Andacht unter freiem Himmel zelebriert

Mit einer Andacht auf der Mail-Alm nahm die Landvolkbewegung wieder ihr Proramm auf.
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Mit einer Andacht auf der Mail-Alm nahm die Landvolkbewegung wieder ihr Proramm auf.

Rechtmehring – „Wir starten das Landvolkprogramm wieder“, verkündete die Vorsitzende der Rechtmehringer Ortsgruppe, Gerlinde Wagenstetter, bei der Bergandacht auf der Mail-Alm.

Auch bei der Ortsgruppe hatte Corona für Programmausfälle gesorgt. Mit ausreichend Sicherheitsabstand und unter Einhaltung der Hygienevorschriften feierten nun etwa 60 Gläubige eine Freiluft-Andacht an der Kapelle vor der Alm. Der Landvolkseelsorger der Diözese, Johannes Seibold, griff in seiner Predigt das Thema „Monokulturen“ in dreifacher Hinsicht auf: Mensch, Umwelt und Kirche.

„Der Mensch ist inzwischen mit fast acht Milliarden Individuen selbst zur Monokultur geworden. Sein ungebremstes Vordringen in unberührte Landstriche bringt ihn auch immer mehr in Kontakt mit Krankheitserreger, gegen die er keine Abwehr besitzt, so Seibold. Auch die Folgen der Monokulturen in Land- und Forstwirtschaft sind bekannt.

In einem dritten Aspekt regte er zum Nachdenken an, ob die aktuellen Auflösungserscheinungen in der Kirche auch Folgen einer Monokultur Kirche sind. Diese hätte ihren Nährboden mit immer gleichen Parolen ausgezehrt, sodass sie nur selten Kraft findet, auf die spirituellen Herausforderungen lebensspendende Antworten zu finden.

„Die Corona-Pandemie stellt alle großen Veranstaltungen infrage und verweist uns auf die kleinen Begegnungen und Schritte“, so Seibold. „Das Jesuswort ‚wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen' beansprucht eine ganz neue Wertschätzung.“ fxm

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