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Gemeinderat zeigt Verständnis

Familie will Tempo 20 in allen Orten entlang Ameranger Gemeindestraßen

Wenn es nach einer Ameranger Familie geht, sollte die Geschwindigkeit innerhalb bewohnter Ortsgrenzen auf 20 beschränkt werden.
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Wenn es nach einer Ameranger Familie geht, sollte die Geschwindigkeit innerhalb bewohnter Ortsgrenzen auf 20 beschränkt werden.
  • VonChrista Auer
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Keine Bürgerversammlung wegen Corona – dafür nutzen in Amerang die Leute die Gelegenheit rege, sich in der Bürgerfragestunde zu Wort zu melden. Eine Familie aus Pfaffing möchte eine Geschwindigkeitsbeschränkung.

Amerang – Auch wenn die Bürgerversammlung wegen der Corona-Regelungen ausfällt, sollen die Ameranger Bürger ihre Anliegen vorbringen können. Übergangsweise besteht dazu im Rahmen der Gemeinderatssitzungen die Gelegenheit, die Themen im Vorfeld schriftlich einzureichen oder in der Sitzung anzusprechen.

Zur letzten Gemeinderatssitzung gingen einige schriftliche Anfragen ein. Eine Familie aus Pfaffing wollte in einem Schreiben „auf die gefährliche Verkehrssituation durch hohe Geschwindigkeiten der Autos in den Weilern und kleinen Ortschaften in unserem Gemeindegebiet aufmerksam machen“, so die Familie, und beantragte, die Beschränkung der Geschwindigkeit auf 20 km/h in allen Orten des Gemeindegebiets, soweit es sich um Gemeindestraßen handelt.

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Als Begründung gab die Familie an: „Langsames Fahren innerhalb bewohnter Ortsgrenzen kann nicht eine Frage der Höflichkeit sein und nicht dem Zufall oder dem guten Willen der Autofahrer überlassen werden. Wie jeder weiß, ist Fahren mit hoher Geschwindigkeit ein Risiko für alle Verkehrsteilnehmer.“

Gemeinderat offen für Geschwindigkeitsbegrenzung

Der Gemeinderat zeigte sich für die Problematik offen. Der stellvertretende Bürgermeister Werner Fröwis (CSU) wies darauf hin, dass es Geschwindigkeitsbereiche gebe und bei dem Thema sowohl die Polizei als auch das Landratsamt mit ins Boot geholt werden müssten. Fakt sei aber, dass es keine Tempo-20-Zone gebe. Maximal sei eine Begrenzung auf 30 km/h möglich.

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Das gehe aber nicht flächendeckend, sondern müsse von Fall zu Fall entschieden werden.

Zum Thema Sicherheit gehöre nicht nur Geschwindigkeit, sondern eine Gesamtbetrachtung der Verkehrssituation. Häufig seien Straßenbereiche wegen Bepflanzungen unübersichtlich. Und dann gehe der Appell an jeden Autofahrer: „In Ortschaften muss ich nicht 50 fahren, ich darf auch langsamer“.

Mathias Schmid (GLA) gab zu bedenken, dass Geschwindigkeitsbegrenzungen nur Sinn machten, wenn sie auch kontrolliert würden. Er sehe in dem Antrag einen klaren Auftrag, bei künftigen Bebauungsplänen darauf zu achten, dass schnelles Fahren im Siedlungsbereich nicht mehr möglich sei.

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Alex Mitter (GLA) war der Meinung die Geschwindigkeit, dort wo es geht, zu reduzieren. Er und viele seiner Gemeinderatskollegen folgten dem Vorschlag von Bürgermeister Konrad Linner (GLA), dass sich der Straßenausschuss im Rahmen einer Verkehrsschau mit dem Thema befassen und Lösungsvorschläge erarbeiten solle. Dazu gab es zwei Gegenstimmen: Simon Strell (CSU) und Matthias Schmid fanden, dass der Bürgerwille stärker zählen solle, eine Tempozone-30 ohne Kontrolle aber schwierig sei.

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