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Franz Bauer aus dem Bürgerbüro in den Ruhestand verabschiedet

An diesem Beamten mit dem trockenen Humor kam im Isener Rathaus keiner vorbei

Servus Franz: Bürgermeisterin Irmgard Hibler überreichte dem Neu-Ruheständler Bauer einen Zigaretten-Blumenstrauß und eine gravierte Weinkaraffe.
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Servus Franz: Bürgermeisterin Irmgard Hibler überreichte dem Neu-Ruheständler Bauer einen Zigaretten-Blumenstrauß und eine gravierte Weinkaraffe.

„Endlich läutet der Wecker nicht mehr“, sagt Franz Bauer, der 29 Jahre und vier Monate im Isener Rathaus für die Bürger da war. Sein trockener Humor brachte dem Beamten und seinem langjährigen Kollegen Anton Hinterberger den Ruf ein: „Das sind die zwei Alten aus der Muppetshow“. Nun wurde Bauer in den Ruhestand verabschiedet.

Von Henry Dinger

Isen – Wer in Isen lebt, kam im Rathaus an Franz Bauer nicht vorbei, und das nicht nur, weil er im Bürgerbüro im Erdgeschoss zu finden war.

Wer ein Anliegen hatte, kam zu ihm

Der heute 64-jährige Beamte geht nun in Ruhestand; er begann am 1. Juni 1992 seine Tätigkeit bei der Marktverwaltung als Kassenverwalter, wurde schließlich Kämmerer und war dann im Einwohnermelde-, Pass-, Gewerbe-, Friedhofs-, und Rentenamt eingesetzt. Das sind Bereiche, in denen jeder einmal ein Anliegen hat.

Waldorf und Statler aus der Muppetshow

Der Umgang mit den Menschen, die mit einem Problem ins Rathaus kamen, hat ihm viel Freude gemacht. „Wir sind für die Leute da. Nicht umgekehrt“, war das Motto, das für ihn im Umgang mit den Bürgern wichtig war.

Bekannt war er dabei er auch für seinen trockenen bayerischen Humor, der ihn zusammen mit seinem langjährigen Kollegen Anton Hinterberger einen speziellen Ruf eingebracht hat.

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„Wir sind wie die zwei Alten aus der Muppet-Show, Waldorf und Statler“, hat mal jemand gesagt“, erinnert sich Bauer lachend.

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Nach 29 Jahren und vier Monaten wurde Franz Bauer nun in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Dazu gab es einen kurzen Fototermin, bei dem Bürgermeisterin Irmgard Hibler eine Weinkaraffe mit graviertem Isen-Logo und einen Blumenstrauß überreichte.

Zigaretten im Blumenstrauß

Beim Strauß bewies die Rathausspitze ebenfalls Humor: Das Gebinde war mit Zigaretten verziert – eine bekannte Leidenschaft Bauers. Die Bürgermeisterin übergab beides in Franz Bauers alter Wirkungsstätte – im Bürgerbüro. Hier hat ihn Jasmin Kronfeldner bereits vor einiger Zeit abgelöst. Bauer hat sich bis Ende September um Rentenangelegenheiten gekümmert. In die Rentensachen hatte er sich innerhalb von 16 Jahren richtiggehend eingefuchst.

„Die Beratung war bei ihm bestens aufgehoben“, sagt Hibler. „Wir hatten brutal schwierige Fälle“, sagt Bauer. Ihn habe es dann umso mehr gefreut, wenn er sie erfolgreich lösen konnte. Diese Aufgabe wird nun Yasmin Köck übernehmen.

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Franz Bauer stammt aus Dorfen und war nach dem Gymnasium acht Jahre Grenzjäger beim BGS. Nach seiner erfolgreichen Beamtenausbildung war er im Ausländeramt im Landratsamt eingesetzt und später in der Kämmerei und im Meldeamt Dorfen. Der Wechsel nach Isen, wo eine Stelle frei war, kam dann recht spontan. Hans-Edmund Lechner, der erste der drei Bürgermeister, die Bauer im Rathaus erlebt hat, war von dem damals jungen Mann sofort angetan.

„Endlich läutet der Wecker nicht mehr“

Franz Bauer freut sich nun auf seinen Ruhestand, „endlich läutet der Wecker nicht mehr“, sagt er.

Seine Frau, seine zwei Kinder und die mittlerweile drei Enkel haben nun mehr von ihm. Langweilig dürfte es dem Fußballfan nicht werden: An seinem Haus in Kloster Moosen wartet ein großer Garten, da kann er garteln.

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