wie die Leute damals gelebt haben", erklärt Eva Süß, die am Projekt beteiligt waren, "die Lebensrealität der Menschen damals ist wirklich spannend." Aus dem Material entwickelte die Gruppe anschließend eine Broschüre, in der jedem Bauwerk ein Kapitel gewidmet ist.

Wasserburg

und der Inn

Das andere Seminar beschäftigte sich mit der Beziehung Wasserburgs zum Inn. Die gegenseitige Beeinflussung der Stadt und des Flusses war der zentrale Schwerpunkt ihrer Arbeit, aus der letztendlich eine Internetseite entstand. Leonie Hams, die zum Projekt-Seminar "Stadt im Fluss" gehört, erklärte, wieso sie sich für das Seminar entschieden hatte: "Die persönliche Verbindung, die man mit der Stadt hat, war für mich ein Grund, das Seminar zu wählen. Auch das erstellen der Internetseite war interessant."

Einen ersten Platz belegte auch Lea-Maria Tanner für ihre Arbeit zur Ernährungssituation in Wasserburg während des Ersten Weltkriegs. Da sie leider verhindert war, musste der Preis in ihrer Abwesenheit verliehen werden.

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