BÜRGERSPRECHSTUNDE

Anlieger kritisieren geplante „Wohnblöcke“ an Garser Volksfestwiese

Der Lageplan der beiden geplanten Häuser mit Stellplätzen: Zwei dreigeschossige Häuser passen nicht in die Siedlung, finden Anlieger.
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Der Lageplan der beiden geplanten Häuser mit Stellplätzen: Zwei dreigeschossige Häuser passen nicht in die Siedlung, finden Anlieger.
  • vonBruno Münch
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Zu massiv erscheint einigen Anliegern die geplante Bebauung an der Volksfestwiese. Anwohner nutzten die „Bürgerfragestunde“ zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung in Gars, um ihre Sorgen zu äußern.

Gars – Der Bebauungsplan „Volksfestwiese“ soll zum neunten Mal geändert werden. Derzeit liegt der Entwurf für die Öffentlichkeit aus und ist auch auf der Homepage der Gemeinde einzusehen.

Charakter der Siedlung in Gefahr?

Anliegerin Gabi Grundner sprach sich gegen den derzeitigen Stand der Planung aus. Sie sieht auf zwei Grundstücken mit insgesamt etwa 1.050 Quadratmetern zwei dreigeschossige „Wohnblöcke“ für jeweils fünf Wohneinheiten mit insgesamt 20 Parkplätzen vor.

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Der Charakter der Wohnsiedlung, die von Anfang an nur für Einfamilienhäuser vorgesehen gewesen sei, werde durch die weitere Planung nicht beachtet, findet die Anwohnerin. Anlieger Michael Goetzke forderte das Gremium auf, seine Entscheidung für diese „Verdichtung“ der Bebauung noch einmal zu überdenken. Er verwies auf das Baugesetzbuch, demzufolge Wirtschaftlichkeit nicht höher als nachbarschaftliche Belange bewertet werden dürfe.

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Bürgermeister Robert Otter (parteiunabhängig) legte Wert auf die Feststellung, dass Entscheidungen nicht übereilt gefallen seien, vielmehr laufe das Verfahren mit Aufstellungsbeschluss, Auslegung und Baugenehmigung wie immer ab.

Bürgermeister bietet ein Gespräch an

Die Bürger haben die Möglichkeit, ihre Befürchtungen darzustellen. Otter forderte dazu auf, Einwände bis Montag, 3. Mai, schriftlich einzureichen. Darüber hinaus bot der Bürgermeister an, ein Gespräch zwischen Anwohnern und Bauträger zu arrangieren. „Das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen“, versicherte Otter und ergänzte, dass ihm das offene Gespräch wichtig sei. Es werde keine Entscheidung „über’s Knie gebrochen“.

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