Gemeinderat ringt um Lösung

Anlieger in Eiselfing befürchten zu dichte Bebauung in Bachmehring-Südost

Für die Wiesenfläche unterhalb der Sankt-Rupertus-Straße soll ein Bebauungsplan mit dem Namen Bachmehring-Südost aufgestellt werden. Sechs Doppelhaushälften in Holzbauweise sollen dort entstehen. Einige der Grundstücksnachbarn sehen das kritisch.
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Für die Wiesenfläche unterhalb der Sankt-Rupertus-Straße soll ein Bebauungsplan mit dem Namen Bachmehring-Südost aufgestellt werden. Sechs Doppelhaushälften in Holzbauweise sollen dort entstehen. Einige der Grundstücksnachbarn sehen das kritisch.

In Eiselfing wird viel gebaut, weitere Baugebiete entstehen. Doch wann ist es zu viel? Wie dicht darf es sein? Der Gemeinderat ringt um Lösungen.

Eiselfing – Mit einem Vorgang, den der vorherige Gemeinderat im Mai 2019 schon einmal ablehnend entschieden hat, musste sich der neue Gemeinderat in seiner Februarsitzung neu beschäftigen. Es betrifft ein Grundstück angrenzend unterhalb der Sankt-Rupertus-Straße. Bei der Aufstellung eines Bebauungsplanes wird dieser den Namen „Bachmehring-Südost“ erhalten. Eine Vorschlagsvorlage dazu hat die Immobilienfirma Decker aus Dorfen erarbeitet, die im Gemeindegebiet schon mehrfach tätig war.

Nun ein Gebäude weniger als im ersten Entwurf

Die jetzt vorgeschlagene Möglichkeit würde mit sechs Doppelhaushälften ein Gebäude weniger im Vergleich zum Jahr 2019 vorsehen. Zugleich wurde die Parkplatzsituation der Eiselfinger Stellplatzordnung angeglichen. Zum Bach und zum Naturlehrpfad sieht die Vorlage eine freiere, von der Siedlung aus zugängige Fläche vor. Da es für die Müllabholung einen eigenen Platz vor der bebauten Fläche gäbe, müsste das Fahrzeug nicht in den Bereich einfahren.

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Fragen gab es in der Beratung zu der Zufahrt für Rettungsfahrzeuge der Feuerwehr, für die Anlieferungen zu den Häusern und zum Winterdienst. „Dafür ist dann wohl die Gemeinde im Rahmen ihrer Aufgaben zuständig“ sagte Bauamtsleiter Laurentius Fischer.

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Bei der Präsentation des Entwurfes, der zugleich die Veränderung zum Jahr 2019 darstellte, ergaben sich von den Gemeinderatsmitgliedern dann Anmerkungen und Fragen. Manuel Latein (UWE) möchte optisch „kein zweites Bergham“ und fragte den Bürgermeister, welche Möglichkeiten der Einwirkung hier die Gemeinde habe. Den Hinweis durfte dann mit Zustimmung des Gemeinderates gleich der in der öffentlichen Sitzung anwesende Bauträger Robert Decker beantworten. Er sagte zu, dies bei der Planung in der Gestaltung mit einzubeziehen. Außerdem informierte er darüber, es wären sowieso Häuser in Holzbauweise vorgesehen und manche der genannten Punkte seien bereits berücksichtigt oder würden überdacht.

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Sebastian Pauker (CSU) forderte dazu großzügigere Gemeinflächen und die Beachtung der Parksituation im neu entstehenden Siedlungsbereich. Rupert Reininger (UWE) wollte wissen, in wieweit einheimische Bauwerber eine vorzügige Beachtung erwarten können. „Bezüglich eines möglichen Einheimischen-Modells beim Verkauf der Gebäude befindet sich die Gemeinde Eiselfing mit der Immobilienfirma in Kontakt. Zwei oder drei Doppelhäuser werden wohl nicht in den freien Verkauf kommen. Dazu bedarf es jedoch erst noch der Beratung im nichtöffentlichen Sitzungsteil“ beantwortete Bürgermeister Georg Reinthaler (Grüne) die Frage.

Zersiedlung oder wichtige Wohnraumschaffung?

Ein Siedlungsanlieger erhielt für eine Stellungnahme noch das Rederecht und merkte deutlich kritisch an, „der Gemeinderat muss schon sehen, welche Situation er mit der Bebauung des Grundstückes schaffen wird“. Dazu ergriff Martin Mayer (CSU) das Wort. „Aber es muss auch für die Zukunft Wohnraum geschaffen werden“, erklärte er.

Am Ende der Beratung gab der Bürgermeister den Hinweis auf den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan, der in der nächsten Sitzung am 9. März geplant ist.

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