Amtsübergabe in Obing: Harpfinger Gruppe erhöht den Wasserpreis

Das neue Team: (von links) Thomas Schmidinger als zweiter Vorsitzender, Sepp Reithmaier als Vorsitzender, sowie Hans Schmidhuber und Sebastian Stöcklhuber von der Rechnungsprüfung leiten bis 2026 die Geschicke des Zweckverbandes „Harpfinger Gruppe.“
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Das neue Team: (von links) Thomas Schmidinger als zweiter Vorsitzender, Sepp Reithmaier als Vorsitzender, sowie Hans Schmidhuber und Sebastian Stöcklhuber von der Rechnungsprüfung leiten bis 2026 die Geschicke des Zweckverbandes „Harpfinger Gruppe.“

Generationenwechsel beim Wasserzweckverband Harpfinger Gruppe: Nachdem der Schnaitseer Altbürgermeister Vitus Pichler und auch sein Stellvertreter Matthias Maier aus Höslwang nicht mehr für den Vorsitz kandidierten, wurde bei der Versammlung im Obinger Rathaus eine neue Verbandsspitze gewähl

Von Josef Unterforsthuber

Obing – Der Pittenharter Bürgermeister Sepp Reithmaier ist nun erster Vorsitzender, der Schnaitseer Bürgermeister Thomas Schmidinger zweiter Vorsitzender.

Urgestein Vitus Pichler aus Verbandsspitze verabschiedet

In den Rechnungsprüfungsausschuss wurden Sebastian Stöcklhuber aus Pittenhart und der Kienberger Bürgermeister Hans Schmidhuber als dessen Vorsitzender gewählt.

Die Harpfinger Gruppe versorgt die Mitgliedsgemeinden Schnaitsee, Kienberg, Obing, Pittenhart und Höslwang.

Zu Beginn hatte Vitus Pichler auf seine 36-jährige Tätigkeit im Zweckverband zurückgeblickt. Von 1984 bis 1990 war Pichler Verbandsrat, von 1990 bis 2020 Mitglied im Werksausschuss und dann bis 2020 Vorsitzender des Verbands. „Nach so vielen Jahren geht man mit gemischten Gefühlen aus der Verantwortung. Jetzt kann ich zwar die Belastung abgeben, muss aber auch von Mitarbeitern und zu Freunden gewordenen Weggefährten Abschied nehmen.“ Namentlich nannte Pichler besonders Geschäftsleiter Willy Weisky, die Kassierin Gina Heinrich, den Schutzgebietsberater Sepp Reiter, Wassermeister Hannes Freimooser und die Wasserwarte Schorsch Scheidhammer und Manfred Ober. „Aber diese Namen sind nur stellvertretend genannt. Ich danke allen, auch den Firmen, die bei Notfällen immer zur Stelle waren, für die perfekte Zusammenarbeit.“

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Pichler bezeichnete das Trinkwasser „als unser Lebensmittel Nummer eins“ und gab seinen Nachfolgern den eindringlichen Appell „Schaut´s auf unser Wasser“ mit auf den Weg in die Zukunft der „Harpfinger Gruppe“.

Dem scheidenden zweiten Vorsitzenden war ebenso ein wenig Wehmut anzumerken. „Es ist so weit. Schier mein ganzes Leben hab ich mich fast mehr in Rathäusern als daheim aufgehalten. Heute ist mein letzter Tag in einem öffentlichen Amt. Es war eine gedeihliche und schöne Zeit.“ Er steht aber, ebenso wie Pichler, weiterhin mit Rat zur Verfügung und möchte dazu auch seine gute Verbindung zum Rosenheimer Wasserwirtschaftsamt einbringen.

Der neue Vorsitzende Reithmaier hatte gleich eine etwas undankbare Aufgabe zu erledigen. Nach acht Jahren stand wieder eine Anpassung des Wasserpreises an. Der Preis steigt von 1,10 Euro auf 1,20 Euro und die Zählergrundgebühr wird um zehn Euro erhöht. Aus der Diskussion ging klare Zustimmung hervor. Nur Korbinian Stettwieser wollte die Erhöhung des Wasserpreises auf 1,24 Euro und dafür die Beibehaltung der Zählergrundgebühr. Mit eben dieser einen Gegenstimme wurde der Vorschlag mit Erhöhung der Gebühr und des Wasserpreises angenommen.

Einstimmig beschloss die Versammlung, dass der Liefervertrag mit der Gemeinde Tacherting unverändert bleibt, dass die Aufwandsentschädigung für den Vorsitzenden 650 Euro brutto und das Sitzungsgeld 20 Euro betragen.

Wegen Corona heuer kein Ablesen des Zählerstandes

Geschäftsleiter Willy Weisky gab bekannt, dass in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie kein Mitarbeiter zum Ablesen des Zählerstandes zu den Wasserabnehmern kommt, sondern dieser wird postalisch erhoben. Weisky bittet alle Wasserabnehmer die Ablesekarte zurückzusenden. Wenn der Zählerstand nicht gemeldet werde, müsse der Durchschnittsverbrauch der vergangenen drei Jahre herangezogen werden.

Zum Ende der harmonisch verlaufenen Versammlung übergab Pichler, der „36 Jahre lang im Wasser der Harpfinger Gruppe geschwommen ist“, wie es Reithmaier ausdrückte, den Schlüssel für alle Räumlichkeiten des Zweckverbandes an den neuen Vorsitzenden.

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