Antrag: „Ganz Wasserburg soll zum Biergarten werden“

Wenige, kleine Tische mit großen Abständen:eine Visualsierung der Antragsteller für die Frauengasse. re
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Wenige, kleine Tische mit großen Abständen:eine Visualsierung der Antragsteller für die Frauengasse. re

Wie kann nach dem Corona-Lockdown das Leben wieder zurückkehren in die Stadt Wasserburg? CSU und Wasserburger Block haben eine Idee.

Wasserburg – Die Stadtratsfraktion von CSU und Freie Wähler-Wasserburger Block hat beantragt, dass im öffentlichen Raum der Stadt zusätzliche Tische und Stühle aufgestellt werden dürfen. Hierbei soll es sich um vereinzelte, kleine Tische mit Stühlen (zwei bis vier Stück) handeln, die in großen Abständen zueinander platziert werden.

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Nach dem Corona-Lockdown ist die Wiederbelebung der Stadt Wasserburg als Kultur-, Sport-, Einkaufs- und Dienstleistungsstadt dringend notwendig, begründet Fraktionsvorsitzende Heike Maas den Antrag. Touristen und Gäste aus der Region sollten mit dem Charme, dem Lebensgefühl, der Leichtigkeit Wasserburgs angelockt werden: „Wenn der Weg über die Alpen versperrt ist, kommen Sie zu uns nach Wasserburg - in die nördlichste Stadt Italiens“, müsse die Botschaft lauten.

Nachdem die aktuell gültigen Coronaregeln der Staatsregierung die Sitzplätze in der Gastronomie erheblich reduzieren und die Kapazitäten einschränken, sollen auf den beantragten Flächen im öffentlichen Raum Sitz- und Verweilangebote geschaffen werden und zum Verzehr der To-Go-Angebote der Gastronomie einladen. Dies bewirke eine Entzerrung und Verteilung der Besucher und Bürger in der Stadt.

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Mögliche Flächen könnten beispielsweise in der Frauengasse, am Kirchhofplatz oder am Inndamm sein, schlägt die Fraktion vor. Begleitend dazu müssten Abfallbehälter aufgestellt und regelmäßig entleert sowie Hinweisschilder mit den Corona-Regeln (Abstandsgebot, maximale Personenzahl, Selbstverantwortung) angebracht werden. Hier wäre die Unterstützung von Seiten der Stadtverwaltung und des Bauhofs notwendig.

Wirtschaftliche Leben soll wieder anspringen

Weiter sollte durch den Tourismusverband die Aktion „Ganz Wasserburg wird Biergarten“ beworben werden. Die Nutzung wäre in den Monaten Juni bis September sinnvoll. Die für den Zeitraum benötigten Tische und Stühle könnten bei der örtlichen Gastronomie und Brauereien angefragt werden.

Heike Maas: „Es wäre ein Experiment„

Fraktionssprecherin Heike Maas legt Wert auf die Feststellung: „Wir wollen das Erreichte rund um die Corona-Pandemie nicht gefährden. Die Gesundheit der Bürger und der Gäste der Stadt steht im Mittelpunkt.“ Doch das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben müsse wieder anspringen. Die Gastronomie werde aufgrund der begrenzten Möglichkeiten, wieder zu öffnen, weiter auf To-Go-Angebote setzen, hätten die Betriebe sie in Gespräche mit der Fraktion betont. Die Wirte würden die Ausweisung von Sitzplätzen im Freien auf den öffentlichen Fläche begrüßen. Es seien jedoch noch Gespräche mit den Entscheidungsträgern notwendig – unter anderem mit der Polizei. Fest stehe außerdem, so Maas: „Es wäre ein Experiment, das nur klappt, wenn die Bürger und Gäste sich selbstverantwortlich an die Hygieneregeln halten und auch Rücksicht auf die Anwohner nehmen.“ duc

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