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Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

Drama vor Wohnhaus in der Nacht auf Montag

Gewaltverbrechen in Mühldorf am Inn: Eine Person tot – mutmaßlicher Täter festgenommen

Mühldorf am Inn – Großeinsatz der Polizei am Sonntagabend (14. August) in Mühldorf: Eine Person …
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Reaktivierungspläne

„Die Anwohner werden auf die Barrikaden gehen“: Was Amerang an der Wiederbelebung der Bahnstrecke stört

Über eine Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Obing und Bed Endorf wird derzeit viel diskutiert. Im Gegensatz zu Obings Gemeinderat, ist Amerang aber nicht eindeutig dafür.
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Über eine Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Obing und Bed Endorf wird derzeit viel diskutiert. Im Gegensatz zu Obings Gemeinderat, ist Amerang aber nicht eindeutig dafür.
  • VonChristl Auer
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Hat die Bahnstrecke Obing-Bad Endorf eine Chance auf Reaktivierung? Noch fährt hier nur der Leo, eine historische Lok für Ausflügler. Geht da mehr? Die Anliegergemeinden diskutieren. In Amerang gab es auch kritische Stimmen.

Amerang – Nach dem Obinger Gemeinderat diskutierte nun auch Amerang über die Vor- und Nachteile, der Leo-Strecke neues Leben einzuhauchen.

Bürgermeister Konrad Linner (GLA) berichtete in der jüngsten Gemeinderatssitzung über eine Veranstaltung zur Zukunft der Bahnstrecke, an der Bürgermeister aus den anliegenden Gemeinden und Vertreter der Landratsämter Rosenheim und Traunstein teilnahmen. Dabei hätten Experten für die Reaktivierung von Bahnstrecken, sowie Vertreter der Betreibergesellschaft der Bahnstrecke und der Chiemgauer Lokalbahn, Chancen und Problemstellungen einer möglichen Reaktivierung der Bahnlinie Obing-Bad Endorf für regelmäßigen Personennahverkehr dargestellt, so Linner. Die Teilnehmer hätten vereinbart, die Thematik zeitnah in den Gremien der Gemeinden und Landkreise zu behandeln.

Bedenken über Taktung, Kosten und Lärm

Die Gemeinde Obing habe sich in der Sitzung bereits einstimmig für eine Reaktivierung der Bahnlinie Obing – Bad Endorf ausgesprochen und die Bereitschaft zu infrastruktureller Unterstützung zugesichert. Bürgermeister Linner warb ebenfalls für eine Reaktivierung der Bahnlinie. Die Gemeinde müsse dazu ihre grundsätzliche Bereitschaft erklären, die rückwärtige Erschließung der Bahnhaltepunkte, also Bushaltebuchten und Buszufahrt, Wege und Schilder, sicherzustellen. Zudem müsse die Gemeinde bereit sein, bei der Anpassung der Busfahrpläne mitzuarbeiten. Es müssen Buslinien so angepasst werden, dass sie nicht in Konkurrenz parallel zum Zug auf dessen Route fahren, sondern beispielsweise als Zubringer aus der Fläche fungieren.

Markus Keller, Christian Staber (beide CSU), Christel Kerstens (GLA), Dr. Magdalena Jarczyk und Dr. Wolfgang Wittwer (beide FWK) stimmten gegen eine Reaktivierung. Wolfgang Wittwer argumentierte damit, dass es schon eine enge Taktung brauche, um die Linie für Pendler mit Anschlüssen nach Rosenheim oder München attraktiv zu machen. Schon jetzt führen deshalb beispielsweise viele Pendler mit dem Auto nach Bad Endorf und nähmen nicht den Bus. Es gebe jetzt schon genügend Linien, die defizitär seien.

Davon abgesehen, seien die Kosten für die Instandsetzung der Bahninfrastruktur immens.

Lärmbelastung für Anwohner?

Zudem sei die Lärmbelastung für die Anwohner besonders an den unbeschrankten Bahnübergängen oder entlang der Strecke, die teils sehr nahe an Wohnhäusern entlangführe, nicht zu unterschätzen, gab Christel Kerstens zu bedenken. „Die Anwohner werden auf die Barrikaden gehen“, mutmaßte Christian Staber. Zumal dies auch zu einer Wertminderung der Anwesen führen könne, ergänzte Markus Keller.

Außerdem gebe es an kleinen unbeschrankten Bahnübergängen ein beträchtliches Unfallrisiko.

Einig waren sich alle Gemeinderäte darüber, dass das Netz des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) deutlich verbessert werden müsste und es eine vernünftige Taktung brauche. Möglicherweise sei dies mit flexibleren Shuttlebussen möglich.

Die Befürworter sprachen sich dafür aus, der Reaktivierung der Bahnlinie eine Chance zu geben und in diesem Zug, die Anbindungen im ÖPNV zu verbessern. Man muss weiterdenken, vielleicht auch im Hinblick auf autonomes Fahren, das vielleicht auf Gleisen zu verwirklichen sei, fanden Simon Strell (CSU) und Annemarie Linner (GLA).

Machbarkeitsstudie wird über weiteres Verfahren entscheiden

„Man kann das Thema kontrovers diskutieren“, fand Andreas Schauberger (GLA). Letztlich müsse geprüft werden, was zu realisieren sei, deshalb sollte man nicht dagegen sein.

Sebastian Stadler jun. fand, dass es für die Gemeinde nichts zu verlieren gebe und man deshalb schauen solle, was rauskomme.

Machbarkeitsstudie erwartet

„Wir diskutieren über eine Sache, die die Gemeinde nur zu einem kleinen Teil betrifft“, ergänzte Bürgermeister Linner. Eine Machbarkeitsstudie werde über die weitere Entwicklung entscheiden. „Wenn wir der Bahn eine Chance geben wollen, müssen wir zustimmen“.

Schließlich sprach sich der Gemeinderat mit zehn zu fünf Stimmen für die Reaktivierung aus.

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